Mittwoch, 3. April 2013

Kleiner Bigfoot Orang-Pendek: Wildhüter sichten Gruppe "kleiner Menschen" auf Sumatra

Archiv: Zeichnerische Darstellung des Orang-Pendek basierend auf Zeugenaussagen. | Copyright/Quelle: CFZ.org.uk

Way Kambas National Park (Indonesien) - Die Sichtung einer ganzen Gruppen von kleinen, gerade einmal etwa 50 Zentimeter großen, nackten "Pygmäen" durch mehrere Wildhüter des Way Kambas National Park auf Sumatra hat die Diskussion um die Existenz der legendären Orang-Pendek und damit der "kleinen Menschen", den angeblich kleinen indonesischen Verwandten von Bigfoot und Yeti, erneut entfacht. Aufgrund der Sichtungen durch das eigene Personal sind nun auch die Behörden auf die Situation aufmerksam geworden und zeigen sich um die Sicherheit der "kleinen Waldmenschen" besorgt. Automatische Kameras sollen die Existenz der Wesen nun endgültig beweisen.

Wie die "The Jakarta Post" berichtet, erklärten die Wildhüter gleich mehrere "Pygmäen" an verschiedenen Orten überall im Park gesichtet zu haben. Laut den Beschreibungen der Sichtungszeugen waren die "Pygmäen" nicht mehr als 50 Zentimeter groß, hatten dreadlock-artige Haare bis zu den Hüften und trugen keinerlei Kleidung.

Die Sichtungen ereigneten sich allesamt am frühen Abend des 17. März 213, erklärte ein Sprecher des Parks. Einige Sichtungen ereigneten sich demnach auch und gerade an den Grenzen zu den Nusantara Tropenfrucht-Plantagen und die Wesen wurden dabei gesehen, als sich aus den Wäldern in die Plantagen rannten. "Wenn diese Pygmäen Früchte mögen, so könnte es sein, dass sie in den Plantagen nach Nahrung suchten" so der Parksprecher Sukatmoko.

Nach der Sichtung der "kleinen Menschen" durch die Wildhüter zeigen sich nun auch die örtlichen Behörden und die Parkverwaltung besorgt um die Sicherheit der "Pygmäen" und befürchten gewalttätige Zusammenstöße mit den Plantagenarbeitern. Um diesen vorzubeugen wurden die Arbeiter nun angewiesen, bei Aufeinandertreffen den kleinen Waldmenschen nichts zu tun.


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Aufgrund der Aussagen der Zeugen, handelt es sich offenbar um eine Gruppe aus rund 15 Individuen. "Unsere Ranger beobachteten sie etwa 15 Minuten lang aus einer Entfernung von gut 35 Metern. Als sich unserer Leute der Gruppe näherten, versteckten diese sich hinter Bäumen und verschwanden - wobei sie sich sehr schnell durch den Wald und den Sumpf fortbewegten", so der Parksprecher.

Am 20. März sei die Gruppe dann erneut, jedoch für kürzere Zeit und aus größerer Entfernung gesichtet worden. Die Parkverwaltung könne nicht sicher sagen, ob diese Gruppe schon immer in den Wäldern lebe, oder ob sie von einer der benachbarten Inseln eingewandert sei.

Aufgestellte Überwachungskameras soll nun die Existenz der "kleinen Waldmenschen" im Way Kambas National Park beweisen. "Mit den Kameras können wir den Wald sogar des Nachts überwachen. Sobald die Existenz der Pygmäen bewiesen ist, werden wir auch das Forstministerium und vielleicht sogar den Präsidenten informieren", so Sukatmoko.

Der Sprecher garantierte weiter, dass die Parkverwaltung alles daransetzen werde, die Wesen zu schützen und sie in ihrem Lebensraum nicht zu stören: "Wir sind davon überzeugt, dass sie wirklich existieren. Wir sind eifrig darum bemüht, sie zu finden und hoffen sie so dann auch durch Gesetze der Regierung schützen zu können. Unsere Ranger haben sie mit eigenen Augen gesehen, bislang jedoch noch keine Aufnahmen von ihnen gemacht." Zugleich lud der Sprecher Wissenschaftler und Forscher dazu ein, sich bei der Suche und Erforschung der Gruppe behilflich zu beteiligen.

Auch der Direktor der indonesischen Umweltschutzorganisation "Walhi" in Lumpung, Mukri, erklärte, dass solche "Pygmäen" bereits in einigen Wäldern Indonesiens gesichtet worden seien - darunter in den Wäldern von Kerinci Seblat in West Sumatra, den Liang Bua-Wäldern auf Flores und Bone in South Sulawesi.

"In Kerinci Seblat sind sie als Orang-Pendek bekannt. Auf Floren als Homo floresiensis (Hobbits) und in Bone als Mitglieder des Stammes der sog. Oni", erklärt Mukri. "Am Berg Kerinci werden die Wesen derart beschrieben, dass sie nach innen verdrehte Beine haben, aber sich dennoch sehr agil durch die dichten Wälder bewegen können."

Way Kambas National Park befindet sich im Osten Lampungs und erstreckt sich über eine Fläche von 125.000 Hektar. Die Waldfläche, von der bereits 40 Prozent beschädigt wurden, ist Heimat von zahlreichen bedrohten Tierarten wie dem Sumatra-Nashorn, -Elefanten und -Tigern.



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Hintergrund: Der Orang-Pendek
Wie zahlreiche andere teilweise nur wenig erforschte Waldregionen, so kennt gerade auch die indonesische Inselwelt ihre eigenen Varianten legendenumwobener Waldmenschen: Der Orang-Pendek (dt.: Kleiner Mensch) soll ein Primat sein, der vornehmlich auf Sumatra beheimatet sein soll. Der Orang-Pendek soll sich - so Zeugenaussagen - von anderen Primaten vor allem durch seine geringere Größe sowie durch seinen aufrechten Gang unterscheiden.

Aufgrund der Ähnlichkeit des Orang-Pendek und gefundenen menschenähnlichen Fußspuren glauben einige Kryptozoologen, dass verschiedene, paläoanthrope Hominiden Vorfahren des Orang-Pendek sein könnten. Hierfür kämen der Homo erectus, dessen Überreste auf der Nachbarinsel Java entdeckt wurden, der Homo floresiensis, der auf der nahe gelegenen Insel Flores lebte, und der Paranthropus in Frage.

Deborah Martyr, eine britische Orang-Pendek-Forscherin, konnte "Fauna & Flora International" (FFI) davon überzeugen, sie bei der Suche nach dem Orang-Pendek zu unterstützen. Sie und ihr Team geben an, mittlerweile vier Individuen anhand ihrer Fußabdrücke unterscheiden zu können. Die längste Fährte, bestehend aus zwanzig Fußabdrücken, hinterließ dabei der so genannte Marathon Man. Marty stellt außerdem fest, dass, aufgrund der massiven Zerstörung seines Lebensraumes, das Überleben der Art stark gefährdet sei. Dafür spricht jedenfalls die große Abnahme von Sichtungen innerhalb der letzten fünfzig Jahre. Die Expedition förderte unzählige Fußabdrücke und Haarbüschel zutage, die keiner bekannten Art zugeordnet werden konnten (Q: wikipedia.de).

Erst 2009 sichteten Teilnehmer einer britischen Orang-Pendek-Expedition selbst ein Exemplar der kleinen Waldmenschen (...wir berichteten, s. Links). 2011 konnten die Forscher zudem Haare sowie Fuß- und Handabdrücke der Wesen sicherstellen. Auch eine Analyse der 2011 gefundenen Haarproben (...wir berichteten,
s. Links).

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