Sonntag, 13. Januar 2013

Begrenzte Wahrnehmung, erklärtes Sonnen-Paradoxon, verstörte Umlaufbahn, leuchtendes Schwarzes Loch, falscher Zahnverschleiß, letzte Zufluchtsorte des Lebens, verschleppter Asteroid und Knochen in der Milchstraße

Aus den Augen aus dem Sinn?
Wir sind uns unserer Umgebung auch dann bewusst, wenn wir sie gerade nicht im Blick haben. So wissen wir, auch während unsere Augen auf ein spannendes Buch gerichtet sind, dass die Tür rechts, der Bücherschrank links und das Fenster hinter uns liegen. Bislang hat sich die Hirnforschung allerdings vor allem dafür interessiert, wie Information innerhalb unseres Blickfeldes im visuellen Cortex kodiert ist. Es war daher nicht bekannt, wie das Gehirn die Umgebung außerhalb unseres Blickfeldes aus egozentrischer Perspektive, das heißt aus Sicht des Betrachters, repräsentiert. Wissenschaftler des Exzellenzclusters CIN der Universität Tübingen haben jetzt herausgefunden, wie das Gehirn die Umgebung außerhalb unseres Blickfeldes repräsentiert.

Direktlink zur Meldung:
http://www.uni-tuebingen.de/landingpage/newsfullview-landingpage/article/aus-den-augen-aus-dem-sinn.html


Saturnmond Titan liefert neue Ansätze für Rätsel um Paradoxon der schwachen jungen Sonne
Da die Sonne einst deutlich kühler war als heute, sollte eigentlich auch die Erde zur damaligen Zeit eine Eiswelt gewesen sein. Geologische Funde zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild unseres Planeten: Statt eisig kalt war es noch vergleichsweise warm genug, dass Wasser in flüssiger Form existieren und es regnen konnte. Ein neuer Blick auf den größten Saturnmond Titan legt nun eine Lösung des sogenannten Paradoxon der schwachen jungen Sonne nahe.

Direktlink zur Meldung:
http://www.newscientist.com/article/dn23043-titan-holds-clue-to-faint-young-sun-paradox.html


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Hubble belegt ungewöhnliche Umlaufbahn des Planeten Fomalhaut b 
Eine ungewöhnlich stark elliptische Umlaufbahn führt den Planeten "Fomalhaut b" zum einen bis auf 7,4 Millionen Kilometer an seinen Stern Fomalhaut heran, zum anderen entfernt sie den Planeten an seinem von seinem Stern am weitesten entfernten Punkt bis auf einen Abstand von 43,4 Millionen Kilometern. Astrophysiker sehen in dieser ungewöhnlich extremen Umlaufbahn einen Hinweis auf gewaltige Störungen in dem System um den sonnenähnlichen Stern, das zudem weitere Planeten beherbergen könnte.

Direktlink zur Meldung:
http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2013/01/


Röntgen-Weltraumteleskop NuStar bildet zwei Schwarze Löcher in Spiralgalaxie ab 
Mit dem Röntgen-Weltraumteleskop "NuStar" der NASA ist es Astronomen gelungen, die starke Röntgenabstrahlung zweier Schwarzer Löcher in der Spiralgalxie "IC 342" (Caldwell 5) abzubilden.

Direktlink zur Meldung:
http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2013-008&cid=release_2013-008


Studie stellt Aussagekraft von Zahnverschleiß zu Ernährungsgewohnheiten ausgestorbener Arten in Frage 
Der Zahnverschleiß mit Mustern winzigster Spuren auf abgenutzten Zahnoberflächen hilft Wissenschaftlern, die Ernährungsweise fossiler Säugetiere, einschließlich unserer menschlichen Vorfahren, besser zu verstehen. Mithilfe der Nanoforschung konnte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig jetzt einige der Gründe für den Zahnverschleiß aufdecken. Die Forscher fanden heraus, dass Quarz-Staub hauptverantwortlich für die Abnutzung von Zahnschmelz ist. In pflanzlichen Nahrungsstoffen enthaltene Silica-Phytolithe hingegen verursachen zwar einen Abrieb am Zahnschmelz, verschleißen dessen Oberfläche aber nur geringfügig. Den neuen Ergebnissen zufolge müssen Wissenschaftler neu überdenken, was Zahnverschleiß tatsächlich über die Ernährungsgewohnheiten von Säugetieren verraten kann. Weiterhin zeigen die Analysen, dass sich Umweltfaktoren wie Dürren und Staubstürme stark auf die Lebensdauer der Zähne auswirken. Die ostafrikanischen Homininen könnten dabei ganz besonders unter Staubstürmen und Partikeln gelitten haben, die von der Arabischen Halbinsel nach Afrika getragen wurden.

Direktlink zur Meldung:
http://www.mpg.de/6774916/Quarz_Zahnverschleiss?filter_order=L


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Letzte Zufluchtsorte des Lebens
In Milliarden von Jahren, wird sich unsere Sonne zu einem Roten Riesen aufblähen, sich bis in etwa bis zur Umlaufbahn der Venus ausdehnen und damit auch unserer Erde derart nahe kommen, dass Leben auf unserem Planeten dann nicht mehr möglich sein wird. Wissenschaftler haben untersucht, in welche Nischen sich das irdische Leben noch bis zuletzt erfolgreich zurückziehen kann.

Direktlink zur Meldung: 

http://www.astrobio.net/exclusive/5221/swansong-biospheres

NASA will einen Asteroiden auf Mondumlaufbahn schleppen 
Forscher des Keck Institute for Space Studies in Kalifornien haben bestätigt, dass die NASA Pläne in Erwägung zieht, mit Hilfe eines unbemannten Raumschiffs einen kleinen Asteroiden einzufangen und ihn auf eine Mondumlaufbahn zu schleppen, um so die Kosten für eine bemannte Erkundungsmission zu einem erdnahen Asteroiden auf lediglich, 26 Milliarden Dollar zu reduzieren. Schon 2020 könnte es soweit sein. Auf die gleiche Idee waren schon zuvor chinesische Wissenschaftler gekommen (...wir berichteten).

Direktlink zur Meldung:
http://www.newscientist.com/article/dn23039-nasa-mulls-plan-to-drag-asteroid-into-moons-orbit.html


Astronomen finden "Knochen" in der Milchstraße 
Unsere Milchstraße ist eine Spiralgalaxie mit einem zentralen Balken und zwei Hauptspiralarmen, die sich um die Scheibe winden. Da wir jedoch selbst aus der Milchstraße heraus blicken, ist es schwer, die genaue Struktur unserer Galaxie zu bestimmen. Jetzt haben Astronomen eine neue Struktur in der Milchstraße entdeckt, eine rankenartige Struktur aus Staub und Gas entdeckt, die sie als "Knochen" bezeichnen.

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http://www.cfa.harvard.edu/news/2013/pr201302.html
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