Donnerstag, 10. Januar 2013

Bislang wohlmöglich erdähnlichster Exoplanetenkandidat entdeckt


Künstlerische Darstellung des Planetenkandidaten "KOI 172.02" im Vergleich zur Erde (r.).
| Copyright: space.com / NASA Ames Research Center 


Long Beach (USA) - Astronomen haben mit dem NASA-Weltraumteleskop "Kepler" den bislang möglicherweise erdähnlichsten Planeten außerhalb unseres Sonnensystem entdeckt. Bislang gilt das Objekt - die erste sogenannte Super-Erde, die von Kepler innerhalb der lebensfreundlichen Zone um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt werden konnte - jedoch noch als Planetenkandidat. Es muss also noch durch weiterführende Beobachtungen als tatsächlicher Planet bestätigt werden.

Wie Natalie Batalha vom Ames Research Center der NASA und Christopher Burke vom SETI Institute auf dem Jahrestreffen der American Astronomical Society berichteten, handelt es sich bei "KOI 172.02" (KOI = Kepler Object of Interest) um Hinweise auf einen Felsplaneten von der 1,5-fachen Größe der Erde, einen sonnenähnlichen Stern vom Typ G innerhalb dessen habitabler Zone umkreist. Bei dieser Zone handelt es sich um jene Abstandsregion, innerhalb derer ein Planet seinen Stern umreisen muss, damit aufgrund gemäßigter Oberflächentemperaturen Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage für Leben - zumindest nach irdischem Vorbild - existieren kann.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Sollte der Planet bestätigt werden, so stimmen mittlerweile verschiedene Wissenschaftler darin überein, dass es sich wohl um den hoffnungsreichsten Kandidaten für außerirdisches Leben um einen fernen Stern handelt.

KOI 172.02 im Portrait

Find out the facts about the most Earth-like exoplanet yet found in this SPACE.com infographic.
Quelle SPACE.com: All about our solar system, outer space and exploration

Bei einer Entfernung, die in etwa Dreivierteln des Abstands zwischen Sonne und Erde entspricht, benötigt der mögliche Planet im Gegensatz zur Erde mit 365 Tagen, 242 Tage um seinen Stern einmal zu umrunden.

Da weitere Informationen zur Beschaffenheit des Planeten bislang noch ungewiss sind, könnte es sich sowohl um einen felsigen Planeten oder aber um eine reine Wasserwelt handeln. Wasser in flüssiger Form und damit Leben - auch nach irdischen Vorstellungen - wären jedoch in beiden Fällen zumindest möglich.


Teleskop bei Astroshop

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quellen: space.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE