Freitag, 15. Februar 2013

Russland: Meteorit explodiert über Tscheljabinsk - Hunderte verletzte und Schäden


Standbild aus einem Zeugenvideo des Meteoriten vom 15.02.2013 über Tscheljabinsk.
| Copyright/Quelle: youtube.com 

Moskau (Russland) - Nur wenige Stunden bevor ein rund 50 Meter durchmessender Asteroid die Erde noch deutlich innerhalb der Mondumlaufbahn passieren wird (...wir berichteten 1, 2), ist am heutigen Morgen - unabhängig von diesem Asteroiden - über der russischen Ural-Region Tscheljabinsk ein Meteorit in rund einem Kilometern Höhe explodiert und hat dabei Schäden verursacht und in Folge von Splittern und Trümmern hunderte Menschen verletzt.

Gegen 9:20 Uhr erschien ein gleißender Lichtschweif am Himmel, gefolgt von einer gewaltigen Explosion, einer Rauchspur, die sich über den Himmel zog und einer Schockwelle, die zahlreiche Scheiben in der ganzen Region zerspringen ließ. Alleine in einer Schule und einem benachbarten Kindergarten in der Millionenstadt Tscheljabinsk, 1500 Kilometer östlich von Moskau entfernt, wurden laut dem Online-Nachrichtenportal "lifenews.ru" mehr als 20 Kinder verletzt.

+ + + UPDATE 15.02.2013, 23.00h:
Mittlerweile wurde die Anzahl der verletzten Personen auf über 1.000 korrigiert. Das Ereignis gilt als schwerste, durch einen kosmischen Einschlag verursachte Katastrophe seit der industriellen Revolution. Wissenschaftler schätzen, dass der Meteorit bzw. Bolide bis zu vier Meter im Durchmesser maß. Fragmente sollen in einen zugefrorenen See gestützt und in der Eisdecke ein kreisrundes Loch hinterlassen haben.


Mögliches Einschlagloch von Trümmern des
Tscheljabinsk-Meteoriten. | Coypright/Quelle: Regionalpolizei Tscheljabinsk + + +

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Seither tauchen zahlreiche Videoaufnahmen des Ereignisses auf (da in Russland viele Autos mit Videokameras ausgerüstet sind, um Verkehrsunfälle und Verbrechen zu dokumentieren), die Assoziationen zur Inszenierung solcher Einschläge aus Hollywoodfilmen gleichen. Laut russischem Katastropheschutz wurden in Folge des offenkundigen Auseinanderbrechens des Meteoriten in vermutlich rund einem Kilometer Höhe mehr als 400 Menschen verletzt.

Im Folgenden haben wir einige dieser Aufnahmen zusammengetragen:



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