Mittwoch, 3. Juli 2013

Schottischer Professor erstellt Nessie-Sichtungskatalog


Das "Foto des Chirurgen" soll Nessie bei Auftauchen aus dem Loch Ness zeigen. Seit seiner Erstveröffentlichung ist es Inhalt zahlreicher Kontroversen und vor allem zahlreicher Erklärungsversuche vom Schwindel bis hin zur Verwechselung mit einem Otter, Wasservogel oder sogar einem schwimmenden bzw. tauchenden Zirkuselefanten.
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St. Andrews (Schottland) - Der Öko-Statistiker Dr. Charles Paxton von der University of St. Andrews arbeitet derzeit an einem Katalog, in dem er alle bislang dokumentierten und bekannten neuzeitlichen Sichtungen von Nessie, und damit jenem "Ungeheuer", das den schottischen Loch Ness bewohnen oder zumindest von Zeit zu Zeit aufsuchen soll, zusammenträgt. Noch in diesem Jahr will er die Arbeit daran abschließen und veröffentlichen.

Bereits im vergangenen April hatte Paxton sein Projekt auf einer Konferenz vorgestellt, zu zum 80. Jubiläum der ersten modernen Nessie-Sichtung im Rahmen des Edinburgh International Science Festival veranstaltet wurde.


Paxton lehrt am Centre for Research into Ecological and Environmental Modelling der Universität und ist an der Art und Weise interessiert, wie die moderne Naturwissenschaft mit anomalistischen und nur bedingt vollständig vorliegenden Daten umgeht. Sobald sein "Nessie-Katalog" fertig ist, will er dessen Daten auswerten und zunächst nach übereinstimmenden Mustern suchen, die von natürlichen Erscheinungen erklärt werden können: "Ich werde die Daten der modernen Nessie-Sichtungen einer statistischen Analyse unterziehen, die mit jener Sichtung im April 1933 beginnt, als die Managerin des Drumnadrochit Hotels etwas beschrieb, das 'wie ein Wal' aussah", so Paxton.



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Der Wissenschaftler erläutert weiter, dass seither mehr als 1.000 Sichtungen des Ungeheuers dokumentiert wurden. Und obwohl die Sichtungen eigentlich bis ins Jahr 565 zurückreichen, als der Heilige Columban einen Pikten vor einem aus dem See auftauchenden Ungeheuer bewahrt haben soll, sei es diese Sichtung und ein Foto aus dem Folgejahr, mit der die moderne und bis heute anhaltende Sichtungsphase ihren Anfang genommen habe.

"Insbesondere suche ich nach Häufungen von gemeinsamen Merkmalen der unterschiedlichen Sichtungsbeschreibungen. In einigen Fällen gibt es mehrere Zeugen oder es liegen mehrere Aussagen eines Zeugen zu einer Sichtung vor. Hier ist es dann besonders spannend, diese Aussagen nach den Übereinstimmungen und Unterschieden hin zu untersuchen."


Auch wenn sich in den dokumentierten Sichtungen auch einige Sichtungen von Personen befinden, sie von einem zunehmenden Tourismus am Loch Ness direkt profitiert haben oder hätten, so zeige die bisherige Auswertung der Akten jedoch, dass nahezu jedermann Nessie bereits gesehen hat: "Angefangen von ganz einfachen Leuten bis hin zu Kirchenmännern, Aristokraten und Berühmtheiten - alle haben sie Nessie schon zu Gesicht bekommen. Auch finden sich unter den Zeugen alle Arten von Sozial- und Berufsgruppen. Vom Hotel- und Café-Besitzer, über Chauffeure, Polizeibeamte, Bankiers, Studenten, Kraftfahrer, Waldarbeiter, Büroangestellte und Fischer."


In einigen Fällen wurde Nessie von einem Zeugen gleich mehrmals gesehen. "Solche Fälle sind für mich dann von besonderem Interesse, da sie es ermöglichen, zu überprüfen, ob es Menschen gibt, die einen Hang dazu aufzeigen Nessie über den Zufall hinaus mehrfach zu sichten."


Die Anzahl der Nessie-Sichtungen habe besonders in der Folge des sogenannten "Surgeon Photograph" (s. Abb.), einer Aufnahme von 1934 zugenommen. "Durch die Sichtungen von 1933 und 1934 wurde das 'Loch Ness Monster' zu einem weltweiten Phänomen."


Während Paxton immer noch an seinem Nessie-Katalog arbeitet, zeigt er sich indes zuversichtlich, diese Arbeit noch im Laufe dieses Jahres abschließen und die Ergebnisse veröffentlichen zu können.


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