Mittwoch, 4. Dezember 2013

Hubble findet schwache Hinweise auf Wasser in Atmosphären von fünf heißen, diesigen Exoplaneten


Künstlerische Darstellung einer diesigen Atmosphäre eines Exoplaneten vor dem Hintergrund seines Zentralgestirns. | Copyright: NASA, Goddard Space Flight Center

Washington (USA) - Mit dem Weltraumteleskop Hubble haben zwei Wissenschaftler-Teams Signale für Wasser in den Atmosphären von fünf Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, gefunden. Zwar wurde schon zuvor atmosphärisches Wasser auf fernen Planeten nachgewiesen, doch ist es anhand der aktuellen Untersuchungen nun erstmals möglich, die entsprechenden Profile gleich mehrerer Planeten schlüssig zu vermessen und die Intensität der Signale direkt miteinander zu vergleichen.

Leben, wie wir es von der Erde kennen, dürfte es allerdings auf keinem der aktuell untersuchten fünf Planeten (WASP-17b, HD209458b, WASP-12b, WASP-19b und XO-1b) geben - handelt es sich doch bei allen Fünfen um sogenannte "Hot Jupiter" - also um Gasriesen, die ihr Zentralgestirn sehr dicht umkreisen und deshalb besonders stark aufgeheizt werden.


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Dennoch ist die Studie ein wichtiger Meilenstein auch für die Suche nach außerirdischem Leben. "Diese Arbeit ebnet uns den Weg, zukünftig genau vergleichen und bestimmen zu können, wie viel Wasser es in den Atmosphären der unterschiedlichen Arten von Exoplaneten gibt - etwa wenn wir wärmere und kühlere Planeten miteinander vergleichen", so der Planetenwissenschaftler Avi Mandell vom Goddard Space Flight Center der NASA und Autor einer der Studien, die beide im Fachmagazin "Astrophysical Journal" veröffentlicht wurden (DOI:10.1088/0004-637X/774/2/95 / arXiv:1310.2949v1).


Zugleich zeigen sich die beteiligten Wissenschaftler aber von dem Umstand überrascht, dass die Signale in den meisten Fällen nur vergleichsweise schwach sind – schwächer, als die Forscher dies erwartet hatten. "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es eine erstaunlich große Anzahl an Planetensystemen zu geben scheint, in denen das Signal von Wasser nur sehr schwach oder sogar gar nicht vorhanden ist", kommentiert Heather Knutson vom California Institute of Technology. "Das Wiederum legt nahe, dass die Mehrheit der Heißen Jupiter wolkige bis dunstige Atmosphären besitzen." Ein derartiger Dunst könnte schließlich die geringen Wasserwerte erklären, da er die Signale aus den Atmosphären in ähnlicher Weise mindere, wie beispielsweise Nebel die Farben auf einer Fotoaufnahme dämpfen kann. Zur gleichen Zeit verändere Dunst das Profil der Wassersignale und anderer wichtiger Moleküle in einer ganz bestimmten Art und Weise.


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Quelle: NASA
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