Montag, 23. Dezember 2013

Antike Hirnchirurgen, clevere Hunde, energiereiche Erdatmosphäre, Sulfatberge auf dem Mars, komprimiertes Sehen und gestopptes Altern

Peru: Wari-Kultur führte schon vor 1000 Jahren operative Schädelöffnungen durch
Vor mehr als 1.000 Jahren gab es im südamerikanischen Land Peru offensichtlich eine große Entwicklung bei der Schädel-Trepanation. Mehrere gefundene Schädel weisen Anzeichen eines operativen Verfahrens auf, mit denen Eingriffe im Schädelinnern vorgenommen wurden. Durch die Senkung des Schädelinnendrucks sollten wahrscheinlich Verletzungen und Krankheiten behandelt werden, die während bewaffneten Konflikten entstanden.

Direktlink zur Originalmeldung:

http://www.news.ucsb.edu/2013/013852/ancient-cranial-surgery

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http://latina-press.com/news/169564-peru-wari-kultur-fuehrte-operative-oeffnung-des-schaedels-durch/

Studie: Hunde erkennen Gesichter auf Fotos wieder
Was zunächst jedem Hundehalter bekannt vorkommen mag, war wissenschaftlich bislang noch erst wenig erforscht. Zwar gab es frühere Studien, in denen die Fähigkeit von Hunden, Gesichter von ihnen bekannten Menschen zu erkennen, untersucht wurde, doch wurden dabei bislang immer nur Hunde untersucht, die darauf zuvor speziell trainiert wurden. Tatsächlich aber galt die Fähigkeit zur spontanen Gesichtserkennung bislang als rein menschliche Eigenschaft, die einige Forscher vielleicht noch anderen Primaten zutrauten. Eine aktuelle Studie zeigt nun erstmals, dass auch nicht untrainierte Hunde spontan Menschen anhand von Fotos erkennen können.

Direktlink zur Originalmeldung:


http://www.vetmed.helsinki.fi/english/news/131218_dogs_face_recognition.html

Direktlink zu einer deutschsprachigen Meldung:

http://www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/artikel/studie-hunde-erkennen-gesichter-auf-fotos-wieder-87171/


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Jahrzehnte altes Rätsel der oberen Erdatmosphäre gelöst
In den Strahlungszonen um die Erde, auch Van-Allen-Gürtel genannt, finden Prozesse statt, die Elektronen enorm beschleunigen können. Rund um die Erde befindet sich außerdem die Plasmasphäre, deren Verhalten vom Erdmagnetfeld bestimmt wird und die der Erdrotation folgt. Das Wechselspiel zwischen Van-Allen-Gürteln und Plasmasphäre ist jedoch komplex und bislang nur schlecht verstanden. Messungen der Zwillingssonden Radiation Storm Belt Probes - mittlerweile in Van Allen Probes umbenannt - weisen aber auf einen interessanten Beschleunigungsmechanismus hin, der vor allem bei starkem Weltraumwetter sehr effektiv ist.

Direktlink zur Originalmeldung:

http://newsroom.ucla.edu/portal/ucla/scientists-solve-a-decades-old-249639.aspx

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http://www.pro-physik.de/details/news/5664411/Magnetosphaerischer_Chor_befluegelt_Elektronen.html

Juventae Chasma: Sonde fotografiert rätselhafte Sulfatberge auf dem Mars
Das Wasser, das in der Frühzeit des Mars über den Planeten geflossen ist, hat vielfältige Spuren hinterlassen. Auffallend und ungewöhnlich sind zwei Berge mit terrassenförmigen Stufen im Talkessel von Juventae Chasma. Sie bestehen ganz offensichtlich aus Sedimentschichten. Raumsonden haben gezeigt, dass es sich bei diesen Ablagerungen um Sulfate handelt, also Minerale wie Gips, Alabaster oder Kieserit, bei deren Entstehung in der Regel Wasser eine Rolle spielt. Erst vor wenigen Wochen flog auch die ESA-Raumsonde Mars Express zum wiederholten Mal über Juventae Chasma.

Direktlink zur deutschsprachigen Originalmeldung:

http://dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10333/623_read-8983/#gallery/13166

Primäre Sehrinde erzeugt effizient komprimierte Sinnesinformation: Nervenzellen subtrahieren Bilder
Zehn Millionen Bits - das ist die Information, die das Auge bei schnellen Blickbewegungen in jeder Sekunde an das Großhirn übermittelt. Unter bestimmten Bedingungen bedient sich das Gehirn einer effizienten Datenkompression, um Bildinformationen weiterzuleiten.

Direktlink zur deutschsprachigen Originalmeldung:

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/meldung/2013/12/meld01775.html.de

Enzym stoppt Alterungsprozesse in Zellen
Jede Zelle benötigt zur Verrichtung ihrer Aufgabe Energie, die sie in zelleigenen Kraftwerken selbst produziert, den Mitochondrien. Diese arbeiten allerdings nicht fehlerfrei, so dass sogenannte freie Radikale entstehen. Die Zellgifte schädigen unter anderem die Mitochondrien-eigene DNA. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim ist es nun zusammen mit einem internationalen Forscherteam gelungen, in Herzmuskelzellen von Mäusen einen Schutzmechanismus zu installieren, der die Schäden an der Mitochondrien-DNA weitestgehend verhindert. Sie hoffen, dass sie damit einen Ansatz gefunden haben, wie die Zellalterung wirksam verhindert werden kann.

Direktlink zur deutschsprachigen Originalmeldung:

http://www.mpg.de/7663933/alternde_herzzellen

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