Freitag, 19. April 2013

Weltraumteleskop Kepler entdeckt bislang kleinste Exoplaneten in habitablen Zonen


Künstlerische Darstellung des erdgroßen Planeten Kepler-62f, der seinen Stern innerhalb der habitablen - also lebensfreundlichen- Zone umkreist.
| Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech
 

Washington (USA) - Mit dem Weltraumteleskop "Kepler" haben NASA-Wissenschaftler zwei neue Planetensysteme entdeckt, die beide die jeweils kleinsten bislang von dem erfolgreichen Planetensucher entdeckten Planeten beherbergen, die zudem ihre Sterne innerhalb deren sogenannter habitabler Zonen umkreisen. Innerhalb dieser Abstandregionen könnte, aufgrund gemäßigter Temperaturen, Wasser - und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens - auf der Oberfläche dieser Welten existieren.

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Das System um den 1.200 Lichtjahre von der Erde entfernten K2-Zwergstern Kepler-62 beinhaltet insgesamt fünf Planeten (Kepler-62b-f). Zwei dieser Planeten, 62e und f, sind sogenannte Super-Erden, also erdartige Planeten von der mehrfachen (1,5-10 x) Masse unsere Erde. Kepler-69 wird von nur zwei Planeten umkreist: Die Super-Erde Kepler-69c und ihrem kleinen Bruder Kepler-69d.


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Das System um Kepler-69 im grafischen Vergleich mit unserem Sonnensystem (Illu. / Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen).
| Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech

Kepler-62f ist nur 40 Prozent größer als die Erde, besteht wahrscheinlich hauptsächlich aus Felsgestein und ist damit der bislang der Erde wohl am ähnlichste Planet, der einen fernen Stern innerhalb dessen habitabler Zone umkreist. Für diese Umrundung benötigt er 267 Tage. Kepler-62e umkreist seinen Stern einmal alle 122 Tage am inneren Rand der lebensfreundlichen "grünen Zone" und ist etwa 60 Prozent größer als die Erde.

Ein weiterer Planet, Kepler-69c, ist 70 Prozent größer als die Erde und umkreist seinen sonnenähnlichen Stern im Sternbild Schwan (Cygnus), 2.700 Lichtjahre von der Erde entfernt, ebenfalls innerhalb dessen habitabler Zone. Bislang sind sich die NASA-Astronomen jedoch noch uneins über die Zusammensetzung dieses Planeten. Allerdings umkreist er seinen Stern einmal in 242 Tagen und gleicht auch von daher in etwa unserer Venus.



Das System um Kepler-62 im grafischen Vergleich mit unserem Sonnensystem (Illu. / Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen).
| Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech

Auch die Frage, ob es auf den neu entdeckten Planeten Leben geben könnte, können die Wissenschaftler noch nicht beantworten. Sie sehen aber in der Tatsache ihrer Entdeckung alleine schon einen wichtigen Schritt auf dem Weg hin zur eindeutigen Entdeckung und Bestätigung der Existenz einer "zweiten Erde."

"Die Entdeckung dieser felsigen Planeten innerhalb habitabler Zonen bringt uns der Entdeckung eines tatsächlich erdähnlichen Planeten ein gutes Stück näher", zeigt sich denn auch John Grunsfeld vom Science Mission Directorate am Hauptquartier der NASA von der Entdeckung fasziniert. "Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bevor wir ganz genau wissen, ob die Milchstraße Heimat vieler Planeten wie die Erde ist - oder ob wir eine wirkliche Seltenheit darstellen."

Das Weltraumteleskop Kepler fahndet nach Exoplaneten, in dem es nach minimalen Helligkeitsschwankungen im Licht von mehr als 150.000 fernen Sternen in den Konstellationen Cygnus (Schwan) und Lyra (Leier) Ausschau hält. Stellen diese sich in regelmäßigen Abständen immer wieder ein, so handelt es sich um den Transit, also den Vorbeizug eines Planeten zwischen seinem Stern und dem Weltraumteleskop. Insgesamt werden mindestens drei solcher Transits benötigt, um die Existenz eines Planeten bestätigen zu können.


 


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