Samstag, 9. November 2013

Prognose: Bis 2030 werden wir außerirdisches Leben entdeckt haben


Künstlerische Darstellung eines lebensfreundlichen Exoplaneten (Illu.).
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London (England) - Vor dem Hintergrund der aktuellen Entdeckungen erdgroßer Exoplaneten, den darauf beruhenden Schätzungen, nach denen es alleine in unserer Galaxie der Milchstraße Milliarden von potentiell lebensfreundlichen erdähnlichen Planeten gibt und der sich daraus ergebenden Erkenntnis, dass sich der uns nächste lebensfreundliche Planet weniger als 12 Lichtjahre von der Erde entfernt befinden sollte (...wir berichteten), dürfte die erste Entdeckung einer solchen zweiten Erde nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Das Wissenschaftsmagazin "New Scientist" geht davon aus, dass wir schon innerhalb der kommenden 17 Jahre über die notwendigen Technologien und Instrumente verfügen werden, um solche Planeten auch direkt beobachten und analysieren zu können.

Schon der Nachfolger des derzeitigen Planetensuchers der NASA, dem Weltraumteleskop Kepler, der für 2017 geplante Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS, ...wir berichteten) wird in der Lage sein, nahe Sterne nach erdgroßen Planeten abzusuchen. Experten vermuten, dass alleine TESS hunderte solcher Planeten finden wird.


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Das James Webb Space Telescope (Illu.). | Copyright: NASA

In der Nachfolge soll dann das "James Webb Space Telescope" (JWST) ab 2018 entsprechende Entdeckungen genauer ins Visier nehmen (...wir berichteten). Auch der im Rahmen der "New Worlds Mission" bis 2020 angedachte, gewaltige Coronagraph "Starshade" könnte die Entdeckung und Beobachtung erdnaher und zugleich erdähnlicher Planeten in einem Umkreis von bis zu 32 Lichtjahren ermöglichen.


Mit diesem sonnenblumenförmigen Raumschiff (s. Abb.l.), soll das Licht erdnaher Sterne abgeblendet werden, um so das Licht der diese Sterne vergleichsweise nah umkreisenden erdartigen und erdähnlichen Planeten sichtbar zu machen, die sonst vom ihrem "Sonnenlicht" überstrahlt werden. Mit Hilfe dieser Beobachtung wird es dann auch möglich sein, die Atmosphären dieser Planeten nach Hinweisen auf dortiges Leben - sog. Biomarker - analysieren zu können.


Das Prinzip des blütenförmigen Starshader: Der gelbe Kreis stellt einen Stern dar, dessen Licht von dem Weltraum-Coronagraphen abgedeckt wird, wodurch Weltraumteleskope (wie etwa das James Webb Space Telescope) Planeten im direkten Umfeld des Sterns erkennen und direkt untersuchen können. | Copyright: gemeinfrei

Sollte Leben also im Universum keine Seltenheit sondern die erhoffte Regel sein, so zeigt sich zumindest der "New Scientist" schon heute zuversichtlich, dass wir zumindest erste Hinweise darauf schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts entdecken werden.


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Quelle: newscientist.com
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