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Montag, 2. Januar 2012

Neue Mondmission GRAIL: NASA platziert Zwillingssonden erfolgreich im Mondorbit

Künstlerische Interpretation der GRAIL-Sonden | Copyright: NASA/JPL

Pasadena/ USA - Am Wochenende ist es der NASA gelungen, die beiden Zwillingssonden ihrer neuen Mondmission mit der Bezeichnung Grail im Mondorbit zu platzieren. Im September 2011 gestartet, sollen die beiden Satelliten der "Gravity Recovery And Interior Laboratory" (GRAIL) sollen das Gravitationsfeld des Mondes vermessen und zugleich Fragen rund um die Entstehung und Entwicklung des Erde-Mond-Systems ergründen. Zugleich könnte die Mission beantwortet, ob die Erde einst zwei große Monde besaß.

Gemeinsam sollen die Sonden GRAIL-A und GRAIL-B ab kommenden März die Mondoberfläche gemeinsam überfliegen. Die Fortwährend extrem genaue Abstandsmessung zwischen den beiden Sonden wird es den NASA-Wissenschaftlern erlauben, ein bislang nicht erreichtes Bild des lunaren Magnetfelds, wenn dieses von den Merkmalen des Mondes wie beispielsweise Anhöhen, Berge und Krater, sowie von im Untergrund verborgenen Massen beeinflusst wird, und so die Entfernung zwischen den beiden Zwillingssonden jeweils leicht verändert.

Diese entsprechenden Daten können dann in eine hochauflösende Karte des Gravitationsfeldes des Mondes übertragen werden und sollen zudem einen Einblick in die Vorgänge im Mondinnern und die genauer Zusammensetzung des Erdtrabanten ermöglichen.

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Erst im vergangenen August präsentierten Professor Erik Asphaug von der University of California Santa Cruz und Dr. Martin Jutzi von der Universität Bern im Fachmagazin "Nature" die Ergebnisse ihrer Simulation, die auf den bisherigen Modellen der Entstehung des Erdmondes vor rund 4,53 Milliarden Jahren durch eine Kollision der noch jungen Erde mit einem etwa marsgroßen Himmelskörper basiert.

Die Forscher kommen darin zu dem Ergebnis, dass die ins All geschleuderten Trümmer dieses gewaltigen Zusammenstoßes auf der heutigen Umlaufbahn des Mondes nicht nur einen, sondern zwei Trabanten formten, die dann die Erde lange Zeit gemeinsam umkreisten und später dann der kleinere der beiden Monde auf den heutigen Mond stürzte. Die Trümmer dieser Kollision wiederum, so die Forscher hätten dann die kilometerdicke und gebirgige Landschaft auf der "dunklen Seite" und dortige Kruste des Mondes geformt (...wir berichteten).

"Durch die Vermessung des Gravitationsfeldes des Mondes können wir auch in dessen Inneres schauen und so auch hie die Unterschiede zwischen den beiden Mondseiten ergründen", erläutert der Chefwissenschaftler der GRAIL-Mission, David Smith. "Diese GRAIL-Messungen werden uns eine Menge Informationen darüber liefern, wie Material im Innern des Mondes verteilt ist. Anhand dieser Daten ergeben sich dann auch ganz präzise Informationen über die Unterschiede zwischen Mantel und Kruste der beiden Seiten des Mondes. Sollte sich die Dichte des Materials der Kruste auf der Rückseite des Mondes von jenem der Kruste der erdzugewandten Seite deutlich unterscheiden, so würde dies die Theorie eines ehemals zweiten Mondes stützen."


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov

"Was bedeutet menschlich?" – Kryptozoologe kommentiert DNA-Analyse des Yeti-Fingers

Die angebliche "Yeti-Hand" aus dem Kloster in Pangboche, fotografiert von einer japanischen Expedition in den 1950er Jahren. | Quelle: cryptomundo.com

Portland/ USA - Nachdem die DNA-Analyse eines jahrzehntelang verschollenen Fingers, der zuvor in einem Himalya-Kloster als Teil der Hand eines Yetis aufbewahrt wurde, den Finger als "menschlich" charakterisiert hatte (...wir berichteten), hat sich nun der US-amerikanische Kryptozoologe und Kenner des speziellen Falles, Loren Coleman, zu dem Ergebnis geäußert.

In seinem Kommentar auf "cryptomundo.com" erläutert Coleman, dass das "menschliche" Ergebnis der DNA-Analyse des Fingers die Kenner der Hintergründe nicht erstaunen dürfte. Schon 1989 erläuterte Coleman in seinem Buch "Tom Slick and the Search for the Yeti", dass gerade die von dem Öl-Magnaten Slick finanzierte Himalaya-Expeditionen auf der Suche nach dem Yeti, die Tatsache offenbart hatten, dass in mehren dortigen Klostern entsprechende "Reliquien" aufbewahrt werden, die angeblich von Yetis stammen. So konnten die Slick-Expeditionen aufzeigen, dass eine angebliche "Yeti-Hand, bestehend aus Faust und Unterarm, die in Makalu aufbewahrt wird, tatsächlich von einem Schneeleopard stammt. Zugleich lieferte die 'Slick-Johnson Snowman Expedition' das erste Foto einer sehr alten und mumifizierten Yeti-Hand aus Pangboche."

Zunächst, so erläutert der Kryptozoologe weiter, habe der aus dem Kloster entwendete und gegen einen menschlichen Finger eingetauschte "Yeti-Finger" seinen Weg nach London gefunden, wo er 1959 von dem Primatologen Dr. William Osman Hill untersucht und wurde von diesem (das geht aus einem Schriftstück Hills vom 26. Februar 1959 hervor) zunächst noch als "menschlicher Daumen und Fingerglied" eingestuft.

Aufgrund einer weiteren Diskussion, unter anderem mit den Anthropologen George Agogino, über den abgeflachten Mittelhandknochen der Hand selbst, als "primitives Merkmal", änderte Hill seine Ansicht jedoch und glaubte nun, dass es sich zwar nicht um die Hand eines Yeti, jedoch möglicherweise um die eines Neandertalers handeln könnte.

"Wenn nun 50 Jahre später ein DNA-Test einen Finger dieser Hand als 'menschlich' offenbart, ist diese Erkenntnis also nicht wirklich neu", so Coleman. "Die einzig wichtige Frage ist also, ob auch die DNA-Analyse es Ähnlichkeiten zu Neandertalern aufzeigt." Gerade vor dem Hintergrund des mittlerweile vorliegenden sequenzierten Neandertaler-Genoms, könnte dieses Detail also von großem wissenschaftlichem Interesse sein.

"Stammt der 'Yeti-Finger' also von einem Neandertaler oder von einem tibetischen Mönch?", fragt Coleman abschließend. Die bislang noch nicht veröffentlichten Rohdaten der BBC-Analyse könnten also noch für Überraschungen sorgen.

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Bücher zum Thema:

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Quellen: cryptomundo.com / grenzwissenschaft-aktuell.de / rcseng.ac.uk

Vertuscht das britische Verteidigungsministerium Sichtungen und die Existenz großer Raubkatzen in Großbritannien?

Archiv: Schwarzer Panther | Copyright: U.S. Fish and Wildlife Service

London/ England - Sie gehören Großbritannien wie Geister und das Ungeheuer von Loch Ness: Große - meist schwarze - Raubkatzen, die vornehmlich durch die ländlichen Grafschaften streunen sollen, in diesem Lebensraum aber eigentlich gar nicht beheimatet sind. Ein neues Buch behauptet, dass das britische Verteidigungsministerium den eindeutigen Beweis für die Existenz dieser Großkatzen wissentlich zurückhält: Einen 2004 erlegten Kadaver.

Bis heute gibt es zwar jährlich immer wieder lokale Warnungen, wenn wieder einmal eine große Katze gesichtet wurde (...wir berichteten) – Beweise, in Form von eindeutigen Videos, auf welchen die tatsächliche Größe der Tiere diese von gewöhnlichen Hauskatzen unterscheiden würde oder gar den Körper eines erlegten, nicht registrierten oder lediglich einem Zoo entlaufenen Tieres, gibt es bislang nicht.

Aus diesem Grund hält sich auch die britische Umweltbehörde DEFRA (Department for Environment, Food and Rural Affairs) mit einer Bewertung der Sachlage denn auch immer noch zurück und bezeichnet die bisherigen Beweise auf Anfragen der Zeitung "The Sun" als "unbegründet."

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In seinem Buch "Big Cats: Facing Britain's Wild Predators" (dt.: Großkatzen: Im Angesicht mit Großbritanniens wilden Raubtieren) behauptet Rick Minter nun, dass Gerüchte über einen 2004 nahe der britischen Luftwaffenbasis RAF Fylingdales in North Yorkshire erlegten schafsgroßen "Puma" wahr sind und das ehemalige Angehörige der Basis dessen Kadaver selbst gesehen haben wollen.

Bewusst skizziert damit Minter ein Szenario, das an die angebliche Vertuschung des Absturzes und der Bergung eines außerirdischen Raumschiffs und dessen Insassen durch die US-Regierung im Sommer 1947 nahe Roswell im US-Bundesstaat New Mexico, angelehnt ist.

Auch Mark Fraser von der Forschungsorganisation "Big Cats in Britain" (bigcatsinbritain.org), der auch die damaligen Sichtungen untersucht hat, ist zwar von der Existenz der geheimnisvollen Großkatzen auf britischem Boden überzeugt, zweifelt jedoch an einem Cover-Up der britischen Regierung. "Was gäbe es da zu vertuschen? Der Heilige Gral unserer Forschungen wäre ein Körper (einer solchen Großkatze). Sollte das Ministry of Defence (MoD) einen solchen Körper haben, würden wir gerne davon wissen", kommentiert er gegenüber Medienanfragen.

Die gängige Theorie sieht in den Big-Cats die Nachkommen von vor rund 40 Jahren ausgesetzten Großkatzenarten, die meist von Privatpersonen gehalten wurden, die die Gesetzesauflagen des 1972 in Kraft getretenen "Dangerous Wild Animals Act", einem Gesetz zum Umgang mit privat gehaltenen Raubtieren, nicht erfüllen wollten oder konnten. Andere Forscher glauben, dass die Tiere schon viel früher von Aristokraten und Exzentrikern gehalten wurden, diesen entkamen und sich vermehrt haben. Wiederum andere Forscher vermuten, dass es sich um eine noch unbekannte immer schon einheimische Großkatzenart handeln könnte.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / thesun.co.uk / bigcatsinbritain.org
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