Freitag, 26. Juli 2013

Templeton Foundation unterstützt neuartige Suche nach Außerirdischen Zivilisationen mit 200.000 US-Dollar


Geoff Marcy | Copyright: NASA


Berkeley (USA) - Die "Templeton Foundation" ist dafür bekannt, dass sie wissenschaftliche Forschungsprojekte unterstützt, die sich den großen Fragen der Menschheit widmen - etwa nach der Unsterblichkeit der menschlichen Seele (...wir berichteten) und auch nach der Frage, ob wir alleine im Universum sind (...wir berichteten). Letztere Frage versucht nun auch einer der führenden Entdecker von Exoplaneten, der Astronom Geoff Marcy, zu beantworten und sucht - von der Stiftung mit 200.000 Dollarn unterstützt - nun nach Hinweisen auf außerirdische Artefakte in den Kepler-Daten und nach Laser-Signalen aus dem Zentrum unserer Galaxie.

Erst im vergangenen Frühjahr wurde Marcy zum Vorsitzenden des Programms zur Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) an der University of California in Berkeley ernannt und erklärte in einem Interview mit dem "New Scientist", dass er davon überzeugt sei, dass Außerirdische ihre Existenz bereits vielfach und fortwährend durch Lasersignale offenbart haben. Damit plädierte Marcy zugleich einer Neuausrichtung der Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen (SETI), indem er statt der bisherigen Konzentration auf die Suche nach Radiosignalen für eine Suche nach eben diesen Laser-Signalen eintritt (...wir berichteten).


"Wenn Gene Rodenberry (Anm. d. GreWi-Red.: Rodenberry ist der Erfinder von Star Treck / Raumschiff Enterprise) recht hat und es da draußen tatsächlich Klingonen und Romulaner gibt, so müssen diese auch miteinander kommunizieren - und das tun sie ganz bestimmt nicht mittels Glasfaserkabeln, die zwischen den Sternen gespannt sind. Stattdessen nutzen sie wahrscheinlich Laser, da diese Zielgenau ausgerichtet werden können (...) und sehr viel energiesparender sind als Radioantennen, die ihre Energie und Signale überall verstreuen."



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Sollte unsere Galaxie also von weiteren technologisierten Zivilisationen durchsetzt sein, so Marcys Gedankenspiele, dann sollten Hunderte, wenn nicht sogar Tausende dieser Laser den Raum zwischen den Sternen durchkreuzen und wir sollten ebenso in der Lage sein, diese Laser zu entdecken. "Vielleicht richten die ihre Laser sogar buchstäblich in unsere Richtung - nur suchen wir nicht danach?"

Die Fördersumme der Stiftung will Marcy nun zweiteilen, erläutert der Astronomieprofessor gegenüber dem "Sydney Morning Herald": Zum einen werde damit ein Berkley-Student bezahlt, um ein eigenes Computerprogramm zu schrieben, dass in der Flut der Beobachtungsdaten des NASA-Weltraumteleskops "Kepler" nach ungewöhnlichen Lichtmustern sucht.


"Das Problem ist dass wir gar nicht so genau wissen, wonach genau wir suchen", so Marcy. "Es könnte beispielsweise ein unregelmäßiges Auf- und Abblinken eines fernen Sternes sein, für das es keine natürliche Erklärung gibt. So etwas könnte dann etwa ein Hinweis auf eine gewaltige Raumstation oder ein Raumschiff in diesem System sein. Sehr viel wahrscheinlicher wäre in einem solchen Fall jedoch eine sogenannte "Dyson-Sphäre" (also eine gewaltige Struktur, die das Zentralgestirn eines Systems umgibt, um so dessen gesamtes Energiepotential so effektiv wie möglich zu nutzen, ...wir berichteten).


Der andere Teil der Forschungsgelder werde für Beobachtungszeiten am Keck Observatory auf Hawaii investiert, mit dem Marcy gezielt nach intergalaktischen Laser-Signalen suchen will.


SETI-Astronom müsste man sein...


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Quelle: smh.com.a
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