Montag, 22. April 2013

Verzwergte Hobits, herbstlicher Titan, freie Wisente, bedrohte Zugvögel, sterbende Riesensterne, lebensspendene Todesfiger und schnelle Blüten

Hobits auf Flores: Inselverzwergung könnte kleine Größe und geringes Hirnvolumen von Homo floresiensis erklären
Warum hatten die "Hobbit”-Menschen der indonesischen Insel Flores so kleine Gehirne? Waren diese Frühmenschen krank oder lässt sich dies allein mit ihrem Zwergenwuchs erklären? Einen neuen Beitrag zu dieser seit Jahren diskutierten Streitfrage liefert nun ein japanisches Forscherteam im Fachmagzin "Proceedings of the Royal Society B". Demnach war das Gehirn dieser vor rund 12.000 Jahren lebenden "Hobbits" doch nicht so klein wie bisher angenommen. Der urzeitliche Zwergmensch könnte daher durchaus das Ergebnis einer klassischen Inselverzwergung sein - auch wenn ein paar Fragen offen bleiben.

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http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/280/1760/20130338.short?rss=1

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http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-15957-2013-04-17.html

Saturnmond: Gewaltige Eiswolke kündigen Herbst am Südpol des Titan an
Eine gewaltige Eiswolke, die sich derzeit über dem Südpol des größten Saturnmondes Titan bildet, deuten Astrophysiker für ein Zeichen dafür, dass auf der Südhalbkugel des Mondes der Herbst einsetzt. Damit einhergehend erwarten die Wissenschaftler eine ganze kette an radikalen Veränderungen in der Atmosphäre des Titan. Wolken dieser Art die aus Eis noch unbekannter Herkunft bestehen, hingen bislang vornehmlich über der Nordpolregion, wo sie nun langsam verschwinden.

Direktlink zur Originalmeldung:

http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2013-133

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Nach dem Wolf nun das Wisent - Es gibt wieder frei lebende Wisente in Deutschland
Am 11. April 2013, kurz nach 12 Uhr war es soweit: Vertreter der "Wisent-Welt-Wittgenstein e.V." und des Bundesamts für Naturschutz legten symbolisch den bisherigen Zaun  nieder, in dem in den vergangenen drei Jahren die größten Landsäugetiere Europasauf ihre Freiheit vorbereitet worden waren. Damit gibt es jetzt erstmals wieder frei lebende Wisente in Westeuropa. Ein historisches Ereignis, denn die Tiere waren vor rund 400 Jahren in Deutschland und vor rund 100 Jahren in Europa fast vollständig ausgerottet worden. Auch heute noch zählen sie zu den bedrohten Tierarten. Weltweit gibt es nur etwa 4.000 Wisente. In den kommenden Wochen wird der Zaun um das 88 Hektar große Eingewöhnungsareal komplett abgebaut.

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http://www.wisent-welt.de/nachrichten-details/ein-grosser-tag-fuer-die-wisente-und-die-region/?cHash=b5c618b4d695fba79181b6f40c101cde


Millionen von Zugvögeln droht an Ägyptens Küsten der Tod
Ein verstörendes Bild bietet sich an der Mittelmeer-Küste Ägyptens: Reporter des Bayerischen Rundfunks haben dort auf insgesamt 700 Kilometern Länge Fangnetze dokumentiert, wie man sie sonst als Ballschutz von Sportanlagen kennt. Hier jedoch werden damit in ungeahntem Maßstab Vögel gefangen, um sie anschließend als Delikatesse auf den Märkten und in den Restaurants des Landes anzubieten.

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http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/zugvoegel/jagd/aegypten/15708.html

Sterbende Riesensterne könnten Rätsel um langandauernde Gammastrahlenblitze lösen
Für verhältnismäßig lang andauernde Gammastrahlenblitze, die Astronomen bislang vor ein Rätsel stellten glauben britische Astronomen nun eine Erklärung gefunden zu haben, in dem sie vermuten, dass die Gammablitze das Ende von superschweren Sternen markieren.

Direktlink zur Originalmeldung:

http://www2.warwick.ac.uk/newsandevents/grb

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http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Sternentod_einmal_anders1771015589069.html

"Todesfinger" waren einsta Lebensbringer
Während einzigartige hohle Einspickel, die aus dem Packeis in den Ozean wachsen, heute alles Leben im Meer, das mit ihnen in Berürhung kommt erfrieren lassen (...wir berichteten mit einzigartigem Video!) könnten ebenso wichtig für die Entstehung des Lebens gewesen sein, wie heiße Schlote (hydrothermale Quellen) am Ozeanboden.

Direktlink zur Originalquelle:

http://www.technologyreview.com/view/513436/brinicles-and-the-origin-of-life/

Pflanzen passen sich gezielt und erstaunlich schnell an ihre Bestäuber an
Pflanzen haben während der Evolution ihre Blüten verändert, um neue und passende Bestäuber anzulocken. Berner Pflanzenwissenschaftler haben nun einen Mechanismus entdeckt, wie Pflanzen dies in wenigen Generationen schaffen. Das Verständnis dieses Prozesses kann zu einem gezielten Schutz von bedrohten Arten beitragen.

Direktlink zur deutschsprachigen Originalmeldung:

http://www.kommunikation.unibe.ch/content/medien/medienmitteilungen/news/2013/bestaeubung/index_ger.html

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