Dienstag, 19. März 2013

Immer mehr Beweise für einstiges Wasser im Marskrater Gale


Helle Gesteinsadern durchziehen das Gestein am derzeitigen Arbeitsort des Marsrovers "Curiosity", der "Yellowknife Bay" im Gale-Krater. Eine Analyse zeigt, dass es dabei sich um Mineralien handelt, die durch die Interaktion mit Wasser entstanden sein müssen.
| Copyright: NASA/JPL-Caltech/MSSS/ASU
 

The Woodlands (USA) - Nachdem NASA-Wissenschaftler mit Hilfe des Mars-Rovers "Curiosity" erst kürzlich nachweisen konnten, dass zumindest innerhalb des Gale-Kraters einst lebensfreundliche Bedingungen vorgeherrscht hatten (...wir berichteten), liefern weitere Analysen der mobilen Laboreinheit nun weitere Beweise dafür, dass der Marskrater einst flüssiges Wasser beherbergt hatte.

Wie das Wissenschaftsteam der Mission "Mars Science Laboratory" (MSL) aktuell auf der diesjährigen "Lunar and Planetary Science Conference" berichtete, belegen auch Aufnahmen der Infrarotkamera an Bord des Rovers und weiterer Instrumente, wässrige Mineralien im Gestein rund um den derzeitigen Arbeitsplatz des Rovers am Fuße des Galekrater-Zentralbergs "Mount Sharp" (Aeolis Mons).


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Nachdem ein weiteres Instrument des Rovers Neutronen in das umliegende Gestein schießt, um dieses nach darin vorhandenem Wasserstoff zu untersuchen, kann die auf einem Teleskopstativ befestigten "Mastcam" des Rovers auch als Instrument zur Suche nach Mineralien und Molekülen genutzt werden, in dem die Helligkeit im nahen Infrarotspektrum die Anwesenheit einiger wässriger Minerale offenbaren kann.



Selbstporträt des Marsrovers an seinem derzeitigen Arbeitsort, der "Yellowknife Bay" im Marskrater Gale.
| Copyright: NASA/JPL-Caltech/MSSS


Tatsächlich wurde der Rover denn auch im Gestein des von der NASA "Yelloknife Bay" getauften derzeitigen Arbeitsplatzes von "Curiosity" fündig: "Mit der Mastcam haben wir erhöhte Signale von Hydration in den schmalen Adern im Gestein dieser Gegend gefunden", erläutert Mellissa Rice vom California Institute of Technology (Caltech). "Diese hellen Adern beinhalten gelöschte Mineralien die sich von denen im umgebenden Gestein deutlich unterscheiden."


Auch mit dem russischen DAN-Instrument (Dynamic Albedo of Neutrons) unterhalb des Rovers kann "Curiosity" sozusagen während der Fahrt den Boden direkt unterhalb nach löslichen Substanzen untersuchen. Auch dieses Instrument hat bereits in Mineralien gebundene Wassermoleküle entdeckt. "Im Vergleich zum noch sehr trockenen Landeort des Rovers sehen wir nun eine stetige Zunahme der wässrigen Mineralien bei der Fahrt zum derzeitigen Arbeitsplatz 'Yelloknife Bay'"., erläutert der wissenschaftlicher Leiter des DAN-Projekts Maxim Litvak vom Moskauer Space Research Institute. "In 'Yellowknife Bay' haben wir signifikant mehr Wasser entdeckt als auf der bisherigen Fahrtroute des Rovers."


Aufgrund früherer Entdeckungen gehen die NASA-Wissenschaftler und Kollegen davon aus, dass "Yellowknife Bay" um das Ufer eines einstiges Wasserlaufs oder eines Sees handelt.


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
NASA-Rover Curiosity bestätigt: Der frühe Mars war lebensfreundlich 13. März 2013


grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: NASA
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE