Freitag, 11. Oktober 2013

TV-Sender gibt weitere Einblicke in Ergebnisse der Oxford-Lausanne-DNA-Studie zu Bigfoot, Yeti & Co


Archiv: Standbild aus Filmaufnahmen aus dem Jahr 1967, der vielen Bigfoot-Experten als bislang bester Bildbeweis für die Existenz der nordamerikanischen legendären "Waldmenschen" gilt. | Copyright: Patterson u. Gimlin

London (England) - Nachdem erst vorgestern das britische Verlagshaus Hodder in einer Buchankündigung durchblicken ließ, dass selbst der weltweit angesehene britische Oxford-Humangenetiker Dr. Bryan Sykes genetische Beweise für die Existenz der sagenumwobenen Wesen gefunden hat (...wir berichteten), legt nun auch der britische Privatsender "Channel 4" nach und veröffentlicht erste Informationen über eine TV-Dokumentation, die den Wissenschaftler bei seiner Suche nach Bigfoot, Yeti & Co begleitet hat und auch die Ergebnisse der (bislang noch nicht veröffentlichten) Studie darlegen wird.

Wenn auch weniger deutlich, so lässt auch der Text des "Episode Guide" (Episodenführers) der Doku-Reihe mit dem Titel "Bigfoot Files" (Die Bigfoot-Akten) schon jetzt aufhorchen und spricht davon, dass der "Oxford Professor der Humangenetik umfangreiche physikalische Beweise zusammengetragen hat, die er dem derzeit fortgeschrittensten DNA-Analyseverfahren unterwirft - in der Hoffnung, auf diese Weise ein für allemal wissenschaftlich das Mysterium um Bigfoot zu klären."


In der erste Episode reise der Moderator der Sendung, Mark Evans, in den Himalaya, um dort dem Geheimnis der Legenden um den Yeti auf den Grund zu gehen, mit Augenzeugen zu sprechen und historische Hintergründe und Mythen zu recherchieren. "Währenddessen", so fährt die Inhaltsbeschreibung des Sender fort, "offenbart Professor Sykes die Ergebnisse seiner DNA-Analysen von (angeblichen) Yeti-Haaren."


Die Ergebnisse dieser DNA-Analyse, so schließt die Episodenvorschau ebenso spannungsgeladen wie noch immer vielseitig interpretierbar seien "spektakulär und unerwartet."


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Da bislang noch nicht bekannt ist, wann, wo und ob (trotz der Ankündigung der Autoren der Studie, Sykes und dem Direktor des Naturkundemuseums von Lausanne, Dr. Dr. Michel Sartori) diese offiziell und ordentlich veröffentlicht werden wird, zeigt sich die kryptozoologische Gemeinde (also jene Forscher Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung derartiger Wesen - sogenannter Kryptiden - beschäftigen, die zwar von zahlreichen Augenzeugen gesehen, bislang aber noch nicht wissenschaftlich beschrieben wurden oder als bereits ausgestorben gelten) noch zurückhaltend in der Beurteilung der bisherigen Ankündigungen und informativen Appetitanreger. Zwar lassen sich die bisher veröffentlichten Informationen nur schwer anders deuten, als das Sykes und Kollegen genetische Beweise für den Yeti und verwandte Wesen gefunden haben, so der Tenor in der Szene, dennoch hat sich Sykes selbst seither noch nicht offiziell und persönlich in dieser Sache geäußert. Auch eine entsprechende Anfrage der Redaktion von "grenzwissenschaft-aktuell.de" blieb bislang unbeantwortet.


Erst am Mittwoch hatte schon das britische Verlagshaus Hodder in einer Ankündigung zu einem die Analysen dokumentierenden Buch Sykes mit den Worten zitiert, zwei Proben, die in der Spätphase der Untersuchungen analysiert wurden, "unsere Vorstellung von der Entwicklungsgeschichte der Menschheit verändern". Auch der Autor des Buches wird in dieser Meldung mit dem Satz zitiert: "Professor Sykes ist eine weltweit führende Autorität auf dem Gebiet der Genetik. Was er über den Yeti zu sagen hat, wird die Welt erschüttern."


Angesichts aller dieser doch vor dem Yeti-Bigfoot-Kontext der Studie sehr eindeutig klingenden Vorabinformationen und Zitate, würde es schon an Dreistigkeit grenzen, wenn mit derartig "welt-erschütternden Ergebnissen" lediglich der Umstand beschrieben würde, dass Sykes und Kollegen eben keine DANN gefunden hätten, die Existenz der Wesen beweisen könne. Es wäre jedoch leider nicht das erste Mal, dass mit vieldeutigen Umschreibungen ein in Wirklichkeit etwas weniger Spektakuläres Forschungsergebnis vorab gehypt werden würde.


Zumindest der Untertitel der Channel 4-Doku lässt diese Frage noch offen: "Der führende Genetiker Bryan Sykes nutzt DNA-Tests um zu bestimmen, ob Bigfoot ein Hominide, ein Affe oder nur ein Schwindel ist."


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Es könnte sich aber auch um eine "die Welt der Anthropologie erschütternde Entdeckung" jenseits eines genetischen Nachweises von Bigfoot oder dem Yeti handeln - beispielsweise um neue Aufschlüsse zum menschlichen Genom, die bislang ungeahnte Schlussfolgerungen über die Entwicklungs- und globale Verbreitungsgeschichte der Menschheit beinhalten? Lassen wir uns also einmal mehr überraschen...

Die Erstausstrahlung der ersten Episode von "Bigfoot Files" ist derzeit (laut Channel 4-Programmvorschau) schon für den 20. Oktober 2013, also den übernächsten Sonntag geplant. Sollte es also eine ordentliche Veröffentlichung der Studie in einem naturwissenschaftlichen geben, müsste diese eigentlich noch vor diesem Sendetermin, also innerhalb der nächsten neun Tage erscheinen. Zu erwarten wäre also eine Veröffentlichung in der kommenden Woche. Sollte die Entdeckung - welcher Art sie auch immer sein wird - tatsächlich derart sensationell sein, wäre wohl am ehesten mit einem Artikel in einem der beiden großen wöchentlichen Wissenschaftsjournale "Nature" oder "Science" zu rechnen. Diese erscheinen jeweils am Donnerstag und Freitag.


"grenzwissenschaft-aktuell.de" wird weiterhin aktuell in dieser Sache berichten...


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