Sonntag, 30. Juni 2013

Hollywood-Kostüm-Experte ist überzeugt: "Wesen in historischem Bigfoot-Film ist kein Mensch im Kostüm!"

Archiv: Standbild aus Filmaufnahmen aus dem Jahr 1967, der vielen Bigfoot-Experten als bislang bester Bildbeweis für die Existenz der nordamerikanischen legendären "Waldmenschen" gilt. | Copyright: Patterson u. Gimlin

Fort Worth (USA) - Auf der diesjährigen "Texas Bigfoot Conference" im vergangenen März (2013) stellte der professionelle Masken- und Kostümbildner Bill Munns die Ergebnisse seiner bislang fünfjährigen Untersuchungen und Analyse eines Films von 1967 vor, der seither von den meisten Bigfoot-Forschern als Beweis für die Existenz der aufrechtgehenden nordamerikanischen Großprimaten Bigfoot bzw. Sasquatch gefeiert, von Kritikern und Skeptikern jedoch als Schwindel und kurz als "Mann im Affenkostüm" abgestempelt wird. Als Schlussfolgerungen seiner Detailanalyse kommt der Experte zu der Überzeugung, dass der Film ein echtes Lebewesen zeigt.

Bill Munns bei der Arbeit. | Copyright/Quelle: billmunnscreaturegallery.com

Seit 35 Jahren arbeitet Munns als professioneller Maskenbildner und Kostümdesigner für Film und Fernsehen und hat unter anderem Kostüme und Masken für Kinofilme und TV-Serien wie Wes Cravens "Swamp Thing" von 1982, "Return of the Living Dead", "Beastmater" und die "New Munsters" gefertigt und und war in den 1970er Jahren der Direktor der ersten Fachschule für Film-Maskenbilder. In dieser Position bringt Munns damit ein bislang nicht auf den Patterson-Gimlin-Filmanalyse angewandtes Expertenwissen in die kontroverse Diskussion um den Film ein. "Mein Hintergrundwissen ermöglicht es mir, beim Anblick des Wesens im Film, wichtige Details zu erkennen, die andere Beobachter nicht als von Bedeutung erkennen würden", so Munns auf die Frage, warum gerade er glaubt, nach nunmehr bald 45 Jahren der Erforschung und Analyse des Films durch die unterschiedlichen Seiten, etwas Neues und Wichtiges den bisherigen Diskussionen und Analysen hinzufügen zu können.

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Um die Behauptungen zu überprüfen, es könne sich bei "Patty" - so der Spitzname, der dem Wesen im Film von Forscher wie Skeptiker in Anlehnung an den Kameramann Roger Patterson verliehen haben - lediglich um einen Menschen in einem mehr oder weniger aufwendigen Kostüm handeln, hat Munns keine Kosten und Mühen gescheut, selbst anhand des damaligen Standes der Methoden, Technologien und existierenden Materialien ein entsprechendes Kostüm Schritt für Schritt anzufertigen, um so zu überprüfen, mit welchen Problemen man selbst angesichts ausgefeilter Expertenkenntnis über die Herstellung hochqualitativer derartiger Kostüme zur damaligen Zeit (1967+/-) konfrontiert wird und in wieweit, die biologischen und anatomischen Eigenschaften des Wesens im Film die Behauptung, es handele sich um ein Kostüm, stützen oder widerlegen.

Da keiner besser als Bill Munns selbst die einzelnen Schritte und Schlussfolgerungen erklären kann, überlassen wir es auch im Folgenden ihm persönlich, seine Arbeit und Ergebnisse im englischen Original zu präsentieren.



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Insgesamt arbeitet der Experte zehn Merkmale heraus, anhand derer sich bis heute ein Kostüm vom biologisch-anatomischen Verhalten eines echten Lebewesen unterscheiden würde und erläutert, wie und warum ausnahmslos alle diese Punkte der Behauptung widersprechen, Patty sei besagter "Mann im Affenkostüm". Stattdessen, so Munns, sei auf dem Film ein lebendes Wesen zu sehen und einmal mehr die Existenz großer aufrechtgehender, möglicherweise menschenartiger Primaten zumindest in den Wäldern Nordamerikas bewiesen.


Schon zuvor hatten sich immer wieder Anthropologen, Wildtierexperten und Anatomen anhand der Details von Pattys Bewegungen gegen die Vorstellung ausgesprochen, dass hier ein Mann in einem Affenkostüm zu sehen sei (...wir berichteten).


MK Davis adjusted Patty
Stabilisierte Filmsequenz aus dem Patterson-Gimlin-Film | Quelle: anomalymagazine.com

Trotz aller Diskussionen darüber, was auf den Aufnahmen von Gimlin und Patterson zu sehen ist, ist es bislang trotz zahlreicher Versuche (etwa durch ein Team der BBC u.a.) noch nie gelungen, die Qualität der Aufnahmen und anatomischen Details mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln überzeugend zu reproduzieren. Die neuen Analysen dürften eine solche Aufgabe nicht gerade einfacher gestalten. Auch wurde noch nie das vermeintliche Original-Kostüm vorgelegt. Zudem und trotz immer wieder kolportierter gegenteiliger Behauptungen, schwor Roger Patterson bis zu seinem Tode im Jahre 1972 immer wieder, dass die Aufnahmen des Filmes authentisch und nicht gestellt seien. Auch Bob Gimlin widerspricht bis heute den Behauptungen von Skeptikern, dass er und Patterson den Film absichtlich gestellt hätten und auf den Aufnahmen lediglich "ein Mann im Affenkostüm" zu sehen sei.


- Die Internetseite von Bill Munns mit zahlreichen Informationen über seine Arbeit und Karriere finden Sie HIER


- Eine (wenn auch nicht mehr ganz aktuelle...) Web-Version Munns' Analysen zm Patterson-Gimlin-Film finden Sie HIER

- Weitere Hintergrundinformationen zum Patterson-Gimlin-Film - auch zur Kostüm-Kontroverse - finden Sie HIER


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Wissenschaftliche Fachpublikation von Oxford-Lausanne-Studie zu Bigfoot- und Yeti-DNA und begleitende BBC-Dokumentation erscheint voraussichtlich noch in diesem Jahr 13. Mai 2013

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