Sonntag, 22. September 2013

Mysteriöser Tod einer ganzen Hirschherde - bis zu 120 Tiere - in New Mexico


Luftbildaufnahmen einiger der mehr als 100 toten Wapiti nahe Mora, New Mexico. | Copyright: krqe.com

Mora (USA) - Am 27. August 2013 erhielt die Jagd- und Fischereibehörde (Department of Game and Fish) des US-Bundesstaates New Mexico die Meldung von mehr als 30 toten Hirschen (Wapiti) auf dem Gelände einer Ranch nahe Mora, nördlich von Las Vegas (NM). Bei einer Untersuchung vor Ort stellten die Tiermediziner und Biologen verwundert fest, dass die Anzahl der Kadaver weitaus größer war und aktuell auf bis zu 120 Tiere geschätzt wird, die offenbar alle zugleich verstarben. Ein Detail auf den Luftaufnahmen eines lokalen Nachrichtensenders vom "Tatort" lässt das Szenario hinzu noch bizarrer erscheinen.

UPDATE 02.10.2013:
Mittlerweile konnte zumindest das Rästel um die Kreissstruktur gelöst werden - s. unten...

Anm. d. Red.:
In der ursprünglichen Version dieser Meldung war die Rede von "Elchen". Hierbei handelte es sich um einen Übersetzungsfehler der nordamerik. Bezeichnung "Elk", die nicht (wie im Englischen) Elche sondern Wapiti bzw. Rothirsche bezeichnet. Dieser Fehler wurde korrigiert. Das im Text erwähnte "Las Vegas" bezeichnet allerdings tatstächlich einen Ort im US-Bundesstaat New Mexico und bezieht sich nicht auf die Glücksspielstadt in Nevada...


Mindestens 100 Wapiti, so der in einer Pressemitteilung des "New Mexico Department of Game and Fish" (NMDGF) erläuterte Befund der Biologen, waren hier offenbar zugleich innerhalb von nicht mehr als 24 Stunden gestorben.


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Vorort-Ansicht einiger toter Wapiti. | Copyright/Quelle: Kerry Mower, NM Dept. of Game and Fish

TV-Bericht von KRQE


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Nachdem zuerst sicher gestellt wurde, dass die Tiere weder erschossen, noch vergiftet oder durch Blitzschläge getötet wurden, stand zunächst eine durch Stechmücken übertragene sogenannte Epizootische Hämorrhagie (Epizootic Hemorrhagic Disease, EHD) im Verdacht, erläuterte die NMDGF-Spezialisten für Wildtierkrankheiten Kerry Mower auch gegenüber der US-Journalistin Linda Moulton Howe (earthfiles.com). Zugleich fügte sie jedoch hinzu, dass es aber eher unwahrscheinlich sei, dass die Tiere an EHD verendet seien. "Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit (...) angesichts derer die Tiere für gewöhnlich nicht derart nahe beieinander verenden würden. (...) Wir erwarten nicht, dass die Tests auf EHD positiv sein werden - aber wir warten das Abschlussergebnis der Laboranalysen ab." Zum derzeitigen Zeitpunkt, so Mower, sei der Tod der Tiere im wahrsten Sinne des Wortes rätselhaft.


Einige Tage später vertiefte sich das Rätsel zusehends, als aufmerksame Beobachter auf den Luftbildern des Nachrichtensenders "KRQE" unweit der toten Tiere einen gewaltigen Kreis ausmachten, der - ähnlich einem Kornkreis - in die Vegetation eingedrückt scheint.


Kommentierter KRQE-Nachrichtenbeitrag vermutet einen Kornkreis in der Nähe der toten Wapiti


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Kornkreis (Hintrg.o.l.) in der Nähe der toten Wapiti (Vdgr.s.Auto)? | Copyright: krqe.com

Angesichts der Aufnahmen zeigt sich der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) derzeit aber noch zurückhaltend. "Da ist zwar tatsächlich eine - sogar sehr große - kreisförmige Struktur im Hinterland zu erkennen. Durch was sich dieser Kreis aber in der Landschaft jedoch abzeichnet, ist anhand der zitierten Aufnahmen jedoch nicht genauer auszumachen. Ob es sich dabei also um einen "Kornkreis" im eigentlichen Sinn handelt - wie dies schon von einigen Quellen suggeriert wird (s. obiges Video u. Abb.) - ist bislang noch reine Spekulation. Derzeit liegen uns noch keine genauen Koordinaten zum Fundort der Tiere vor und anhand der gezeigten Luftbilder ist eine geografische Zuordnung kaum möglich. Es ist also etwa mit GoogleEarth nicht möglich, zu überprüfen, ob es sich bei diesem Kreis nicht auch um ein permanentes Landschaftsmerkmal handelt. Betrachtet man sich die Gegend um Mora auf den Satellitenaufnahmen, so fällt schließlich auf, dass in der Gegend einige Farmer auf Kreisbewässerung wobei kreisrunde Flächen in der Landschaft entstehen. Bevor hier also eine Bezug zum Kornkreisphänomen hergestellt werden kann, müssen alternative und wie gezeigt durchaus mögliche Erklärungen ausgeschlossen werden.


UPDATE 02.10.2013: Mittlerweile konnten die genauen Koordinaten der Kreisstruktur ermittelt werden. Wie von Andreas Müller vermutet, handelt es sich dabei nicht um einen Kornkreis sondern um ein permanent vorhandenes Landschaftsmerkmal - wahrscheinlich um eine ausgetrocknete Wasserstelle.



Diese kann mittels der Koordinaten 35°58'43.28"N
105° 5'42.94"W auf GoogleEarth u. GoogleMaps betrachtet werden. (Danke an "lumi' aus dem ufo-und-alienforum.de)

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Quellen: krqe.com, wildlife.state.nm.us, earthfiles.com, kornkreise-forschung.de
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