Samstag, 31. August 2013

Astrofotografie: Rover beobachtet beeindruckende Sonnenfinsternis auf dem Mars

Drei Phasen der durch den Marsmond Phobos verursachten Sonnenfinsternis auf dem Mars am 17. August 2013 - aufgenommen vom Rover "Curiosity". | Copyright: NASA/JPL-Caltech/Malin Space Science Systems/Texas A&M University

Pasadena (USA) - Am 17. August 2013 beobachtete die mobile Laboreinheit der aktuellen Marsmission "Mars Science Laboratory" (MSL) eine Sonnenfinsternis, als Phobos, der größere der beiden Marsmonde, direkt vor der Sonnenscheine vorbeizog. Die Aufnahmen sind die ersten hochauflösenden und bislang detailreichsten Aufnahmen einer Sonnenfinsternis von der Oberfläche eines fremden Planeten.

Da Phobos im Vergleich zum Erdmond deutlich kleiner ist, verdeckt er bei seinen Passagen zwischen Mars und Sonne unser Zentralgestirn nicht vollständig und erzeugt also nur eine ringförmige Verfinsterung der Sonne.

Um die Sonnenfinsternis beobachten zu können, pausierte der Rover auf seinem derzeitigen Weg zu seinem nächsten Forschungsziel, um das Himmelsschauspiel zu beobachten.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Da sich dieses Schauspiel zur Mittagszeit auf dem Mars ereignete, erscheint die Szenerie deutlich größer als zu anderen Tageszeiten", erläutert Mark Lemmon von der Texas A&M University, ein Mitglied des Forschungsteams das die Aufnahmen der sogenannten Mastcam des Rovers auswertet. "Diese Bedeckung kommt dem, was man auf dem Mars als vollständige Sonnenfinsternis bezeichnen würde wohl am nächsten."



Der Marsmond Phobos, aufgenommen von der europäischen Mars-Sonde "Mars Express".
| Copyright: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR, ESA

Diese und frühere Beobachtungen von Sonnenfinsternissen auf dem Mars helfen den Forschern dabei, die genaue Umlaufbahn der beiden Marsmonde Phobos und Deimos genauer bestimmen zu können. Tatsächlich kam Phobos während der Sonnenfinsternis am 17. August 2013 dem Planeten um fast drei Kilometer näher, als dies die Forscher zuvor vorherberechnet hatten.

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: NASA/JPL
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE