Dienstag, 28. Mai 2013

Champions-League-Finale: Schwarmintelligenz sagte Bayern-Sieg korrekt voraus


Symbolbild: Champions-League-Finale 2013 (Illu.).
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Berlin (Deutschland) - Der Sieg Bayern Münchens über Borussia Dortmund im Champions-League-Finale 2013 am vergangenen Wochenende wurde genau vorhergesagt. Allerdings nicht durch Horoskope, von Hellsehern oder Kartenlegern - sondern durch die vorherigen Erwartungen und damit von der Schwarmintelligenz der bundesdeutschen Öffentlichkeit.

Wie Peter Jarnebrant und Kristian Ove R. Myrseth von der European School of Management and Technology (ESMT) berichten, hatten sie in einer Onlinestudie mehr als 500 Personen in Deutschland zu ihren Erwartungen zum Spielausgang des Londoner Finales befragt. Die Teilnehmer der Umfrage gaben demnach sowohl ihre Vermutungen zur Tordifferenz als auch zu den insgesamt zu erwartenden Toren an.

Laut der ESMT-Pressemitteilung zeigte der Median (Mittelwert) der Tordifferenz 0,3 Punkte zugunsten von Bayern München an. Zudem wurde ein Median der Gesamttorbilanz von 3,5 Punkten erreicht: "Dieser Wert korrespondiert mit dem 2:1-Gewinn der bayerischen Mannschaft, mit einer Tordifferenz von einem Punkt zugunsten Bayern München und insgesamt drei im Spiel erreichten Toren."


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Die Loyalität der Befragten war gleichmäßig geteilt, 28 Prozent waren Bayern-Fans und 32 Prozent Borussia-Fans, während 40 Prozent der Studienteilnehmer keinen Favoriten hatten. "Wie zu erwarten neigten die Fans in ihren Voraussagen zu einem Sieg ihres präferierten Fußballvereins. Mit einem Median von 0,7 bei der erwarteten Tordifferenz zugunsten von Bayern München und einer vermuteten Gesamttorbilanz von 3,7 Punkten unterschieden sich die bayerischen Anhänger deutlich von den Borussia Dortmund-Fans. Letztere hatten bei der Tordifferenz einen Median von 0 Punkten sowie 3,4 Punkte in der Gesamttorbilanz vorhergesagt."


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Die akkuraten Vorhersagen stimmen mit früheren Forschungsergebnissen zur sogenannten "Schwarmintelligenz" überein. "Durch die Aggregierung individueller Erwartungen können hierbei demnach Messfehler und 'Ausreißer' neutralisiert werden, um eine bestmögliche Voraussage einer Gruppe zu erreichen. Ähnliche Methoden werden beispielsweise verwendet, um verlässliche Aussagen zu Wahlergebnissen zu erreichen", so die Forscher abschließend. Die Studie ist Teil eines größeren Forschungsprojektes, das sich mit Überzeugungen im Angesicht von Unsicherheiten beschäftigt.


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Quelle: esmt.org
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