Dienstag, 8. Oktober 2013

Stark vernetzte Hirnhälften verantwortlich für Einsteins Genialität


Einstein im 1905, im Alter von 26 Jahren. | Copyright: Public Domain

Tallahassee (USA) - Forscher haben herausgefunden, dass die beiden Hirnhälften von Albert Einstein stärker miteinander verbunden waren als bei vielen seiner Zeitgenossen. Dieser Umstand, so schlussfolgern die Anthropologen, könnte für die Genialität des Wissenschaftlers verantwortlich gewesen sein.

Wie die Forscher um Weiwei Men von der East China Normal University und Dean Falk von der Florida State University aktuell im Fachjournal "Brain" (DOI: 10.1093/brain/awt252) berichten, haben sie sich bei ihren Untersuchungen auf das auch als "Hirnbalken" bezeichnete Corpus callosum und damit auf eine große, quer verlaufende Verbindung zwischen den beiden Hirnhemisphären des Großhirns konzentriert.


Die Dicke dieser Verbindung stehe für die Anzahl an Nerven, die von einer zur anderen Hirnhälfte verlaufen und offenbare damit, wie gut die beiden Hälften bestimmte Hirnregionen und deren Aufgaben betreffend miteinander vernetzt sind.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die Ergebnisse der Untersuchung von Einsteins Gehirn haben die Forscher mit Proben von 15 älteren Männern und 52 Männern in Einsteins Alter im Jahre 1905. Dieses Jahr, Einstein war gerade einmal 26 Jahre alt, gilt aufgrund der Veröffentlichung seiner Arbeit mit dem Titel "Zur Elektrodynamik bewegter Körper", deren Inhalt heute als spezielle Relativitätstheorie bekannt ist, als das sogenannte Wunderjahr - veränderte sie doch die bisherigen Vorstellungen von Raum, Zeit, Masse und Energie grundlegend.


Der Vergleich zeigt, dass Einstein tatsächlich über deutlich mehr grundlegende Verbindungen bestimmter Teile seiner zerebralen Hemisphären verfügte als die meisten seiner Zeitgenossen - zumindest jener der untersuchten Kontrollgruppe. Die Forscher sehen darin einen Schlüssel zum Verständnis der Genialität des theoretischen Physikers.


grenzwissenschaft-aktuell.de

Quelle: fsu.edu
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE