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Mittwoch, 11. Januar 2012

Astronomen kartografieren kosmisches Netz aus Dunkler Materie

Auch die Verteilung Dunkler Materie im Kosmos ist netzförmig strukturiert. | Copyright: Van Waerbeke, Heymans and the CFHTLenS Collaboration

Edinburgh/ Schottland - Astronomen haben die Verteilung Dunkler Materie im Kosmos in bislang nicht erreichter Größe abgebildet. Das auf den Aufnahmen der Wissenschaftler dargestellte Gebiet erstreckt sich über mehr als eine Milliarde Lichtjahre und belegt, dass auch die Dunkle Materie, genau wie ihr sichtbares Gegenstück, die normaler Materie, ein Materienetz durch den Kosmos wirkt.

Wie das internationale Team um Dr. Catherine Heymans von der University of Edinburgh und Professor Ludovic Van Waerbeke von der University of British Columbia auf dem Jahrestreffen der American Astronomical Society (AAS) im texanischen Austin berichteten, basiert das Ergebnis ihrer Arbeit auf der Auswertung von Aufnahmen von mehr als 10 Millionen Galaxien in vier unterschiedlichen Himmelsregionen durch die "Canada-France-Hawaii Telescope Legacy Survey". Hierbei untersuchten die Astronomen die Verzerrungen des von Sternen ausgesandten Lichts, wenn dieses auf seinem Weg zum irdischen Beobachter auf gewaltige jedoch unsichtbare Materieansammlungen trifft und von diesem umgelenkt wird. Anhand dieser Verzerrungen können die Forscher auf die Verteilung der Dunklen Materie rückschließen.

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Die Galaxien selbst befinden sich durchschnittlich rund sechs Milliarden Lichtjahre entfernt - das Licht der Aufnahmen wurde von den Sternen also vor rund sechs Milliarden Jahren abgegeben. Die Karte der Verteilung der Dunklen Materie, blickt somit auf 75 Prozent des Alters des Universums zurück, in eine Zeit, als das Universum noch sehr viel anders aussah als heute.

Das Ergebnis bestätigt frühere Computersimulationen der Verteilung der Dunklen Materieansammlungen im Kosmos, wie sie bislang jedoch noch nicht überprüft werden konnten, da die Dunkle Materie selbst unsichtbar ist. "Unsere Aufnahme gibt einen ersten Eindruck der Dunklen Materie über große Entfernungen hinweg und zeigt ein kosmisches Geflecht, das sich in alle Richtungen ausbreitet", so die Astronomen.

In den kommenden Monaten wollen die Forscher die vorhandenen Daten dazu nutzen, die Evolution der Ausdehnung des Universums abzubilden, um so mehr über die immer noch mysteriöse Dunkle Materie zu lernen, von der Wissenschaftler glauben, dass sie bis zu 80 Prozent der Materie im Kosmos ausmacht und die Ausdehnung des Universums antreibt und beschleunigt. "Wir werden Theorien zur Gravitation überprüfen, um zu bestimmten, ob Einsteins Relativitätstheorie korrekt ist oder nicht. Wir werden die Ergebnisse auch dazu nutzen, die Eigenschaften von Neutrinos und spukhaften Partikeln zu bestimmen, die mit der normalen Materie kaum nachweisbar interagieren", erläutert Dr. Thomas Kitching von der "Cosmology Working Group" an der University of Edinburgh. 


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ed.ac.uk

Parapsychologie-Pionier William G. Roll verstorben

Dr. William G. Roll (1926-2012) | Copyright: bltresearch.com

Normal/USA - Im Alter von 85 Jahren ist am vergangenen Montag einer der führenden Parapsychologen unserer Zeit, Dr. William G. Roll, verstorben. Roll war besonders für seine Theorie über Poltergeistphänomene als eine Form wiederkehrender spontaner Psychokinese bekannt und noch bis ins hohe Alter mit der Erforschung paranormaler Phänomene vor Ort beschäftigt.

Der 1926 in Deutschland geborene Wissenschaftler, zog 1946 von Dänemark in die USA wo er an der University of California in Berkeley seinen Bachelor in Philosophie und Psychologie erlangte, bevor er sich acht Jahre lang an der Oxford University dem Studium und Forschungen auf dem Gebiet der Parapsychologie widmete. Während dieser Zeit avancierte Roll zum Präsidenten der "Oxford University Society for Psychical Research".

Danach arbeitete er auf Einladung des Parapsychologen J. B. Rhine bis 1964 am "Parapsychology Laboratory" der Duke University und wurde hier zum Präsidenten der the Parapsychological Association.

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Während dieser Zeit begann Roll gemeinsam mit Rhine und dem Parapsychologen J. G. Pratt ab 1958 seine Theorie der "Recurrent Spontaneous Psychokinesis" (RSPK), einer Form wiederkehrender spontaner Psychokinese als Erklärung für Poltergeistphänomene und prägte damit die Betrachtung und Bewertung dieser Spukerscheinungen durch viele ihm folgende Parapsychologen bis heute.

Statt eines intelligenten übersinnlichen Geistes, stellt die RSPK-Theorie entsprechende Phänomene also als mentale Projektion von vornehmlich in ihrer Persönlichkeit gespaltener Pubertierenden dar, die sich in den entsprechend beobachteten und beschriebenen psychokinetischen Phänomenen, also dem Bewegen und Steuern von Gegenständen und Hervorrufen ähnlicher Phänomene (Klopfgeräusche usw.), "entladen".

1961 wurde Roll Direktor der Psychical Research Foundation (PRF) an der Duke University. Seinen Doktortitel erlangte Roll 1989 an der Universität von Lund und lehrte weiterhin bis 2007 an der University of West Georgia. 1996 erhielt er den "Parapsychological Award for a Distinguished Career in Parapsychology" und 2002 den "Dinsdale Memorial Award" der "Society of Scientific Exploration". Seine letzten Forschungen führten Roll zu der Theorie, dass die Quelle übersinnlicher Phänomene in einer Kombination von quantenmechanischen und neurowissenschaftlichen Phänomenen.

Der bekannteste von Roll selbst untersuchte Spukfall war jener des sogenannten "Columbus Poltergeists". Hierbei entstanden eine Vielzahl bemerkenswerter Fotos von spontaner Telekinese im Zuhause der im Mittelpunkt der Vorfälle stehenden Teenagerin Tina Resch in Columbus im US-Bundesstaat Ohio.

Einer der von Roll zuletzt untersuchten paranormalen Fälle sind die Vorgänge und zahlreichen Phänomene rund um den Niederländer Robbert van den Broeke, auf dessen Fotoaufnahmen schon seit Jahren Abbilder (verstorbener) Personen, Gegenständen und "Wesen" erscheinen. Trotz zahlreicher Angriffe und Beschuldigungen von Skeptikern, dass Robbert diese Aufnahmen manipulieren und fälschen würde, konnten ihm entsprechende Handlungen bislang noch nie nachgewiesen werden. Zudem gibt es zahlreiche Forscher, darunter nicht zuletzt auch Dr. Roll, die die Ereignisse um v/d Broeke aus eigener direkter Erfahrung bestätigen können. Auch bei seinen Besuchen und Experimenten mit Robbert van den Broeke im Herbst 2008 stellten sich in direkter Anwesenheit von Roll die "Erscheinungen" auf Robberts Fotoaufnahmen ein. Für die auf den Aufnahmen zu sehenden Abbildungen von Personen fand Roll während seines Aufenthaltes bei Robbert van den Broeke keine Hinweise auf Schwindel oder Fälschungen.

- Eine ausführliche Beschreibung und Diskussion der Erscheinungen auf den Fotos von Robbert van den Broeke finden Sie HIER. Die Aufnahmen, die während Rolls Besuch 2008 entstanden finden sie in Teil 5.

- Einen Nachruf der Parapsychological Association finden Sie HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / parapsych.org
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