Donnerstag, 28. November 2013

Historisches UFO-Audio-Archiv online


Historische Aufnahme einer Pressekonferenz des UF-Militärs zu "Project Blue Book". | Copyright: Public Domain


Washington (USA) - Ein von den UFO-Historikern Wendy Connors und Roderick Dyke einst zusammengestelltes Audio-Archiv mit historischen Tonaufnahmen, die bis in die 1940er Jahre zurückreichen, wurde nun wiederentdeckt, digitalisiert und steht online zur Verfügung. Unter den Aufnahmen sind wirkliche Raritäten, wie etwa Pressekonferenzmitschnitte zum "Project Blue Book" oder Originalinterviews mit Kenneth Arnold, dessen UFO-Sichtung 1947 zur Wortschöpfung "fliegende Untertassen" führte.

Wie die Wiederentdecker der Tonbandaufnahmen Isaac Koi und Giuliano Marinkovic berichten, hat Connors selbst die Mitschnitte aus staatlichen wie privaten Archiven zusammengetragen und in ihrem eigenen "Faded Discs"-Archive zusammengefasst.


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Wendy Connors

Connors selbst arbeitete jahrelang für die US Air Force und entwickelte im Ruhestand ein gesondertes Interesse an der UFO-Thematik. Zudem war sie Gründungsmitglied der "Project Sign Historical Group", die Personen aus dem einstigen ersten UFO-Untersuchungsprogramm "Sign" (einem Vorgänger von "Project Blue Book") zusammenführte. 




Hintergrund 
Von "Sign" zu "Blue Book" - Die offiziellen UFO-Untersuchungsprojekte der US-Air Force in den 1940er und 1950er Jahren
"Sign" (dt. Zeichen) wurde von der US Air Force ins Leben gerufen, nachdem es auf verschiedenenen Luftwaffenstützpunkten Anfang 1947 sowie durch den Privatpiloten Kenneth Arnold am 24. Juni 1947 vermehrt zu UFO-Sichtungen gekommen war und die mit dem Roswell-Zwischenfall im Juli 1947 ihren Höhepunkt nahmen.

Im Abschlussbericht kam "Sign" 1949 zu dem Ergebnis, dass es sich bei den gesichtete Objekten um extraterrestrische, also außerirdische Flugkörper handeln müsse. In der Folge dieser Schlussfolgerung wurde das Untersucherteam entlassen und das Projekt der Öffentlichkeit gegenüber für beendet erklärt.

Mit dem kurz danach einberufenen Folgeprojekt - "Project Grudge" (dt. Groll) - sollte dann durch geeignete Maßnahmen das Interesse der Öffentlichkeit an UFOs unterminiert werden. Dies führte jedoch zu großer Empörung unter den als inkompetent und halluzinatorisch hingestellten Piloten, so dass das Projekt wiederum beendet wurde.

1951 wurde dann mit "Project Blue Book" (dt. Blau-Buch) eine neue offizielle UFO-Studie eingerichtet, die darum bemüht war, die Untersuchungen systematischer und wissenschaftlicher zu gestalten. Im Abschlussbericht zu den von "Blue Book" untersuchten 3.200 Sichtungen wurden rund 69 % der Fälle als "bekannt" eingestuft, bei 9 % fehlten weitere Angaben, 22 % wurden als "unbekannt" bewertet. 35 % aller "exzellenten" Fälle waren "unbekannt" gegenüber nur 18 % der schlechtesten Fälle. Als exzellent wurden Fälle bewertet, die besonders zufällig beobachtet wurden, also zum Beispiel von mehreren vertrauenswürdigen und erfahrenen Personen. Weiterhin unterschieden sich die "bekannten" von den "unbekannten" Sichtungen signifikant in den beobachteten Merkmalen.

Trotz dieser statistisch auffälligen Umstände wurde von der Air Force behauptet, der Bericht würde bestätigen, dass keine der Sichtungen mit außerirdischen Fahrzeugen in Verbindung gebracht werden könne.

Edward J. Ruppelt selbst kritisierte in seinem 1956 erschienenen Buch "Report On Unidentified Flying Objects" diese Bewertung des Reports und vertritt darin die Auffassung, der Bericht wäre zu politischen Zwecken missbraucht worden, ohne auf die Inhalte einzugehen. Ähnlich kritisch zeigte sich schlussendlich auch der astronomische Berater von Project Blue Book, J. Allen Hynek, Direktor des McMillin Observatoriums der Ohio State Universität. Anfänglich als UFO-Skeptiker in das Projekt berufen, änderte er seine Meinung schnell und vertrat nicht nur die Position, dass UFOs streng wissenschaftlich untersucht werden müssen, sondern gründete in der Folge selbst das "Center for UFO Studies (CUFOS).
Unter den Tonaufzeichnungen finden sich Kommentare von Vertretern der Air Force zu den jeweiligen UFO-Untersuchungsprojekten, aber auch Interviews mit Sichtungszeugen, Piloten, Astronauten und Wissenschaftlern.

- Die auch Archive.org platzierten Audiodateien unter dem Titel "Wendy Connors - UFOLOGY A PRIMER in AUDIO 1947, 1964 Volume 1 (2nd edit.)" finden Sie HIER

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Quelle: archive.org, openminds.tv, wikipedia.de
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