Sonntag, 20. Oktober 2013

Ferne Gravitationslinse, emotionale Menschenaffen, weibliche Höhlenkünstler und großer kleiner Wassersaurier

Astronomen entdecken kosmische Gravitationslinse in RekordentfernungEin Astronomen-Team um Arjen van der Wel vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg hat die bisher am weitesten entfernte Gravitationslinse aufgespürt: eine Galaxie die - wie von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie vorhergesagt - das Licht eines deutlich ferneren Objekts ablenkt und verstärkt. Der Fund ermöglicht es, die Masse einer Galaxie direkt zu bestimmen. Aber sie gibt auch ein Rätsel auf: Linsen dieser Art müssten äußerst selten sein! Gemessen an der Zahl der bekannten Beispiele hatten die Astronomen entweder phänomenales Glück oder, wahrscheinlicher: Sie haben die Anzahl kleiner, sehr aktiver junger Galaxien im frühen Universum erheblich unterschätzt.

Direktlink zur deutschsprachigen Originalmeldung:

http://www.mpg.de/7569353/gravitationslinse_in_rekordentfernung

Junge Menschenaffen verarbeiten Emotionen genau so wie Menschen
Forscher haben beim Studium junger Bonobos in einem afrikanischen Schutzgebiet erstaunliche Übereinstimmungen zwischen deren emotionaler Entwicklung und Menschenkindern festgestellt. Die Entdeckung deutet daraufhin, dass die Menschenaffen ihre Emotionen auf ähnliche Art und Weise wie wir Menschen verarbeiten. Damit erbrachten die Wissenschaftler den Nachweis, dass der sozio-emotionale Rahmen, mit dem Forscher Vorhersagen über das Verhalten der Tiere treffen können und wie er bislang nur auf Menschenkinder angewandt wurde, sich auch auf Menschenaffen übertragen lässt.

Direktlink zur Originalmeldung:

http://www.sciencedaily.com/releases/2013/10/131014155739.htm

Direktlink zu einer deutschsprachigen Meldung:

http://diepresse.com/home/science/1464763/Kleine-Affen-verhalten-sich-aehnlich-wie-Menschenkinder-

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Höhlenmalereien wurden mehrheitlich von Frauen geschaffen
Steinzeitliche Höhenmalereien zeigen nicht nur Jagdszenen und Tierfiguren, in vielen Höhlen finden sich auch Handabdrücke. Bisher dachte man, dass vor allem Männer - Jäger oder Schamanen - diese Bilder schufen. Doch ein US-Forscher hat nun festgestellt: Drei Viertel der steinzeitlichen Handabdrücke in den Höhlen Südfrankreichs und Spaniens stammen von Frauen. Welche Rolle diese Frauen damals spielten, ob sie auch die Tierbilder malten oder vielleicht Schamaninnen waren, ist bisher rätselhaft.

Direktlink zur Originalmeldung:

http://news.psu.edu/story/291423/2013/10/15/research/women-leave-their-handprints-cave-wall

Direktlink zu einer deutschsprachigen Meldung:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-16762-2013-10-16.html

Wassersaurier aus Dallas stellt Wissenschaft vor Rätsel
Der so genannte "Dallasaurus" war möglicherweise dreimal so groß wie bisher gedacht. Darauf deuten zumindest Knochenuntersuchungen hin, die Forscher der Universität Bonn zusammen mit Kollegen aus Schweden, Frankreich und den USA durchgeführt haben. Demnach stammen die heute bekannten Fossilfunde eventuell sämtlich von ein- bis zweijährigen Jungtieren. Bislang galt Dallasaurus mit 1,5 Metern Länge als einer der kleinsten Wassersaurier. Ausgewachsen könnte er aber tatsächlich eine Länge von vier bis sechs Metern erreicht haben. Auch in anderer Hinsicht stellen die Knochenfunde aus dem US-amerikanischen Dallas die Wissenschaftler vor Rätsel.

Direktlink zur deutschsprachigen Originalmeldung:

http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/238-2013

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