Samstag, 4. Mai 2013

Airbus-Crew meldete Beinahe-Kollision mit einem UFO


Luftansicht des Flughafens Glasgow. | Copyright: Jim Smillie, CC-BY-SA-2.0, via Wikimedia Commons


Glasgow (Schottland) - Wie erst jetzt bekannt wurde, entging am 2. Dezember 2012 ein Airbus 320 mit 220 Personen an Bord etwa 20 Kilometer vom internationalen Flughafen Glasgow nur knapp einer möglichen Katastrophe. Auf einer Flughöhe von etwa 1000 Meter und bei guten Wetterverhältnissen entdeckten die Piloten beim Landeanflug auf den Flughafen plötzlich in nur 90 Metern Entfernung ein unbekanntes Flugobjekt auf direktem Kollisionskurs.


Aus dem nun von britischen Tageszeitungen veröffentlichten Bordbericht geht hervor, dass "das Objekt geradewegs unter dem Flugzeug durchflog, bevor die Crew es richtig registrierte und Gelegenheit hatte, ein Ausweichmanöver einzuleiten."


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Laut dem Abschlussbericht der für die Flugsicherheit zuständige Behörde "UK Airprox Board" (UKAB) waren sich die Piloten einig, dass das Objekt eine bläuliche, gelb/silberne Färbung hatte und "recht groß" erschien. Die Chance einer Kollision wurde von den Piloten dabei als "sehr hoch" eingeschätzt.

Die Kommunikation zwischen Piloten und Tower im Original-Transkript:
Plane: "Glasgow Approach [A320 C/S]"

Tower: "[A320 C/S] pass your message"


Plane: "Er yeah we just had something pass underneath us quite close [1255:30] and nothing on TCAS have you got anything on in our area"


Tower: "Er negative er we’ve got nothing on er radar and we’re n- not talking to any traffic either"


Plane: "Er not quite sure what it was but it definitely er quite large [1255:40] and it’s blue and yellow"


Tower: "OK that’s understood er do you have a an estimate for the height"


Plane: "Maybe er [1255:50] yeah we were probably about erm four hundred to five hundred feet above it so it’s probably about three and a half thousand feet."


...nach der Landung:


Plane: ". . . we seemed to only miss it by a couple of hundred feet it went directly beneath us . . . wherever we were when we called it in it was within about ten seconds . . . couldn’t tell what direction it was going but it went right underneath us"


Tower: "Do you suspect it might have been a glider or something like that"


Plane: "Well maybe a microlight . . . it just looked too big for a balloon."


Diagramm der Flugsituation basierend auf den Piloten-Angaben.
| Copyright/Quelle: UKAB


Zur fraglichen Zeit hatten jedoch die Radarlotsen kein Objekt auf den Bildschirmen, das die Sichtung der Piloten erklären könnte. In ihrem Bericht schließen die Luftfahrtexperten allerdings eine Reihe von zunächst möglichen Erklärungen aus: “In Anbetracht der Tatsache, dass es keinen Radarkontakt gab, ist es unwahrscheinlich, dass das Fluggerät ein Starr- bzw. Drehflügel-Leichtflugzeug oder ein Ballon mit Passagieren war.“ Auch ein meteorologischer Ballon könnte aufgrund des fehlenden Radarsignals und der geringen Wahrscheinlichkeit, dass sich ein solcher Ballon in unmittelbarer Umgebung zum Flughafen gestartet wurde, auch ausgeschlossen werden. Ebenfalls für unwahrscheinlich halten die Experten einen Drachenflieger. Hierzu fehle vor Ort die notwendige Thermik und auch hier spreche das fehlende Radarsignal gegen eine solche Erklärung. Alles in allem müsse der Fall somit als ungelöst eingestuft werden.


Wenige Tage nach Bekanntwerden des Vorfalls durch de britischen Medien kontaktierte James Orsmond aus dem nahe gelegenen Baillieston die Zeitung "Daily Record" und erklärte, dass möglicherweise ein ferngesteuerter Heliumballon in Form eines Haifisches den Vorfall erklären könne.



Ferngesteuerter sogenannter "Air Swimmer" in Haiform.
| Copyright: William Mark Corporation


Dieser sei seinem Sohn Billy zum Zeitpunkt des Vorfalls unkontrolliert davon geflogen. "Als ich hörte, dass das Objekt blau, gelb und silbrig gewesen sein soll, da dachte ich mir 'oh nein' - denn genau das sind die Farben dieses Ballon-Hais." Tatsächlich wäre es nicht das erste Mal, dass ein solcher "fliegender Hai" für einen falschen UFO-Alarm gesorgt hatte. Schon am 22. Mai 2012 wunderte sich eine junge Hobbyfilmerin über ein entsprechendes "UFO" am Himmel über Penfield im US-Bundesstaat Ohio (s. Video).


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

Darüber, was die Piloten zu diesem rund zwei Meter langen, haiförmigen Erklärungsansatz für ihre Sichtung sagen, liegen uns zurzeit noch keine Informationen vor.


Das Thema UFOs und Flugsicherheit ist jedoch nicht neu. Schon vor etwa 13 Jahren veröffentlichte der ehemalige NASA Mitarbeiter Richard Haines, einen Bericht mit dem Titel "Flugsicherheit in Amerika: Ein bisher vernachlässigter Faktor", der auf 56 Fallstudien von beinahe Zusammenstößen mit unbekannten Flugobjekten basiert.


Auch das chilenische Komitee zur Untersuchung von anomalen Luftphänomenen (CEFAA) weiß von Fällen mit Beinahe-UFO-Kollisionen zu berichten. So musste am 1. Juni 1988 der Pilot einer Boeing 737 den Landeanflug auf den Flughafen El Tepual in Puerto Montt abbrechen, da seine Flugbahn von einem UFO gekreuzt wurde. Nur durch ein sofortiges Ausweichmanöver konnte damals offenbar Schlimmeres verhindert werden.



Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

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Quellen: exopolitik.org, dailyrecord.co.uk, dailymail.co.uk, thesun.co.uk, openminds.tv
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