Freitag, 20. Dezember 2013

Studie bestätigt erneut: Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern

Symbolbild | Copyright: gemeinfrei

Oxford (England) - In einer aktuellen Studie belegen britische Mediziner, dass der tägliche Verzehr von Äpfeln bei über 50-Jährigen jährlich rund 8.500 Todesfälle in Folge von Gefäßerkrankungen wie Herz- oder Schlaganfällen im Vereinigten Königreich verhindern könnte. Damit erreicht der tägliche Apfel in etwa die gleiche Wirkung bei über 50-Jährigen, wie sogenannte Statine, die zur Vorsorge verschrieben werden.

Wie die Forscher aktuell im "BMJ-British Medical Journal" (DOI: 10.1136/bmj.f7267) berichten, deckt sich das Ergebnis ihrer Untersuchungen mit dem etwa 150 Jahre alten Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away" (dt.: Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern) und das einhergehend mit deutlich weniger Nebenwirkungen als die verschriebenen Medikamente.


Gleichzeitig ermahnen die Autoren der Studie aber, dass Personen, die bereits entsprechende Statine verschrieben bekommen und vorsorglich gegen Gefäßerkrankungen, ihre Medikamente nicht im Austausch gegen einen Apfel einstellen.


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Die britischen Forscher schlagen als ersten Schritt der Vorsorge gegen Herzerkrankungen in den meisten Fällen zunächst Veränderungen der Lebensgewohnheiten vor.


Dennoch haben Studien gezeigt, dass zusätzlich Statine das Risiko vaskulärer Schläge unabhängig von dem individuellen Risiko reduzieren können, weshalb in den vergangenen Jahren die britischen Gesundheitsbehörden die Einnahme entsprechender Mittel, gerade für die über 50-Jährigen empfohlen hatte.


Anhand mathematischer Modelle hat sich nun ein Forscherteam der University of Oxford des alten Sprichworts angenommen und die Auswirkungen der täglichen Einnahme bisher nicht genommener Statine, mit dem täglichen Verzehr eines Apfels verglichen.


Die Forscher schätzen, dass derzeit in Großbritannien rund 5,2 Millionen der über 50-Järigen geeignet für die Einnahme von Statinen sind, während 17,6 Millionen Briten, die bisher keine Statine einnehmen, diese nehmen würden, wenn dies ihnen angeraten werden würde.


Diese Gabe von Statinen auf täglicher Basis an 17,6 Millionen Menschen würde demnach die jährliche Anzahl vaskulärbedingter Todesfälle um 9.400 reduzieren. Der Verzehr eines Apfels pro Tag durch alle über 50-jährigen Briten - also von rund 22 Millionen Menschen - könnte die Todesrate um 8.500 Fälle mindern.


Zugleich würden jedoch die Nebenwirkungen der Statine, so an alle über 50-Jährigen Briten verschrieben - aber zu etwa 1.000 zusätzlichen Fällen unerwünschten Muskelleidens (Myopathie) und zu mehr als 10.000 zusätzlichen Diabetes-Erkrankungen führen.


"Wie sich zeigt, lagen die viktorianischen Menschen gar nicht so falsch, als sie das ebenso klar wie einfache Sprichwort prägten", kommentiert Dr. Adam Briggs von der BHF Health Promotion Research Group an der Oxford University. "Unsere Studie zeigt, wie effektiv schon kleinste Veränderungen in unserer Ernährung sein können und dass Medikamente und eine gesündere Ernährung einen wirklichen Unterschied machen und Herzerkrankungen und Schlaganfälle verhindern können. Obwohl niemand, der derzeit schon Statine verschrieben bekommen hat, diese absetzten sollte, zeigt sich erneut, wie gesund es ist, einfach mehr Obst zu essen."


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Quelle: bma.org.uk
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