Freitag, 26. Juli 2013

Indische Astronomen erklären Himalaya-UFOs waren Venus und Jupiter

Auf dieser Karte werden die lokale Situation vor dem Hintergrund der beobachteten Lichtphänomene (s. Foto, aufgenommen von der indischen Grenzpolizei "ITBP"), sowie mit dem markierten Ort der Sichtung durch zahlreiche Wissenschaftler im Jahre 2004. | Copyright/Quelle: indiatoday.intoday.in

New Delhi (Indien) - Unmittelbar auf unsere gestrige Meldung über das Verneinen von Drohnenaktivitäten über dem indisch-tibetischen Grenzgebiet Ladakh durch die chinesische Volksbefreiungsarmee als Erklärung für hunderte von UFO-Meldungen durch Zivilisten und Soldaten der indischen Grenzpolizei "ITBP", erreichte uns die Meldung der indischen Tageszeitung "The Telegraph India", laut der Astronomen die gesichteten Leuchterscheinungen als die Planeten Venus und Jupiter identifiziert haben wollen. Dennoch bleiben einige Fragen rund um die Sichtungen offen...

Wie die Zeitung (telegraphindia.com) berichtet, handele es sich laut den Astronomen tatsächlich nicht um chinesische Drohnen sondern um eine Verwechselung mit den beiden Planeten. Laut Informationsquellen des indischen "Telegraph" sollen Militärpersonal bis Februar 2013 329 Sichtungen der unbekannten Leuchtobjekte über dem Grenzsee Pangong Tso dokumentiert haben. 155 davon hätten die Grenzlinie zwischen den beiden Ländern überflogen.

"Unsere Aufgabe war es herauszufinden, ob es sich hierbei um irdische oder astronomische Objekte handelt", zitiert die Zeitung den Astronomen Tushar Prabhu vom Indian Institute of Astrophysics (IIAP) in Hanle.


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Aus den Unterlagen der Beobachtungsposten gehe eine jeweilige zeitliche Verzögerung im Erscheinen eines der regelmäßig gesichteten Objekte von etwa vier Minuten hervor. Zugleich sei dieses Objekt von den Soldaten als das hellste am Nachthimmel beschrieben wurden und habe sich stets einhergehend mit den anderen Sternen bewegt. Auf anraten der Astronomen verwendeten die Soldaten danach Theodoliten, um den Horizontwinkel und die vertikale Höhe der Objekte zu bestimmen. Diese Messungen vom 17. bis zum 22. Februar 2013 bestärken die IIAP-Astronomen nun in ihrer Erklärung der besagten Lichter als die Planeten Jupiter und Venus.

Tatsächlich könne die Bewegung der Planeten am Nachthimmel eine vermeintlich räumliche Bewegung im irdischen Raum vortäuschen, weswegen den Soldaten auch nicht der Vorwurf einer Überreaktion in der politisch sensiblen Region zu machen sei. Erst im vergangenen Monat seien berittene chinesische Soldaten auf den Grenzhügeln gesichtet worden. Auch sei der Einsatz unbemannter Fluggeräte vor Ort nichts Ungewöhnliches.

Zumindest könnte die Erklärung der Astronomen erklären, warum selbst eingesetzte Messtechnik und Radar zunächst keinerlei Informationen über die "Objekte" ermitteln konnte (...wir berichteten) und deshalb davon ausgegangen wurde, dass sich die Objekte zu hoch am Himmel befanden.

Merkwürdig ist nur, dass die aktuelle Meldung der IIAP-Astronomen jener widerspricht, die erst im November 2012 von "indiatoday.intoday.in" verbreitet wurde. Darin werden die IIAP-Astronomen derart zitiert, dass sie selbst vor Ort einige "signifikante Sichtungen der unbekannten Lichter" machen konnten, die sie sich zumindest nicht astronomisch erklären konnten. Es habe sich also nicht um Himmelsobjekte wie Meteoriten oder Planeten gehandelt (...wir berichteten).

Zudem bleiben frühere Sichtungen durch Soldaten aber auch durch Wissenschaftler wie etwa durch ein Team aus Geologen und Glaziologen unter der Führung von Dr. Anil Kulkarni von der indischen Raumfahrtbehörde ISRO im Jahr 2004 von der aktuellen Erklärung unberührt.

Diese hatte im Smaudra Tapu Valley ein etwa 1,2 Meter großes "roboterartiges Objekt" in nur 50 Metern Entfernung entdeckt und fotografieren können.

Foto der Kulkarni-Expedition eines, so die Schlussfolgerung der Untersuchung, nicht natürlichen Objekts im Smaudra Tapu Valley 2004.


Wenig später habe sich das Objekt in die Luft erhoben und sei davongeflogen. Insgesamt dauerte diese Nahebegegnung etwa 40 Minuten. Neben den ISRO-Wissenschaftlern wurde das merkwürdige Objekt von weiteren 8 Personen gesichtet. Nach der Sichtung befragte Kulkarni die Zeugen unabhängig voneinander und verschickte Berichte sowohl an die ISRO als auch an die PMO und die indische Armee und Geheimdienste. In seinem Bericht kommt der Wissenschaftler zu dem Schluss, dass seine Gruppe kein natürliches Phänomen beobachtet habe. Dennoch wurde der Fall zumindest von offizieller Seite nicht weiter verfolgt. (Weitere Informationen zu dieser Sichtung finden Sie
HIER und HIER).

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

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Quellen: telegraphindia.com, indiatoday.intoday.in
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