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Freitag, 13. Januar 2012

Myanmar: Forschern gelingen erste Aufnahmen der jüngstentdeckten Primatenart

Das erste Foto eines freilebenden Burmesischen Stumpfnasenaffen (Rhinopithecus strykeri). | Copyright. FFI/BANCA

Kachin/ Myanmar - Ende Oktober 2010 gelang Biologen in den nördlichen Wäldern der Kachin-Berge in Myanmar die Entdeckung einer bis dahin unbekannten, Primatenart. Bei dem damals entdeckten Exemplar handelte es sich jedoch nur noch um den toten Körper eines der Affen, der auf einem Lebensmittelmarkt angeboten wurde. Der Nachweis der vergleichsweise großen Primaten, die bis zu diesem Zeitpunkt der einer wissenschaftlichen Beschreibung entgangen war, die von Einheimischen jedoch schon lange gesichtet und von beschrieben wurden, belegte erneut, dass auch heute noch vergleichsweise große Primaten entdeckt werden können. Jetzt ist es Biologen zum ersten Mal gelungen, die markanten Affen lebend und in freier Wildbahn zu dokumentieren.

Bisherige Fotos und Abbildungen zeigten lediglich den Kadaver des entdeckten Burmesische Stumpfnasenaffen (Rhinopithecus strykeri) aus der Gruppe der Schlankaffen oder eine, wenn auch lebensechte, Rekonstruktion (s. Abb.).

Ein Kadaver als Nachweis der Existenz der Burmesischen Stumpfnasenaffen, entdeckt auf einem lokalen Markt im Oktober 2010. | Copyright: FFI/BANCA

Eine 2011 verbreitete Rekonstruktion eines Burmesischen Stumpfnasenaffen. | Copyright: Thomas Geissmann / Fauna & Flora International

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Die Bezeichnung der Affen im lokalen Volksmund beschreibt zugleich das auffälligste und vielleicht kurioseste Merkmal der von Wissenschaftlern unter der Leitung von Thomas Geissmann vom Anthropologischen Institut der Universität Zürich entdeckten Primaten: "Mey Nwoah" bedeutet so viel wie "Affe mit aufgestellter Nase". Tatsächlich, so berichten dies lokale Bauern und Jäger, sei die Nase der Affen derart stark nach oben gekrümmt, sodass sie bei Regen fortwährend niesen, um sich so von in die Nase gelaufenem Regenwasser zu befreien. Regentage sollen die Tiere denn auch angeblich sitzend, mit den Köpfen zwischen den Knien verbringen.

Wie "Cryptomundo.com" berichtet, ist es Biologen um Jeremy Holden von "Flora & Fauna International" (FFI, fauna-flora.org) gemeinsam mit Kollegen der "Biodiversity And Nature Conservation Association" (BANCA, banca-env.org) und der "People Resources and Conservation Foundation" (PRCF, prcfoundation.org) mit Hilfe von automatisierten Wildtierkameras nun erstmals gelungen, die Tiere in freier Wildbahn in den bewaldeten Kachin-Bergen an der Grenze zu China zu fotografieren.

Auch der Lebensraum der Burmesischen Stumpfnasenaffen ist durch Abholzung und Jagd stark bedroht. "Fauna & Flora International" bemüht sich nicht zuletzt aus diesem Grund auch um den Schutz der seltenen Nies-Affen und ihres Ökosystems.

Nicht zuletzt aufgrund ihrer vergleichsweise großen Größe, ist die Entdeckung der Stumpfnasenaffen auch aus Sicht der Kryptozoologie interessant. Die Forschungsdisziplin beschäftigt sich mit der Suche nach sogenannten Kryptiden, also bislang unbekannten Tierarten, wie sie zwar vielfach in Legenden, Folklore und Augenzeugenberichten, jedoch noch nicht wissenschaftlich beschrieben wurden (Nessie, Yeti, Bigfoot, usw.).

Weitere Aufnahmen von Exemplaren von Rhinopithecus strykeri. | Copyright: FFI/BANCA

Von ähnlicher Größe soll unter anderem auch der laut Augenzeugen in den Regenwäldern Sumatras beheimatete aufrechtgehende Orang-Pendek (kleiner Waldmensch), sein. Von der möglichen Existenz des auch als "kleiner Yeti Sumatras" bezeichneten Primaten, von der auch zahlreiche Fuß- und Handabdrücken im Urwald künden (...wir berichteten, s. Links), zeigt sich auch die Organisation "Flora & Fauna International" überzeugt und unterstützt die seriöse Suche nach dem Orang-Pendek.

Zudem sorgte der Myanmar-Koordinator von "Fauna & Flora International", Frank Momberg, unter Kryptozoologen für Interesse, als er sich in einem Interview zu den aktuellen Bildern der Burmesischen Stumpfnasenaffen mit der "Huffington Post" überzeugt davon zeigte, dass es "im hohen Norden Myanamars noch eine zweite, bislang noch nicht entdeckte (und beschriebene) Primatenart gibt".

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cryptomundo.com / fauna-flora.org

Astrophysiker entdecken ungewöhnliches Himmelsobjekt

Der ungewöhnliche Pulsar SXP 1062 als helles weißes Objekt auf der rechten Seite des Bildes, umgeben von einem diffusen blauen Fleck inmitten einer zarten ringförmigen rötlichen Schale, dem Überrest der Supernova-Explosion. Auf der linken Seite sieht man das spektakuläre Sternentstehungsgebiet NGC 602. Es gehört ebenso wie der Pulsar zur Kleinen Magellanschen Wolke, einer Nachbargalaxie unserer Milchstraße. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.). | Copyright: NASA/CXC/Univ. of Potsdam/L. Oskinova et al.

Potsdam/ Deutschland - Ein internationales Forschungsteam um die Astrophysikerin Dr. Lidia Oskinova von der Universität Potsdam haben bei Beobachtungen mit den NASA-Röntgenteleskopen Chandra und XMM-Newton einen auffallend langsam rotierenden Neutronenstern entdeckt. Während seine Rotationsrate eigentlich auf ein schon hohes Alter des Pulsars verweist, widersprechen andere Eigenschaften des Objekts dieser Einschätzung. Die Forscher stehen vor einem Rätsel.

Normalerweise rotieren Neutronensterne in nur wenigen Bruchteilen von Sekunden und entsprechend schnell blinkt ihre Strahlung im Rhythmus dieser Rotation. "Das jetzt entdeckte Objekt, SXP 1062, leuchtet dagegen nur alle 18 Minuten einmal auf", erläutert die Pressemitteilung der Universität.

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"Das wäre für sich genommen noch keine Sensation, denn man geht davon aus, dass sich die Rotation im Laufe von Jahrmilliarden verlangsamt. Rätselhaft ist jedoch, dass der neu entdeckte Pulsar von einer zarten, ringförmigen Wolke umgeben ist. Hierbei handelt es sich offenbar um die Reste der Supernovaexplosion, die zur Entstehung des Neutronensterns führte, als ein Riesenstern plötzlich kollabierte. Die Explosionswolke ist aber nur einige zehntausend Jahre alt, sonst hätte sie sich schon verflüchtigt."


Nun stehen die Forscher vor der Frage, wie sich der Widerspruch zwischen dem jungen Alter der Explosionswolke und der langsamen Rotation des Pulsars erklären lässt.

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Quellen: uni-potsdam.de / grenzwissenschaft-aktuell.de
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