Samstag, 15. Juni 2013

Erster Mensch im All: Geheime Dokumente lüften Rätsel um Gagarins Tod


Der Held der Sowjetunion und erster Mensch im All: Juri Alexejewitsch Gagarin.
| Copyright: Public Domain


Moskau (Russland) - Seit der erste Mensch im All, der Sowjetrusse Juri Gagarin, im März 1968 bei einem Flugzeugabsturz ums leben kam, ranken sich um diesen Vorfall zahlreiche Theorien. War es doch nicht zuletzt die Feststellung, dass die Maschine des Helden der Sowjetunion mit einem "fremden Objekt" zusammengestoßen und infolgedessen abgestürzt war, die zu zahlreichen Spekulationen über eine Kollision mit einem UFO und/oder Verschwörungstheorien geführt hatte. Nun offenbart eine weitere russische Weltraumlegende, Alexei Leonow - und damit der erste Mensch, der sein Raumschiff im Erdorbit verließ - neu freigegebene Dokumente und eine Computerrekonstruktion anhand dieser Daten, die das Mysterium um Gagarin Tod erklären sollen.

Leonow ist schon seit 20 Jahren darum bemüht, die wahren Umstände des Absturzes seines Freundes Gagarin herauszufinden und zu veröffentlichen. Die langjährige Behauptung, Gagarin sei, gemeinsam mit seinem Kopiloten Wladimir Serjogin, mit seiner MiG-15UTI mit Gänsen oder einem Heißluftballon zusammengestoßen und habe dadurch die Kontrolle über die Maschine verloren, habe er nie akzeptieren können, so die Weltraumlegende gegenüber dem russischen-englischen Nachrichtenportal "RT".


Leonow bei seinem ersten Weltraumspaziergang

"Diese Schlussfolgerung", so Leonow, "mag vielleicht für Laien einleuchtend geklungen haben, für mich als Profi, war sie es nie. (...) Tatsächlich lief alles ganz anders ab."


Laut dem von Leonow nun präsentierten und eins als geheim klassifizierten Bericht, war Gagarins MiG bei besagtem tragischen Trainingsflug einem unautorisiert gestarteten Kampfjet vom Typ SU-15 zu nahe gekommen. "Dieser (heute noch lebende aber nicht kenntlich gemachte) Pilot hatte sich nicht an die Regeln gehalten. Ich weiß das, weil ich an diesem Tag selbst Ohrenzeuge des Unfalls geworden war."



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Bei der auf den Absturz folgenden Suche nach Gagarin und Serjogin fanden die Suchtrupps zunächst nur Serjogins Leiche, sowie Gagarin Kartenmappe und Geldbörse, weswegen man damals noch hoffte, er hätte sich mit dem Schleudersitz retten können. Statt Gagarin fanden die Suchmannschaften danach nur noch die Reste eines Ballons. Der Held der Sowjetunion wurde erst einen Tag später tot und nahezu unkenntlich verletzt gefunden. Der Abschlussbericht, dem Leonow zwar zugearbeitet hatte, habe jedoch nur so von Fehlern verdrehten Fakten und Falscheinschätzungen gewimmelt.


"Eine Überprüfung der Angaben zeigte mir dann aber, dass die beiden Jets viel näher beieinander waren, als der Bericht dies schlussfolgerte", so Leonow.



Leonow gemeinsam mit der ersten Frau im All, Tereshkova. Noch heute betrauert sie Gagarin Tod, zeigte sich einer Konferenz in Wien angesichts Leonows auf Enthüllungen nun jedoch ebenfalls zufrieden darüber, dass nun die Wahrheit an Licht gekommen sei.
| Copyright: NASA


Mit Hilfe moderner Computersimulationen war Leonow gemeinsam mit Experten nun in der Lage, die damaligen Vorgänge anhand der Daten zu rekonstruieren: "Ein Jet kann - wie Gagarins Maschine - in eine Abwärtsspirale geraten, wenn ein anderer Jet ihn zu nah überfliegt und mit seinem Rückstoß regelrecht umhaut. Und genau das ist mit Gagarin passiert. Dieses Szenario ist das einzige, das mit allen Parametern übereinstimmt", zitiert "RT".


Die Bedingungen dafür, dass Leonow nun die Wahrheit ans Licht bringen durfte sei jedoch die, dass die Identität des ebenfalls am Unfall beteiligten SU-15-Piloten weiterhin geheim bleibe: "Ich habe versprochen, dass ich seinen Namen nicht nennen werde", so Leonow. "Er ist heute 80 Jahre und in schlechter gesundheitlicher Verfassung."



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Allerdings: Schon 2008 erklärte der Luftfahrtingenieur Igor Kuznetsov gegenüber der russischen Zeitschrift "Komsomolskaya Pravda", dass die Kabine des Jets, mit dem der "Held de Sowjetunion" bei dem Testflug am 27. März 1968 gemeinsam mit seinem Copiloten Wladimir Serjogin abgestürzt war, nicht korrekt hermetisch geschlossen gewesen sei. Aus diesem Grund seien die Piloten zu einer Notlandung gezwungen gewesen. Durch den enormen Höhenunterschied von 2000 Metern, den die Maschine dabei in kürzester Zeit zurücklegte, hätten Gagarin und Serjogin das Bewusstsein und somit die Kontrolle über die Maschine verloren (...wir berichteten).


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