Samstag, 9. März 2013

Neues zum Mars-Kometen "Siding Spring"

Mars im Weg: Bisherigen Orbitaldiagramm des Kometen "C2013 A1 (Siding Spring)" am 19. Oktober 2014 (Illu.). | Copyright: NASA/JPL-Caltech 

Pasadena (USA) - Im Oktober 2014 wird der erst im Januar 2013 entdeckte Komet "C2013 A1" (Siding Spring) dem Planeten Mars ungemütlich nahe kommen. Neuste Berechnungen seiner Flugbahn gehen zwar weiterhin von einem "kosmischen Streifschuss" aus, bei dem der Komet den Roten Planeten verfehlen wird. Genau steht die Bahn des Kometen jedoch noch immer nicht fest und selbst die NASA-Astronomen können einen Einschlag nicht gänzlich ausschließen.

Laut den aktuellsten Berechnungen des "Near-Earth Object Program Office" am Jet Propulsion Laboratory der NASA wird "Siding Spring" die Marsoberfläche am 19. Oktober 2014 in einem Abstand von mindestens 300.000 Kilometern passieren
. Dennoch gebe es starke Hinweise darauf, dass der Vorbeiflug den Kometen doch noch deutlich näher an die Oberfläche herantragen wird. Möglich wäre sogar eine Passage im Abstand von nur 50.000 Kilometern. Zugleich liege aber auch noch der Mars selbst direkt im Weg der möglichen Bahn des Kometen. Derzeit sehen die NASA-Wissenschaftler die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf dem Mars bei 1:600. Zukünftige Messungen, so die derzeitige Tendenz, werden ein Zusammenstoß der Himmelskörper wahrscheinlich zusehends ausschließen.

Vom Mars aus betrachtet, wir der Komet bei seiner dichtesten Annäherung an den Planeten wahrscheinlich eine Magntiude (scheinbare Helligkeit von Himmelskörpern, wie sie von der Erde aus betrachtet am Himmel erscheinen. Je kleiner der Wert, desto heller ist das Gestirn) von Null oder sogar darüber hinaus erreichen, während er von der Erde aus wahrscheinlich mit bloßem gar nicht zu sehen sein wird.


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Seinen Ursprung hat der Komet wahrscheinlich in der Oortschen Wolke, einer Ansammlung astronomischer Objekte von der Astronomen annehmen, dass sie unser Sonnensystems umgibt - deren Existenz bislang jedoch noch nicht nachgewiesen werden konnte.


Obwohl die Größe des Kometen bislang noch nicht bekannt ist, gehen Astronomen davon aus, dass Objekte wie "C/2013 A1" für gewöhnlich nicht gerade klein sind. Ein Einschlag hätte also mit großer Sicherheit globale Auswirkungen für den Mars. Doch wie gesagt: noch können die Astronomen die genaue Position des Kometen zum Zeitpunkt seiner dichtesten Annäherung an den Mars nicht genau vorhersagen.



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Doch selbst wenn der Komet den Mars in einem sicheren Abstand passieren wird, dürfte die dann auf dem Mars aktiven Rover und Satellitensonden ein spektakuläres Himmelsschauspiel erwarten. Sollte der Komet einen Schweif und aufgrund von Ausgasungen die charakteristische schalenförmige "Koma" um den Kometenkern entwickeln, könnten die Rover und Satelliten einen der hellsten und größten je von einem irdischen Instrument aus direkter Näher beobachtbaren Kometen überhaupt werden. Doch auch hierzu sind bislang noch keine genaueren Vorhersagen möglich.




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