Mittwoch, 30. Oktober 2013

Expedition Bislang umfangreichste Suche nach dem Tasmanischen Tiger


Archivfoto: Ein junger Tasmanischer Tiger 1928 im Zoo von Hobart. | Copyright: Benjamin A. Sheppard, Public Domain

Hobart (Australien) - Unterstützt von Toyota-Australien beginnt ein internationales Team aus Kryptozoologen des "Centre for Fortean Zoology" (CFZ) in den kommenden Tagen die bislang umfangreichste Suche nach dem sogenannten Tasmanischen Tiger (Thylacinus cynocephalus), einem Beutelwolf, der seit 77 Jahren eigentlich als ausgestorben gilt, jedoch seither von zahlreichen Zeugen in freier Wildbahn gesehen worden sein soll. Neben der Suche nach dem Beutelwolf sind die Forscher auch auf der Suche nach gesunden Populationen des Tasmanischen Teufels (Sarcophilus Harrisii), der aktuell aufgrund einer um sich greifenden Krankheit bedroht ist.

Das Team aus Mitgliedern der CFZ-Gruppen aus England und Australien um Mike Williams, Dr. Chris Clarke, Richard Freeman und Dr. Hannah Jenkins zeigt sich vorab schon zuversichtlich, im australischen Bundesstaat Tasmanien Indizien und Beweise für noch heute lebende Tasmanische Tiger zu finden. Hierbei könnte es sich um Kot, Haare und hoffentlich sogar um Filmaufnahmen der Tiere handeln.


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"Noch heute, 77 Jahre nachdem der letzte Tasmanische Tiger in einem Zoo verstarb und 27 Jahre nachdem die Art von der Tasmanischen Regierung offiziell für ausgestorben erklärt wurde, gibt es immer wieder sehr glaubwürdige Augenzeugenberichte über lebende Thyclancine in Tasmanien", so Williams.



Der australische Krpytozoologe Mike Williams mit einer Replik des Schädels eines Tasmanischen Tigers vor einem der von Toyota gesponserten Expeditionsfahrzeuge. | Copyright: cfzaustralia.com

Neben Bigfoot, Yeti, dem Ungeheuer von Loch Ness und dem Quastenflosser gilt der Tasmanische Tiger vielen Kryptozoologen oft als inoffizielles Wappentier der Forschung nach von der Wissenschaft noch nicht beschriebenen oder eigentlich ausgestorben geglaubten Tieren.


Noch bis in die frühen 1900er Jahre hinein wurde der Tasmanische Tiger in Australien exzessiv bejagt und dadurch in freier Wildbahn wohlmöglich ausgerottet. Das letzte bekannte Exemplar verstarb 1936 im Beaumarais Zoo von Hobart. Der Grund für die Ausrottung war die von den weißen Farmern kolportierte Behauptung, dass die Beutelwölfe gefräßige Schafsräuber seien. In Wirklichkeit gingen die meisten gerissenen Schafe jedoch auf das Konto von verwilderten Hunden. Dennoch setzte in den 1830er Jahren die australische Regierung eine Belohnung von 25 Cent für jeden getöteten Tasmanischen Tiger aus. 2011 konnte eine Studie über die Beißkraft des etwa hundsgroßen Tieres eindeutig nachweisen, dass die Kiefer der Beutelwölfe in Wirklichkeit zu schwach waren, um größere Tiere wie Schafe zu reißen (...wir berichteten). Zudem setzte wahrscheinlich eine Krankheit der stark dezimierten Population der Tiere zu, welche sich in plötzlich zurückgehenden Abschussraten um 1906 abzeichnete. Trotz zahlreicher Bemühungen internationaler Zoos gelang es nicht, die Art in Gefangenschaft zu züchten und so vor der Ausrottung zu bewahren.


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