Dienstag, 26. Februar 2013

Statistischer Jahresrückblick auf die Kornkreise 2012

Grafische Auswertung der weltweit entdeckten Kornkreise pro Jahr (1995 - 2012). Im Hintergrund: Innenaufnahme aus einer Kornkreisformation nahe Devizes im englischen Wiltshire, im August 2012. | Copyright: A. Müller/ICCA, kornkreise-forschung.de
Saarbrücken/ Deutschland - In jedem Frühjahr veröffentlicht das "International Crop Circle Archive" (ICCA) seinen statistischen Rückblick auf das vergangene Kornkreis-Jahr. Nachdem die Anzahl der weltweit entdeckten Kornkreise seit 2004 kontinuierlich abnahm, nimmt die Anzahl der Kornkreise seit 2011 wieder verhalten zu.

"Insgesamt", so erläutert der deutsche Kornkreisforscher und Sachbuchautor Andreas Müller (kornkreise-forschung.de), "wurden im angeblichen Schicksalsjahr 2012 weltweit in insgesamt 20 Ländern rund um den Globus 131 Kornkreise dokumentiert werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das aber gerade einmal drei Kornkreise mehr als 2011 - was keinen wirklich signifikanten Unterschied macht. Besonders vor dem Hintergrund, dass diese Angaben ja nur die sozusagen offiziell bekannten und dokumentierten Kornkreise abbildet. Die Dunkelziffer der gar nicht erst entdeckten oder nicht gemeldeten und dokumentierten Kornkreise ist wie immer unbekannt." In Deutschland wurden 2012 insgesamt vier Kornkreismuster dokumentiert.


Kornkreise weltweit 1995-2012. | Copyright: A.Müller/ICCA, kornkreise-forschung.de

Gerade für 2012 hatten die eher esoterisch-geprägten Kornkreisenthusiasten mit einer deutlichen Zunahme, ja sogar einer regelrechten Kornkreis-Flut gerechnet bzw. auf eine solche gehofft. Diese blieb jedoch aus. Für Müller erneut ein Beleg dafür, dass "das, was die Menschen in die Kornkreise hineinlesen, nicht unbedingt mit dem übereinstimmt, was die Kornkreise sind. Das gilt aber für beide Lager, 'Gläubige' wie 'Skeptiker'."


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Ein "'echtes', also nicht von Menschen mechanisch herbeigeführtes" Phänomen sieht der Forscher zwar für bewiesen und nachweisbar, doch sei bislang noch völlig unbekannt "was" für dieses Phänomen verantwortlich ist. "Spekulieren darüber, ist natürlich erlaubt und kann zu sehr interessanten Ideen und Einsichten führen. So lange wir aber noch nicht wissen, was die 'echten Kornkreise' tatsächlich sind, bleibt jede Theorie subjektive Spekulation."

Für einen Abgleich der Daten mit bekannten periodisch wiederkehrenden Naturphänomenen, wie beispielsweise mit der Sonnenaktivität, liegen, so Müller, leider noch nicht genügend Daten vor. "Hierfür müssen deutlich größere Zeiträume überblickt werden. Doch hierzu fehlen bislang die statistischen Grundlagen - aber wir arbeiten daran."


Luftbild: Kornkreis bei Andechs in Bayern, entdeckt am 29. Juli 2012.
| Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

Wie viele der auch dieses Jahr vom ICCA gelisteten Kornkreise als "echte Phänomene" gelten, geht aus der statistischen Erhebung ebenfalls nicht hervor. "Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass bei Weitem nicht alle dokumentierten Kornkreise nach den gleichen Standards untersucht wurden und werden können, weshalb auch hier die Grundlage für eine diesbezügliche Auswertung dieses Verhältnisses noch fehlt."

Selbst wenn Müller mit seiner eigenen Einschätzung, dass es "mittlerweile jährlich mehr gefälschte als echte Kornkreise gibt", richtig liegt - eine Einschätzung, die nicht von allen Kornkreis-Forscher geteilt wird, schmälert dies für den Forscher nicht die Faszination am Phänomen: "Die Kornkreise selbst sind keine Glaubensfrage. Jeder kann sie sehen, begehen, untersuchen und erleben. Sie sind Teil unserer physisch realen - und somit objektiv für jeden - erfahrbaren Welt. Mittlerweile liegt eine Vielzahl selbst naturwissenschaftlicher Beweise auch für Kornkreisphänomene vor, die nicht von Menschen mechanisch herbeigeführt wurden. Somit nehmen die Kornkreise für mich eine wichtige Sonderstellung unter grenzwissenschaftlichen Phänomenen ein. Dies verstehe ich als Chance für eine Verbindung von Grenz- und Naturwissenschaften."

Seriöse Kornkreisforschung, so Müller abschließend, finde "jenseits der beliebten und gängigen Klischees von UFO-Landespuren, kleinen grünen Männchen und den Machwerken nächtlicher Lausbuben und Fälschern statt".

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Quelle: kornkreise-forschung.de
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