Samstag, 19. Januar 2013

Planetenjäger Kepler: NASA-Weltraumteleskop meldet ernsthafte Probleme


Künstlerische Illustration des Weltraumteleskops Kepler im Einsatz (Illu.). | Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech
 

Moffett Field (USA) - Wissenschaftler des Ames Research Center der NASA haben in einem "Kepler Mission Manager Update " bekannt gegeben, dass das Weltraumteleskop "Kepler", mit dem die NASA seit März 2009 nach Planeten außerhalb des Sonnensystems sucht, Probleme mit einem weiteren von insgesamt vier Reaktionsrädern aufzeigt, die für die Ausrichtung des Weltraumteleskops verantwortlich sind. Da zur korrekten Ausrichtung und Nutzung des Instruments mindestens drei dieser Räder notwendig sind und eines bereits im vergangenen Sommer ausgefallen war, würde der Ausfall dieses weiteren Reaktionsrades wohl das Ende der bislang so erfolgreichen Mission bedeuten.

"Wir erhalten derzeit Daten über ein deutlich erhöhtes Drehmoment dieses Rades" so die Forscher. Aus diesem Grund werde Kepler in einen zunächst 10-tägigen "Räder-Ruhestand" versetzt, in dem auch die Aufnahme wissenschaftlicher Daten ausgesetzt werde.


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Im Ruhestand, so die Hoffnung der NASA-Ingenieure, könne sich die Schmierflüssigkeit im Innern des Rades wieder neu verteilen und mit Neustart wieder zu einer normalen Reibung des Instruments führen. Nach dem erneuten Start, werde Kepler weitere drei Tage benötigen, um wieder voll einsatzbereit zu sein. Dann werde auch in einem weiteren Update über den Erfolg oder Misserfolg der aktuellen Bemühungen berichtet.


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Sollte das Weltraumteleskop wieder funktionstüchtig reaktiviert werden können, so hoffen die Wissenschaftler noch mindestens bis 2016 weitere nach Planeten jenseits unseres Sonnensystems suchen zu können. Hauptziel auch dieser Planetensuch-Mission ist die Entdeckung erdähnlichen und damit lebensfreundlichen Welten.

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Quelle: NASA
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