Montag, 13. Mai 2013

Wissenschaftliche Fachpublikation von Oxford-Lausanne-Studie zu Bigfoot- und Yeti-DNA und begleitende BBC-Dokumentation erscheint voraussichtlich noch in diesem Jahr


Archiv: Standbild aus Filmaufnahmen aus dem Jahr 1967, der vielen Bigfoot-Experten als bislang bester Bildbeweis für die Existenz der nordamerikanischen legendären "Waldmenschen" gilt.
| Copyright: Patterson u. Gimlin 


Oxford (England) - Erst im Februar hatte die US-Genetikerin Dr. Melba Ketchum versucht, mit eine DNA-Analyse angeblicher Gewebeproben der sagenhaften nordamerikanischen Waldmenschen die Wissenschaftsgemeinde von der Existenz der als Bigfoot oder Sasquatch bekannten Wesen zu überzeugen und ist, wenn vielleicht auch nicht an den angewandten Untersuchungsmethoden, dann schlussendlich jedoch an gravierenden methodischen Mängeln im Umgang mit der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse, zumindest bislang kläglich gescheitert (...wir berichteten, s. Links). Etwa zeitgleich mit Ketchum haben jedoch auch zwei naturwissenschaftliche Schwergewichte, der Direktor des Naturkundemuseums Lausanne, Dr. Michel Sartori, und der Oxford-Humangenetiker Dr. Bryan Sykes mit ihrem "Oxford-Lausanne Collateral Hominid Project" eine umfangreiche genetische Analyse von Gewebeproben angekündigt, die möglicherweise von Schnee- und Waldmenschen aus allen Teilen der Welt stammen sollen. Am Wochenende wurde nun bekannt, dass die Publikation dieser Studie in einer angesehenen naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift sowie eine begleitende Dokumentation der BBC für den kommenden Herbst geplant ist.

Wie Rhettman A. Mullis, der Teil des internationalen akademischen Teams hinter Skyes und Sartori ist, zu dem auch die Primatenforscherin Dr. Anna Nekaris, der russische Kryptozoologe Dr. Igor Burtsev, sowie zahlreiche weitere Wissenschaftler und Bigfootforscher gehören, auf der Facebook-Seite des Bigfootology-Projects berichtet, liege die Verzögerung des ursprünglichen zeitlichen Ablaufs der Studie (deren Veröffentlichung zunächst schon für Ende 2012 angedacht war) hauptsächlich an dem unerwartet umfangreichen Zuspruch und der umfangreichen Eingabe angeblicher Proben von Bigfoot, Yeti & Co.


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"Vor diesem Hintergrund ist es mir nun eine besondere Freude erklären zu können, dass die Annahme der Proben und damit die erste Phase des Projekts nun abgeschlossen sind. (...) Wie gehen nun davon aus, dass nach der Durchführung der DNA-Analysen die begleitende TV-Dokumentation (BBC, Channel 4) schon im kommenden Herbst veröffentlicht werden wird und Bryan (Sykes) erwartet die damit einhergehende Publikation der Studie ebenfalls Ende Oktober oder im November. Bislang ist jedoch von alledem noch nichts in Stein gemeißelt und Einzelheiten können sich noch verschieben, da so viele Personen am Projekt beteiligt sind. (...)"

 
Dr. Bryan Sykes (r.) gemeinsam mit Rhettman A. Mullis und Lori Simmons. | Copyright: bigfootology.com

Schon jetzt verweist Mullis darauf, dass jegliche Hoffnung auf sonstige Vorabinformationen (Anm.d.GreWi.Red.: wie sie zur Ketchum-Studie immer wieder noch vor der Erstveröffentlichung an die Öffentlichkeit gelangt waren) umsonst seien, da diese dem standardisierten Ablauf und Methodik von Fachpublikationen widerspreche, zumal eine Vielzahl von Analysen noch gar nicht abgeschlossen. Zudem verhindere die angewandte Methodik, dass die beteiligten Laborwissenschaftler wissen, an welchen Proben oder Kontrollproben sie konkret arbeiten und auch die Studienautoren die finalen Ergebnisse noch nicht vorliegen haben.


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Wenn dann die Ergebnisse des "Oxford-Lausanne Collateral Hominid Project" vorliegen, dürfte es im Falle, dass die Wissenschaftler die Existenz der kryptischen Wesen tatsächlich genetischen beweisen können sollten, auch interessant sein, diese Ergebnisse mit denen der Ketchum-Studie zu vergleichen. In dieser schlussfolgerte die Genetikerin, dass der nordamerikanische Sasquatch eine Hybridspezies und damit das Ergebnis der Kreuzung zwischen männlichen Exemplaren einer unbekannten Art und weiblichen Homo sapiens ist.

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