Mittwoch, 6. November 2013

Big Cats: Biologe präsentiert wissenschaftliche Beweise für unbekannte Großkatzen in Großbritannien


Archivbild: Schwarzer Jaguar. | Copyright: Ron Singer, U.S. Fish and Wildlife Service / Public Domain

Cirencester (England) - Sie gehören zu den Britischen Inseln wie Kornkreise, Geister und das Ungeheuer von Loch Ness: die sogenannten "Big Cats" - dunkle Großkatzen, die vornehmlich die süd- und mittelenglischen Grafschaften durchstreifen sollen. Während Skeptiker entsprechende Berichte vornehmlich als Fehldeutungen großer Hauskatzen, Hunde oder gar Einbildung oder Schwindel abtun, sammeln Kryptozoologen schon seit Jahrzehnten Indizien und Beweise für die Existenz der unbekannten "Big Cats" in Großbritannien. Jetzt hat ein Biologe der Royal Agricultural University weitere wissenschaftlichen Beweise für den Mythos präsentiert.

Wie die britische Tageszeitung "The Telegraph" berichtet, untersuchte Andrew Hemmings 20 unterschiedliche Fälle von durch Raubtiere gerissener Weide- und Wildtiere anhand der Knochenüberreste der Opfer. An den Skeletten selbst konzentrierte sich die Untersuchung auf Gebiss-Spuren an den Knochen, anhand derer der Experte die Räuber zu identifizieren versuchte.


In etwa einem Viertel der Fälle stellte Hemmings fest, dass die an den Knochen hinterlassenen Zahnmulden (tooth pits) von Tieren hinterlassen wurden, die größer waren als die bekannten Wildtierarten in Großbritannien wie etwa Dachs und Fuchs.


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Da jedoch auch Hunde ähnliche Spuren hinterlassen können, musste sich Hemmings auf jene Fälle konzentrieren, in denen mehre Mulden des gleichen Gebisses identifiziert werden konnten. Da der Abstand dieser Mulden bei Hunden geringer ist als bei Großkatzen, konnte der Tierexperte in drei Fällen - zwei aus der Grafschaft Dorset und eine aus dem westlichen Gloucesteshire - eindeutig bekannte einheimische Wildtiere oder Hunde ausschließen und Großkatzen als Verursacher für die Spuren an den Knochen identifizieren.

Bevor er seine Ergebnisse in einem Fachjournal veröffentlichen will, sucht Hemmings nun noch weitere Proben, um eine Beweisdatenbank anzulegen. Hinzu hofft der Wissenschaftler, anhand frisch gerissener Tiere bald auch die DNA der Raubtiere extrahieren und so die Art genau bestimmen kann.


Die gängige Theorie sieht in den britischen "Big Cats" die Nachkommen von vor rund 40 Jahren ausgesetzten Großkatzenarten, die meist von Privatpersonen gehalten wurden, die die Gesetzesauflagen des 1972 in Kraft getretenen "Dangerous Wild Animals Act", einem Gesetz zum Umgang mit privat gehaltenen Raubtieren, nicht erfüllen wollten oder konnten. Andere Forscher glauben, dass die Tiere schon viel früher von Aristokraten und Exzentrikern gehalten wurden, diesen entkamen und sich vermehrt haben. Wiederum andere Forscher vermuten, dass es sich um eine noch unbekannte immer schon einheimische Großkatzenart handeln könnte.


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Quelle: telegraph.co.uk
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