Mittwoch, 10. April 2013

Planetensucher TESS: Kepler-Nachfolger soll 2017 starten


Künstlerische Darstellung der für 2017 angesetzten TESS-Mission (Illu.).
| Copyright: mit.edu, Chet Beals/MIT Lincoln Lab
 

Washington (USA) - Während das Projekt schon einmal von Budgetkürzungen bedroht und zurückgestellt worden war, hat die US-Raumfahrtbehörde NASA nun bestätigt, dass 2017 mit dem "Transiting Exoplanet Survey Satellite" (TESS) der Nachfolger des derzeitigen Planetensuchers "Kepler" seine Arbeit aufnehmen soll. Von der TESS-Mission erwarten Wissenschaftler die Entdeckung Tausender neuer Exoplaneten, darunter vornehmlich die von erdartigen und sogar erdähnlichen Welten, die dann vom ein Jahr später startenden Hubble-Nachfolge, dem "James Webb Space Telescope", aus der Ferne genauer erkundet werden sollen.

Schon die immer noch laufende Kepler-Mission der NASA kann bislang auf mehr als 100 bestätigte ferne Planeten und bald 3.000 noch zu bestätigende Planetenkandidaten (Kepler Objects of Interest, KOI) zurückblicken.


Ebenso wie Kepler, so wird auch TESS anhand leichter Helligkeitsschwankungen im Licht ferner Sterne nach diese "Sonnen" umkreisenden Planeten Ausschau halten, die immer dann das Licht ihres Zentralgestirns leicht abdunkeln, wenn sie während eines sogenannten Transits - perspektivisch betrachtet - zwischen Beobachter (in diesem Falle Kepler und/oder TESS) der "Sonnenscheibe" ihres Stern vorbeiziehen.


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Während Kepler jedoch nur einen kleinen Himmelsausschnitt im Sternbild Leier mit "nur" etwa 150.000 Sternen nach Hinweisen auf Planetentransits absucht, wird TESS durch eine ganze Anordnung von Teleskopaugen den vollständigen Himmel nach Exoplaneten abscannen. Wissenschaftler erwarten, dass TESS sowohl Gasriesen aber auch kleinere Felsplaneten von Erdgröße entdecken wird.


Geleitet wird die TESS-Mission unter anderem von Wissenschaftlern um George Ricker am "Massachusetts Institute of Technology" (MIT). Hier hat man sich besonders die Entdeckung erdähnlicher und damit lebensfreundlicher Planeten zum Ziel gesetzt, auf deren Oberflächen aufgrund gemäßigter Temperaturen auch Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage des Lebens, wie wir es von der Erde kennen, existieren kann.



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Gemeinsam mit TESS schickt die NASA 2017 auch einen neues Röntgenteleskop ins All. Im Gegensatz zum eigenständigen Weltraumteleskop TESS wird der "Neutron Star Interior Composition Explorer" (NICER) jedoch auf der Internationalen Raumstation ISS angebracht werden. Auch NICER soll aus einer Vielzahl von Teleskopen – in diesem Falle gleich 56 an der Zahl – bestehen und mit diesen exotische Materie erkunden im Innern von extrem dichten Neutronensternen erkunden.


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Quellen: mit.edu, NASA
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