Mittwoch, 16. Oktober 2013

US-Bigfoot-Forscher widerspricht Gerüchten um Ergebnisse der Oxford-Lausanne-DNA-Studie - plus erster Trailer der TV-Doku


Symbolbild: Bigfoot-DNA (Illu.). | Copyright: grewi.de

Bellevue (USA) - Nur noch wenige Tage bleiben, bis im englischen Fernsehen die ersten Ergebnisse der Analysen des "Oxford-Lausanne Collateral Hominid Project" präsentiert werden sollen. In diesem haben sich der Oxford-Genetiker Dr. Bryan Sykes und der Direktor des Naturkundemuseums Lausanne, Dr. Michel Sartori der genetischen Analyse angeblicher Proben von Wesen gewidmet, wie sie etwa in Nordamerika u.a. als Bigfoot oder Sasquatch und in Asien als Yeti bekannt sind. Während bereits durch Buchvorankündigungen und der Programmvorschau bestätigt wurde (...wir berichteten 1, 2), dass die Studie "sensationelle Ergebnisse" erbracht hat, verbreiteten von der Studie unabhängige Quellen unterschiedliche Gerüchte über angebliche Details (...wir berichteten). Diesen Gerüchten hat nun der Bryan Sykes tatsächlich direkt zuarbeitende Bigfoot-Forscher Rhettman A. Mullis, Jr. nun öffentlich widersprochen. Zugleich gibt es weitere Informationen ebenfalls aus dem direkten Umfeld des Genetikers und einen ersten TV-Trailer zur Doku.

"Obwohl derzeit zwar eine ganze Menge an Informationen über Sykes' DNA-Projekt, die TV-Dokumentation und den Fachartikel auftauchen, so möchte ich jedoch unterstreichen, dass keine dieser Informationen wirklich ernst zu nehmen ist, solange sie nicht von mir oder Bryan Sykes persönlich kommen", kommentiert Mullis auf der Facebook-Seite von "Bigfootology", der Facebook-Präsenz eines Forschernetzwerks zur wissenschaftlichen Erforschung der nordamerikanischen Waldmenschen (Bigfootology.com). "Bryan und ich amüsieren uns geradezu über all das, was wir derzeit über das Projekt so alles hören und wundern uns darüber, wer soviel Unsinn verbreitet."



Dr. Bryan Sykes (r.) gemeinsam mit den Bigfoot-Forschern Rhettman A. Mullis und Lori Simmons. | Copyright: bigfootology.com

"Alles das, was bislang sicherlich noch verwirrend klingen und erscheinen mag, wird am Ende Sinn machen", beschwichtigt Mullis auch auf Anfrage unserer Redaktion (grenzwissenschaft-aktuell.de). "Bis dahin werden Sie von uns jedoch nichts weiter hören. Ich weiß, das ein derart professionelles Verhalten innerhalb der Bigfoot-Szene für manche Beobachter ungewohnt erscheinen mag, aber das ist es eben, wie wirkliche Wissenschaft funktioniert. Wir sprechen vorher nicht darüber und lassen auch keine Informationen vorab an die Öffentlichkeit sickern."


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"Ich verstehe zugleich aber auch, dass es für alle außenstehenden Beobachter und Interessierte sehr schwer ist, abzuwarten. Ich selbst finde es schwer, Geduld 
aufzubringen - und ich bin Teil des Projekts. Ich kann Sie alle also sehr gut verstehen. Aber: Erst wenn der Fachartikel und das Buch erschienen sind, werden wir in der Lage sein, offener und freier darüber zu sprechen. Sollte es soweit sein und der Artikel vor der Veröffentlichung stehen, werden wir darüber informieren. Bis dahin sollten sie nicht alles glauben, was sie sonst wo lesen."

Auf Rückfrage unserer Redaktion ob aber nach gängiger Methode nicht noch vor Erstausstrahlung der TV-Dokumentation am kommenden Sonntag mit der Veröffentlichung des Fachartikels in einem Fachjournal zu rechnen sei, erläutert Mullis Folgendes: "Es gibt viele Missverständnisse darüber, wie man vor dem Hintergrund einer Fachpublikation mit den darin beinhalteten Informationen korrekt umzugehen hat und wie nicht. Grundsätzlich stellt die Erstausstrahlung einer TV-Dokumentation noch vor der Veröffentlichung des Fachartikels kein Problem dar, da es sich um zwei unterschiedliche Dinge handelt. Ich kann Ihnen versichern, dass Bryan Sykes und ich wirklich wissen, was wir tun."


Unsere erneute Rückfrage um ein Datum für die Veröffentlichung des Fachartikels, blieb in unserer Konversation bislang respektvoll unbeantwortet...


Fast zeitgleich veröffentlichte der Bigfoot-Forscher Todd Neiss folgenden Kurzbericht: "Nachdem ich mich mit Dr. Sykes mehrere Stunden bei einem Abendessen unterhalten habe, kann ich versichern, das er eine ganze Reihe an ernsthaften Entdeckungen gemacht hat. Einige davon haben mit dem Ursprung von "Zena" zu tun.

Anm.d.GreWi-Red.: Laut einer modernen Volksüberlieferung aus dem Kaukasus handelt es sich bei Zena bzw. Zana um einen weiblichen sogenannten "Abnauayu" und damit um die dortig lokale Variante des Yeti, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Ochamchiri-Distrikt Abchasiens gefangen genommen, in Gefangenschaft gehalten und später nahe des Städtchens Tkhina begraben worden sein soll.

Der Schädel von Zanas Sohn Khwit. | Quelle: Igor Burtsev, bigfootencounters.com/creatures/zana2.htm
Zana, so die bis heute noch lebendigen Berichte, habe selbst mindestens vier Kinder von menschlichen Männern geboren. Diese Kinder seien zwar von auffallender Statur und Physiognomie, jedoch durchaus "menschlich" gewesen und sollen selbst Nachfahren mit menschlichen Partnern gezeugt haben, die heute über ganz Abchasien verteilt leben sollen. In den 1960er, -70er und 1980er Jahre unternahmen russische Wissenschaftler zahlreiche Expeditionen auf der Suche nach den sterblichen Überresten von Zana und ihren Nachkommen und wurden auf dem Friedhof von Tkhina durch die Mithilfe von Zeitzeugen der angeblich ungewöhnlichen Mischlinge fündig. Die Schädel und Teile der Skelette von Zanas angeblichen Sohn Khwit (s. Abb.) weisen tatsächlich sowohl moderne als auch urzeitliche Merkmale auf. Ausführlichere Informationen über die Legende um Zana und die Suche nach ihren Überresten finden Sie HIER.)
Andere wiederum haben mit den mehr als 50 Proben die (Sykes) aus zahlreichen Quellen rund um den Globus erhalten hat zu tun, worunter sich auch einige Proben aus Museen befinden. Zudem gibt es auch einige kontroverse Ergebnisse bezüglich 'anderer' Studien. Das ist alles, was ich derzeit sagen darf. Überflüssig zu sagen also, dass die Dinge sehr interessant werden."

Derweil hat der britische TV-Sender "Chanell 4" einen ersten Trailer zur ersten Episode der "Bigfoot Files" veröffentlicht, den wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten:


 
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Quellen: bigfootology.com, bigfootevidence.blogspot.com, channel4.com
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