Mittwoch, 7. August 2013

NASA: Polumkehr der Sonne steht kurz bevor


Das Magnetfeld der Sonne (Illu.).
| Copyright: NASA


Washington (USA) - Eine Meldung von NASA-Wissenschaftlern sorgt sein einigen Tagen bei vielen Menschen für Besorgnis, vermeldet die US-Raumfahrtbehörde doch, dass sich das Magnetfeld der Sonne schon bald geradezu schlagartig umkehren werde. Was zunächst dramatisch klingt, ist jedoch ein bekanntes und sich etwa alle elf Jahre wiederholendes Phänomen des Sonnenzyklus. Die Auswirkungen dieses Großereignisses sind dennoch weitreichend.

Die NASA-Sonnenforscher vermuten, dass es zum solaren Polsprung irgendwann innerhalb der kommenden drei bis vier Monate kommen wird. Die Feldumkehr des Magnetfeldes der Sonne ereignet sich etwa alle elf Jahre, wenn die Aktivität unseres Zentralgestirns innerhalb ihres Zyklus ihren Höhepunkt erreicht und sich der innere Dynamo der Sonne neu ausrichtet. Kommt es zu dieser Umkehr der magnetischen Nord- und Südpole, so schwächt sich das Magnetfeld der Sonne kurzfristig dramatisch bis nahezu Null ab, bevor es sich wieder aufzubauen beginnt.


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Astrophysikalisch stelle diese Umpolung ein großes Ereignis dar, erläutern die Sonnenforscher der NASA, da der magnetische Einflussbereich der Sonne, die sogenannte Heliosphäre, Milliarden Kilometer weit bis hinter die Umlaufbahn des Pluto reicht und das Sonnensystem vor einem Großteil der kosmischen Strahlung aus dem interstellaren Weltraum abschirmt. Veränderungen in diesem Feld wirken sich also auf das gesamte Sonnensystem aus.



Künstlerische Darstellung des solaren "current sheet".
| Copyright: NASA

Das Schutzfeld der Sonne gleicht während der Polumkehr einem unterschiedlich dichten sich stärker als gewöhnlich wellenden Laken (s. Abb. u. Video), dem sogenannte "current scheet". Die Planeten und damit auch unsere Erde durchqueren diese Struktur bei ihrem Umlauf um die Sonne und wandern damit abwechselnd durch Bereiche mit stärkeren und schwächeren Magnetfeldern. Hierbei können Turbulenzen entstehen, die im besten Fall lediglich stärkere Polarlichtaktivität hervorrufen, wenn die energiereichen Partikelströme des Sonnenwinds tiefer in unsere Atmosphäre eindringen. Zugleich stellt eine erhöhte Aktivität des Sonnenwindes aber auch ein erhöhtes Risiko für Satelliten, Raumschiffe, Raumstationen und vor allem für Astronauten im Erdorbit und im All dar. Andere Forscher vermuten zudem, dass entspreche Aktivität sich auch etwa auf die Bewölkung auf der Erde auswirken kann. Weitere Auswirkungen, etwa auf die Lebewesen auf der Erde und nicht zuletzt auf das menschliche Bewusstsein sind zwar Inhalt zahlreicher Theorien, jedoch bislang ebenfalls kontroverser Diskussionen.


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Wie die NASA in ihrem aktuellen Video (s. unten) erläutert, gibt es bereits jetzt schon an den Polen der Sonne erste Anzeichen dafür, dass dieser Polumkehr auf der Sonne kurz bevorsteht. Hier könne beobachtet werden, dass das Feld der beiden Hemisphären schon jetzt nicht mehr synchron sei. Der Nordpol der Sonne habe bereits seine Polung verändert und bald werde auch der Südpol diese Umkehr vollziehen: "Bald werden beide Pole umgekippt sein und dann beginnt die zweite Hälfte des aktuellen solaren Maximums", erläutert Phil Scherrer von der Stanford University.


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Quelle: NASA
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