Freitag, 16. August 2013

Exoplaneten-Sucher a.D. - NASA stellt Reaktivierungsversuche von Weltraumteleskop "Kepler" ein


Künstlerische Illustration des Weltraumteleskops Kepler im Einsatz (Illu.). | Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech


Washington (USA) - Nach Monaten zahlreicher Versuche hat die US-Raumfahrtbehörde NASA gestern offiziell erklärt, man habe die Bemühungen eingestellt, die Funktionsfähigkeit des Weltraumteleskops "Kepler", mit dem hunderte Planeten um ferne Sterne entdeckt wurden, durch Reaktivierung der das Teleskop präzise ausrichtenden Kreisel-Schwungräder wiederherzustellen (...wir berichteten). Jetzt suchen die Wissenschaftler und Ingenieure nach einer neuen Aufgabe für den erfolgreichen Exoplaneten-Jäger in seiner derzeitigen Form.

Alle bisherigen Versuche, zumindest eines der zwei ausgefallenen von insgesamt vier Kreisel-Schwungrädern wieder zu reaktivieren, seien erfolglos verlaufen. Um "Kepler" in der gewohnten Art und Weise zu betreiben, benötigt das Instrument mindestens drei der sogenannte Gyroskope.


Ingenieure suchen nun nach neuen Wegen, durch machbare Modifikationen alternative Beobachtungen mit Kepler fortzuführen. Hierzu könnten unter anderem - so lange der Treibstoff reicht - die Ausrichtungsraketen genutzt werden, um das Teleskop in Kombination mit den zwei weiterhin funktionsfähigen Kreisel-Schwungrädern auf zukünftige Ziele auszurichten.



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Bislang suchte das Weltraumteleskop nach Exoplaneten, in dem es nach minimalen Helligkeitsschwankungen im Licht von mehr als 150.000 fernen Sternen in den Konstellationen Cygnus (Schwan) und Lyra (Leier) Ausschau hielt. Stellen sich diese in regelmäßigen Abständen immer wieder ein, so handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den sogenannten Transit, also den Vorbeizug eines Planeten zwischen seinem Stern und dem Weltraumteleskop. Insgesamt werden mindestens drei solcher Transits benötigt, um als Planetensignal zu gelten, das dann noch durch Folgebeobachtungen überprüft und im besten Fall bestätigt werden zu können.


2009 gestartet, konnte Kepler bislang 1035 Exoplaneten identifizieren, die durch Folgebeobachtungen auch als solche bestätigt werden konnten. Mehr als 3.500 sogenannte Planetenkandidaten, also Signale für die Existenz von Planeten, warten bislang noch darauf bestätigt zu werden. Zudem gibt es noch immer Unmengen an noch nicht ausgewerteten Beobachtungsdaten, in denen Astronomen noch hunderte oder gar tausende Planeten vermuten - darunter auch den Nachweis der fieberhaft gesuchten "zweiten Erden".


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Quelle: NASA
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