Montag, 7. Oktober 2013

Genetiker will außerirdisches Leben auf der Erde künstlich nachzüchten


Symbolbild: Suche nach DNA auf dem Mars (Illu.). | Copyright: grewi.de

London (England) - Dr. Craig Venter wird von den einen als visionärer Genetik-Pionier ebenso gefeiert, wie von anderen für seine Bemühungen um die Erzeugung künstlichen Lebens ethisch und moralisch kritisiert. Jetzt erläutert der Biochemiker und Genetiker in einem Buch, wie Sonden auf fernen Planeten - etwa dem Mars - nach dortiger außerirdischer DNA suchen, deren Gencode noch vor Ort sequenzieren und diese Daten dann zur Erde funken sollen, wo sie dann synthetisiert und zum Leben erweckt werden könnten.

Schon 2010 gelang es Wissenschaftlern um Venter ein vollständig künstlich hergestelltes Genom in eine biologische Mutterzelle einzupflanzen und damit erstmals und zudem erfolgreich ein lebensfähiges künstliches Bakterium erschaffen (...wir berichteten). Derzeit arbeitet er unter anderen an dem Ziel, auch noch die biologische Mutterzelle durch eine synthetische Version zu ersetzten.


Forscher, so Venter in seinem neuen Buch "Life at the Speed of Light: From the Double Helix to the Dawn of Digital Life" (Leben in Lichtgeschwindigkeit: Von der Doppelhelix zum Erwachen des Digitalen Lebens), werden schon bald in der Lage sein, Vergleichbares auch mittels von Sonden auf fremden Planeten identifizierten und sequenzierten außerirdischer DNA zu tun.

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"Zukünftig wird es zunehmend möglich werden, eine ganze Reihe von (synthetischen) Zellen mittels entsprechender Software herzustellen. Die Herstellung von Zellen am Planungstisch wird unvorstellbarer Möglichkeiten eröffnen", zitiert der "Daily Telegraph" aus Venters Buch.


"Der Tag ist nicht fern, an dem die Menschheit robotisierte Sonden zu einem fremden Planeten schickt, damit sie dort DNA-Sequenzen außerirdischer Mikroben auslesen und die Daten zur Erde zurücksenden können. Hier sollten wir dann in der Lage sein, die entsprechenden Genome zu rekonstruieren. (...) Mit Hilfe der synthetischen Version etwa eines Genoms vom Mars könnten wir dann Mars-Leben auf der Erde rekonstruieren."


Tatsächlich haben erst im Herbst 2012 sowohl Venter als auch der Gründer des DNA-Sequenzierungs-Unternehmens "Ion Torrent", Jonathan Rothberg, unabhängig voneinander erklärt, Maschinen zur DNA-Sequenzierung auf dem Mars entwickeln zu wollen (...wir berichteten).


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Quelle: telegraph.co.uk
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