Freitag, 18. Januar 2013

Deutschlandpremiere auf Filmfestival: "Souls of Zen" - Dokumentarfilm zu Buddhismus in Japan nach dem Tsunami


Standbild aus dem Dokumentationsfilm "Souls of Zen". | Copyright: soulsofzen.com 

Saarbrücken (Deutschland) - Auf dem renommierten Filmfestivals Max Ophüls Preis in Saarbrücken wird erstmals in Deutschland der Dokumentarfilm "Souls of Zen: Nach dem Tsunami - Buddhismus und Ahnengedenken in Japan 2011" gezeigt.

Gemeinsam mit dem Fachmann für Medienkommunikation Jakob Montrasio hat sich der Heidelberger Japanologe und Religionswissenschaftlers Tim Graf der Frage gewidmet, welche Rolle der Buddhismus im Umgang mit dem Tod wie auch im Wiederaufbau der vom Tsunami betroffenen Regionen spielt. "Vor welchen Herausforderungen stehen buddhistische Priesterinnen und Priester als Helfer im Katastrophengebiet? Wie bewältigen die Hinterbliebenen das Erlebte? Wie verarbeiten die Betroffenen ihre Trauer und Verlusterfahrungen?", so Graf.

Ursprünglich wollte der wissenschaftliche Mitarbeiter am Sonderforschungsbereichs "Ritualdynamik“ an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg lediglich als Ergänzung zu seiner Promotionsforschung die visuelle und materiale Kultur des Zen-Buddhismus im gegenwärtigen Japan filmisch erfassen, wozu er von 2010 an mit Jakob Montrasio und Produzent Michael Zimmer von der Medienkommunikationsagentur "m&r Kreativ" kooperierte. "Die Planung des Projekts war fast abgeschlossen, als inmitten unserer Vorbereitungen die Katastrophe über den Nordosten des Landes hereinbrach: das Erdbeben vom 11. März 2011, der darauffolgende Tsunami sowie die Nuklearkatastrophe in Fukushima", erklärt Tim Graf.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Auf diese Weise entstand anstelle eines 30-minütigen Buddhismus-Films ein 90 Minuten langes Zeitdokument, das sowohl den Alltag im Katastrophengebiet als auch die Vielfalt des Zen-Buddhismus in Japan zeigt. "Es war nicht einfach, beide Hauptthemen in einem Film unterzubringen: Zum einen standen wir vor der Herausforderung einer umsichtigen filmischen Auseinandersetzung mit dem Unglück. Zum anderen rückten mit dem Fokus auf die Hilfe nicht allein Zen-buddhistische Akteure in den Mittelpunkt", betont Tim Graf. Der Film erörtert, wie buddhistische Priesterinnen und Priester auf Erdbeben, Tsunami und atomaren Gau reagiert haben, wobei konsequent neue Forschungen zur Transformation des Buddhismus im gegenwärtigen Japan einbezogen werden.

Der Dokumentarfilm war bereits auf Festivals in Zürich, Warschau und Singapur zu sehen. Zudem entstehen für den Einsatz in Forschung, Lehre und Rundfunk aktuell zwei eigenständige Filme: eine Dokumentation über den Zen-Buddhismus sowie eine Sonderedition über buddhistische Reaktionen auf die Katastrophe.

- Weitere Informationen zum Film finden Sie HIER

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: uni-heidelberg.de,
soulsofzen.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE