Mittwoch, 6. März 2013

Neue Beweise dafür, dass Kometen das Leben auf die Erde gebracht haben könnten

Brachten einst Kometen die Bausteine des Lebens auf die junge Erde? (Hier eine Aufnahme des Kometen Lovejoy über dem Erdhorizont am 21. Dezember 2011, aufgenommen von Bord der ISS) | Copyright: NASA 

Berkeley (USA) - In aktuellen Experimenten haben US-Forscher die Bedingungen des tiefen Weltraums simuliert und dabei erneut bestätigt, dass auch die komplexen Bausteine des Lebens auf eisigen Staubpartikel im interstellaren Raum entstanden und mit Kometen zur Erde gelangt sein könnten.

Während Wissenschaftler schon zuvor grundlegende organische Moleküle wie Aminosäuren etwa im Innern von Meteoriten entdeckt hatten, war es bislang nicht möglich, darin auch komplexe molekulare Strukturen nachzuweisen, wie sie als Voraussetzung für die irdische Biologie gelten. Auf diesem Umstand basierend, schlussfolgerten die meisten Wissenschaftler bislang, dass die wirkliche komplexe 'Chemie des Lebens' auf der Erde selbst - etwa in den Ozeanen - entstanden sein müsse.


Wie Chemiker der University of California in Berkeley und der University of Hawaii aktuell im Fachmagazin "The Astrophysical Journal" berichten, können aber auch unter den Bedingungen im tiefen Weltraum sogenannte Dipeptide entstehen. Hierbei handelt es sich um komplexe miteinander verbundene Aminosäurenpaare und damit Grundbausteine aller lebender Organismen auf der Erde.

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Die Entdeckung eröffne einmal mehr die Möglichkeit, "dass diese Moleküle einst mit Kometen oder Meteoriten auf die Erde gelangten und hier die Entstehung von Proteinen (Polypeptiden), Enzymen und noch komplexerer Moleküle wie etwa Zucker auslösten, die Grundvoraussetzung für das irdische Leben waren."


Es sei "faszinierend sich vorzustellen, dass schon die grundlegendsten biochemischen Bausteine, die zum Leben auf der Erde geführt haben, durchaus außerirdischen Ursprungs sein könnten", kommentiert der Chemiker Richard Mathies von der UC Berkeley die Ergebnisse seines Teams.

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In ihren aktuellen Versuchsreihen, simulierten die Forscher innerhalb einer Vakuum-Kammer Temperaturen von knapp oberhalb des absoluten Nullpunktes (10 Kelvin), denen ein simulierter "eisiger Schneeball" mit Kohlendioxid, Ammoniak und zahlreichen anderer Kohlenwasserstoffe wie Methan, Ethan und Propan, ausgesetzt wurde. Als die Forscher diesen mit hochenergetisch geladenen Elektronen beschossen, um so die kosmische Strahlung im freien Weltall zu simulieren, reagierten diese Chemikalien und bildeten komplexe, organische Verbindungen - vor allem besagte Aminosäuren und Dipeptide.

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Quelle: berkeley.edu

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