Donnerstag, 17. Oktober 2013

Neue Laboruntersuchungen widersprechen einstigen Analysen zum "Objekt von Aiud"


Unterschiedliche Ansichten des "Objekts von Aiud". | Copyright/Quelle: Michael Hesemann

Coesfeld (Deutschland) - 1974 entdeckten rumänische Arbeiter bei Aiud in einer Sandgrube am Rande des Flusses Mures in zehn Metern Tiefe u.a. ein damals vermutetes Steinbeil, das sich später jedoch als keilförmiges Objekt aus Aluminium herausstellte. Aufgrund einer bei ersten Untersuchungen festgestellten Kruste galt und gilt das sogenannte "Objekt von Aiud" seither vielen Forschern als mehrere tausend Jahre alt, wurde so zu einer Ikone der Prä-Astronautik und gilt vielen Vertretern dieser Theorie damit als mögliches Indiz für einen vorgeschichtlichen Besuch von Außerirdischen auf der Erde. Der deutsche Prä-Astronautik-Autor Lars A. Fischinger hat das Aiud-Objekt erneut in Rumänien ausfindig gemacht und Proben an einem deutschen Materialkunde-Labor untersuchen lassen. Die Ergebnisse widerlegen die ursprünglichen Angaben über eine frühere Analyse, wie sie in vielen Prä-Astronautik-Publikationen übernommen wurde.

Wie Fischinger in der aktuellen Ausgabe des Prä-Astronautik-Magazins "Sagenhafte Zeiten" (4/2013) und in einem Interview gegenüber "Atlantisforschung.de" erläutert, wurde die ihm zur Verfügung gestellten Materialprobe des Objekts in den Labors der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Firma "Hydro" in Bonn analysiert.


Die Ergebnisse, so Fischinger in besagtem Interview "weichen von den beiden Untersuchungen von damals ab. Natürlich auch von der veröffentlichten und ausgedachten Zusammensetzung, die wir alle kannten. Die Experten des Labors konnten die Legierung nicht exakt bestimmen. Das heißt (aber) nicht, dass sie von den Sternen kommt. Das heißt, dass der Typ (die Art) der Legierung nicht bekannt/geläufig ist. Sie ähnelt jedoch harten Aluminium-Legierungen der heutigen Flugzeugindustrie."

Zwar handelt sich demnach also nachweislich um eine sehr hochwertige Legierung - Hinweise auf den immer wieder im Sinne der Prä-Astronautik suggerierten möglichen außerirdischen Ursprung des Objekts bzw. des Materials liefert das Analyseergebnis aber nicht.


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Der immer wieder von Kritikern vorgebrachte Behauptung, es handele sich wahrscheinlich um einen modernen, verlorengegangenen Baggerzahn, stellt der Autor allerdings die Ergebnisse seiner Recherche zu möglicherweise existierenden ähnlichen Baggerzähnen aus Aluminium oder grundsätzlich vergleichbaren Objekten in den Datenbanken von Herstellern und Lieferanten solcher Objekte und von Baumaschinen in ganz Europa entgegen, aus der keine derartigen erhältlichen Objekte hervorgehen: "Ein führender Produzent (die Firma "Zeppelin") suchte sogar vier Wochen in seinen Daten danach. Fehlanzeige."


Weitere Analysen der Materialproben des "Objekts von Aiud" u.a. der besagten Oxidations-Schicht auf seiner Oberfläche sollen in Zukunft helfen zu klären, wie lange das Objekt im Boden gelegen hat. Erst wenn tatsächlich ein antikes Alter des Objekts eindeutig nachgewiesen werden kann, wird das Objekt wieder für eine Argumentation im Sinne der Prä-Astronautik tauglich sein.


Fischinger selbst erläutert dazu gegenüber "Atlantisforschung.de": "(...) Es kann natürlich weiterhin als Hinweis für die 'Götter der Sterne' dienen. Aber, wie ich auch in meinen Veröffentlichungen schrieb, auch auf eine irgendwie anders gelagerte 'versunkene Hochkultur'. Nicht jedes Mysterium muss ja zwangsläufig etwas mit 'Ancient Aliens' zu tun haben. Und - das war schon immer bekannt - einen Grabungsbericht einer archäologischen Grabung und ähnliches zu dem Fund gibt es ja nicht."


Warum die rumänischen Analyseergebnisse einst erfunden und damit falsch verbreitet wurden, gehe - so Fischinger - ansatzweise aus Originalunterlagen hervor, die er aus Rumänien erhalten hat: "In den Papieren in Rumänien erfuhr ich, dass diese 'erfundenen' Ergebnisse veröffentlicht wurden, um die an der Untersuchung in den 1970er Jahren beteiligten Wissenschaftler 'zu schützen'. Warum und wieso 'schützen' ist mir bis heute nicht klar!"


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Quelle: atlantisforschung.de
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