Montag, 11. März 2013

Auf letzte Anweisung des alten Papsts: Ausstellung des Turiner Grabtuch im Fernsehen angekündigt


Das Turiner Grabtuch im Negativ mit Vergrößerung der Gesichtspartie. | grewi.de, Quelle: Shroud.com 

Vatikan - Als eine seiner letzten Amtshandlungen hat der geschiedene Papst Benedikt XVI. (Joseph Aloisius Ratzinger) die Zurschaustellung des Turiner Grabtuchs via TV am 30. März 2013 angeordnet. Das Leinen, auf dem ein mysteriöser fotografieartiger Abdruck das Abbild eines gekreuzigten Mannes zu sehen ist, wird von den meisten Katholiken als das Grabtuch Christi angesehen und auch von der Kirche und Ratzinger selbst als Wunderbild verehrt.

Wie der Grabtuchforscher Barrie M. Schwortz auf seiner Internetseite "Shroud.com" unter Berufung auf das internationale Grabtuch-Forschungszentrum "Centro Internazionale di Sindonologia" in Turin berichtet, soll das Grabtuch im Rahmen einer Live-Übetragung aus der Turiner Kathedrale, wo das Leinen in einem gesicherten Raum aufbewahrt wird, am 30. März 2013, also dem diesjährigen Karsamstag, durch den italienischen Sender RAI Uno eine Stunde lang gezeigt werden. Erwartungsgemäß wird die Sendung auch von zahlreichen anderen TV-Stationen weltweit übertragen.


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Noch zu Kardinalszeiten hatte Ratzinger über das Grabtuch geschrieben, dass es sich um ein "wahrhaft mysteriöses Bild" handele, wie es von "keinem menschlichen Künstler geschaffen werden könne". Auch bei der letzten öffentlichen Ausstellung des Leinens im Mai 2010, verweilte der damalige Papst kniend im Gebet vor dem Grabtuch.
Während das Tuch also von den Gläubigen als eine, wenn nicht sogar die heiligste Reliquie verehrt wird, bezeichnen es Skeptiker als aufwendige Fälschung und liefern hierzu in regelmäßigen Abständen immer neue Theorien (...wir berichteten, s. Links).


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Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung war uns noch nicht bekannt, ob, wie und wo die TV-Übertragung der "elektronischen Ausstellung" des Turiner Grabtuchs auch im deutschsprachigen Raum zu sehen sein wird. Wenn uns neue Informationen dazu vorliegen, werden wir erneut berichten...

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Quellen: shroud.com, gazzettadelsud.it
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