Dienstag, 29. Oktober 2013

Behörden liefern Erklärung für den Tod einer ganzen Hirsch-Herde in New Mexico

Vorort-Ansicht einiger toter Wapiti. | Copyright/Quelle: Kerry Mower, NM Dept. of Game and Fish

Mora (USA) - Ende August sorgte die Entdeckung von bis zu 130 toten Wapitis auf einem Farmgelände nahe Mora im US-Bundesstaat New Mexico für Aufsehen und Besorgnis - konnten erste Untersuchungen doch keinerlei Gründe für das offenbar nahezu gleichzeitige Verenden der gesamten Herde gefunden werden (...wir berichteten). Jetzt hat die untersuchenden Behörde erklärt, in einer giftigen Blaualge den Grund für den Tod der Wapitis gefunden zu haben.

Wie die Jagd- und Fischereibehörde New Mexicos, das "New Mexico Department of Game and Fish" (NMDGF) in einer Pressemitteilung mitteilte, habe eine Laboranalyse aufgezeigt, dass es sich um die Anabaena und damit um eine potentiell giftige Blaualgen handelt, die in warmen stehenden Gewässern blüht.


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Die in einer Wasserprobe nachgewiesene Cyano- bzw. Blaualge Anabaena kann das tödliche Nervengift Anatoxin erzeugen, das dafür bekannt ist, gerade bei Vieh nach dem Verzehr innerhalb von 12 Stunden zum Tode führen zu können



Mikroskopaufnahme der Blaualge Anabaena.
| Copyright: US Environmental Protection Agency


"Auf der Grundlage der Indizienbeweise erscheint uns die logischste Erklärung, dass die Tiere auf ihrem Weg vom Grasland zurück in die Wälder von einem mit den Algen verseuchten Wassertrog getrunken haben", so die Krankheitsexpertin des NMDGF, Kerry Mower.


Während auch andere potentielle Ursachen wie Umweltgifte, Blitzschlag oder Krankheiten untersucht, jedoch ausgeschlossen werden konnten, stimmt die Verseuchung des Wassers mit Anabaena auch mit dem vorgefundenen Zustand der Tiere überein, die offenbar alle Anzeichen für einen krampfartigen Todeskampf aufzeigten, wie dieser bei einem Neurotoxin wie Anatoxin zu erwarten ist.


Allerdings fügt auch das NMDGF hinzu, dass das Vorhandensein der Blaualgen nur in seltenen Fällen zu einem derart dramatischen Szenario führe. "Bei warmem Wetter können die Algen sich schnell vermehren und geben bei der Blüte das Nervengift in das Wasser ab. Die Bedingungen, die zum Verenden der ganzen Herde geführt haben, existierten wahrscheinlich nur für eine kurze Zeitspanne. Die Tiere waren wohl leider zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt am falschen Ort." 


TV-Bericht zum Fund der toten Wapitis

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten 

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