Dienstag, 11. Juni 2013

Riemenfisch: Tauchroboter filmt erneut "Seeschlange" im Golf von Mexiko


Standbild aus dem Video von 2011. Das vollständige Video finden Sie HIER.
| Copyright: serpentproject.com


Baton Rouge (USA) - Erneut ist es Wissenschaftlern mit Tauchrobotern im Golf von Mexiko gelungen, einen Riemenfisch in seiner natürlichen Umgebung zu filmen. Mit einer Körperlänge von bis zu 17 Metern gelten Riemenfische, die tot an der Meeresoberfläche treibend oder gestrandet gesichtet und gefunden wurden, als Vorbild so mancher Erzählung über große Seeschlagen und Meeresungeheuer.

Wie die Forscher um Professor Mark Benfield von der Louisiana State University im Rahmen des "SERPENT"-Projekts (serpentproject.com) am National Oceanography Centre (NOC) aktuell in der Fachzeitschrift "Journal of Fish Biology" (
DOI: 10.1111/jfb.12144) berichten, stellen die neusten Aufnahmen, die bereits am 15. August 2011 entstanden, mit 493 Metern den bisherigen Tiefenrekord von bislang fünf vergleichbaren seltenen Videobeweisen für die Aktivität der Tiere dar. Zwar wurde schon 2007 ein ähnliches Wesen in 765 Metern Tiefe vor der westafrikanischen Küste gefilmt, doch ist bis heute nicht eindeutig, ob auch dieses Tier tatsächlich ein Riemenfisch war. Zudem zeigen die neuen Aufnahmen den Fisch nun in bislang nicht bekannter Klarheit in seiner natürlichen Umgebung (s. Video u. Standbild o.).

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Riemenfische (Regalecus glesne) gehören mit vermutlich bis zu 17 Metern Länge zu den längsten Knochenfischen weltweit und gelten als Vorlage vieler Berichte und Legenden von Seeschlangen und Meeresungeheuern.



Historische Zeichnung eines Riemenfisches, der 1860 an einem Bermudastrand strandete und als "Seeschlange" bezeichnet wurde; aus: "Harper's Weekly".
| Copyright: Public Domain


Die Forscher, die für ihr Projekt Inspektions-Tauchroboter von Ölplattformen verwenden dürfen, dachten zunächst, es handele sich um eine Röhre, die von Arbeitern herabgelassen wurde: "Dann zoomten wir jedoch etwas näher heran und bemerkten, dass es ein Fisch war", erinnert sich Benfield. "Als wir ihm folgten, zog sich der Riemenfisch langsam in einer vertikalen Haltung zurück. Unser Team folgte dem Fisch etwa fünf Minuten lang, bis wir unseren Tauchgang fortsetzten. Von besonderem Interesse war für uns die Art und Weise, wie sich der Riemenfisch durch die wellenförmige Bewegung seiner Rückenflosse gezielt und vergleichsweise schnell fortbewegte." Erste Vermutungen der Forscher schätzen die Größe des 2011 gefilmten Riemenfischs auf etwa 5,1 bis 6,8 Meter.


Für einige Wissenschaftler und Forscher ist der bis wohl bis in Tiefen von etwa zwei Kilometer vorkommende Riemenfisch ein Beleg dafür, dass die Tiefsee noch viele und auch große und komplexe Lebewesen offenbaren könnte.


Frühere SERPENT-Aufnahme eines Riemenfischs


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

- Weitere Riemenfisch-Aufnahmen durch SERPENT finden Sie HIER


Zusammenstellung andere Aufnahmen gestrandeter oder gefangener Riemenfische




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