Dienstag, 27. November 2012

Studie: Leben auf Planeten im Umfeld sterbender Sterne unwahrscheinlich


Künstlerische Interpretation eines jungen Weißen Zwergs, der seine einstige Hülle abgestoßen hat (Illu.).
| Copyright: NASA/R. Ciardullo (PSU)/H. Bond (STScI) 


Seattle (USA) - Auf Planeten, die sich abkühlende und damit sozusagen "sterbende" Sterne umkreisen, ist Leben unwahrscheinlich. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von US-amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern anhand einer Analyse der sich mit diesem Vorgang einhergehend verschiebenden Abstände der habitablen Zonen dieser Sterne.

Mit dem Abkühlvorgang von beispielsweise Weißen Zwergen, verschiebt sich auch deren sogenannte habitable Zone und damit jener Abstandsregion, innerhalb derer sich ein Planet befinden muss, damit aufgrund gemäßigter Temperaturen flüssiges Wasser und damit die Grundlage des Lebens (zumindest nach irdischer Vorlage) möglich ist.

Dieser Prozess sei so drastisch, dass selbst potentiell bereits vorhandenes Leben sich ihm nur schwer, wahrscheinlich sogar gar nicht anpassen könne, berichten die Wissenschaftler um Rory Barnes von der University of Washington und René Heller vom Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam aktuell im Fachjournal "Astrobiology".


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 "Selbst wenn wir heute also einen Planeten innerhalb der habitablen Zone eines sich abkühlenden Sterns entdecken würden, so hätte dieser schon eine Phase durchgemacht, in der sämtliches Wasser verdampft und der Planet für immer sterilisiert wurde", so die Forscher.
 
Die Studie bezieht sich hauptsächlich auf Planeten, die zwei Arten von sich abkühlenden Sternen umkreisen: Bei sogenannten Weißen Zwergen handelt es sich um kleine, extrem verdichtete Kerne von Sternen, die ihre Kernfusion eingestellt haben. Bei Braunen Zwergsternen hingegen handelt es sich sozusagen um "verhinderte Sterne" - Objekte also, die größer sind als Planeten, die jedoch nicht groß genug sind, um eine stellare Kernfusion in Gang zu bringen.

Zwar geben beide Arten von Zwergsternen genügend Strahlung von sich, um in ihrem Umkreis habtiable Zonen erzeugen zu können, doch kühlen beide Zwergsterntypen zugleich auch zusehends ab, wodurch auch ihre "grünen Zonen" nach und nach immer näher an ihren Stern heranrücken, was die Umweltbedingungen auf Planeten innerhalb dieser Zonen extrem verändert.


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Quellen: washington.edu
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