Sonntag, 26. Januar 2014

Aktuelle Kontroverse um Skeptiker-Infoflyer zur Homöopathie

Die vom DZVhÄ kommentierte Version des GWUP-Infoflyers zur Homöopathie

Roßdorf (Deutschland) - Wohl kaum eine Heilmethode der Komplementär bzw. Alternativmedizin" wird nicht nur von Medizinern, Ärzten sowie auch unter Laien so kontrovers diskutiert wie die Homöopathie. Mit einer neuen Info-Broschüre hat der Sprachführer der Homöopathie-Kritik in Deutschland, die "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP), die Diskussion wieder einmal erneut entfacht und will damit über die ihrer Meinung nach "veralteten, magischen Grundsätze der vor über 200 Jahren erfundenen Heilmethode" und damit einhergehende "mögliche Gesundheitsgefahren bei der Anwendung" hinweisen. Gegen diese Darstellung wehrt sich nun der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) mit einer kommentierten Version des GWUP-Flyers. Wir haben die Positionen der beiden Seiten einander unkommentiert gegenübergestellt. Bilden Sie sich selbst ein Urteil...

- Anm.d.GreWi-Redaktion: Wir möchten zuvor darauf hinweisen, dass es sich in beiden Fällen nicht um Fachartikel zum Thema, sondern für das eingeschränkte Platzangebot eines Info-Flyers stark zusammengefasste Aussagen und Kommentare zum Thema handelt.


Beide Autoren bzw. Organisationen, GWUP und DZVhÄ, haben der Übernahme Ihrer Texte in der folgenden Form zugestimmt.


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- Den Originalflyer der GWUP finden Sie HIER


- Die vom DZVhÄ korrigierte bzw. kommentierte Version finden Sie HIER


GWUP

Homöopathie ist anders, als viele denken
Viele Menschen missverstehen Homöopathie als sanfte Pflanzenheilkunde. Die Tropfen, Globuli, Tabletten, Salben und Injektionslösungen werden häufig aus ganz anderem Material hergestellt: giftigen chemischen Elementen, Tier- und sogar Krankheitsprodukten - darunter auch, was wenig bekannt ist, Gruseliges wie etwa Fliegenpilze, Schlangengift, Speichel tollwütiger Hunde, Kopfläuse, Kakerlaken, Hundekot, Eiter, Krebs und Leprazellen, Arsen, Quecksilber und Plutonium.
DZVhÄ
Wo ist (für die GWUP) das Problem, wenn doch (so die GWUP-Darstellung) "in diesen angeblichen Heilmitteln" kein einziges Molekül des Ausgangsstoffes mehr enthalten ist (s.u.)? Die Skeptiker sollten sich entscheiden, EKLIG oder KEIN WIRKSTOFF – beides zusammen geht schlecht. In der Medizin werden nun mal auch giftige Substanzen aus der Natur verwendet und bei einer Impfung werden auch Krankheitserreger eingesetzt.

GWUP
Nicht der Stoff, der "Geist" soll heilen
Diese Stoffe sollen auf besondere Art wirken. Sie werden entweder immer wieder mit Milchzucker trocken verrieben oder schrittweise mit Wasser oder Alkohol verdünnt und dabei nach jedem Verdünnungsschritt nach genauer Vorschrift durch geschüttelt. Dieses "Potenzieren" setzt - laut Homöopathie - den angeblichen "Geist" des Stoffes frei.

Verdünnen, bis nichts mehr da ist

Das "Potenzieren" geht so: Eine Substanz wird im Verhältnis 1:10 mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch verdünnt. Das nennt sich D1. Im nächsten Schritt wird wieder 1:10 verdünnt, dann noch einmal und noch einmal und so fort. Üblich sind auch Verdünnungsschritte im Verhältnis 1:100 - C genannt.
DZVhÄ
Das Potentieren "geht" doch ein bisschen anders; z.B. gibt es noch Arbeitsschritte wie Verreiben und Verschütteln.

GWUP
Stellen Sie sich eine einzige Tablette vor, verteilt auf alle Meere der Welt. Würden Sie dann auf die Heilkraft eines Tropfens Meerwasser setzen? Nein? Nach den Regeln der Homöopathie wäre das aber noch eine eher niedrige Verdünnung, nämlich etwa D13. Homöopathen verschreiben oft noch viel stärkere Verdünnungen, z. B. D30-Mittel. Das entspräche einem Tropfen des Ausgangsstoffes verteilt in einer Wasserkugel weit größer als unser Sonnensystem! Solche Verdünnungen gelangen dann als Tropfen, auf Zuckerkügelchen (Globuli) gesprüht, in Fläschchen gefüllt oder in Salben als Heilmittel auf den Markt. In diesen angeblichen Heilmitteln ist jedoch kein einziges Molekül des Ausgangsstoffes mehr enthalten.
DZVhÄ
Glauben Homöopathen, dass eine Tablette Aspirin irgendwo ins Meer geworfen alle Kopfschmerzen dieser Welt beseitigt? Oder funktioniert die Homöopathie doch ganz anders?
Auch der Wirkmechanismus vieler schulmedizinischer Mittel konnte trotz Kenntnis ihrer chemischen Struktur noch nicht erforscht werden; dennoch werden sie mit unzweifelhafter Wirksamkeit eingesetzt.

GWUP
Was auf dem Etikett steht, ist nicht drin. Wie sollen die Mittel dann aber wirken?
Den "freigesetzten Geist" erklärt man heute so: Mit jedem Potenzierungsschritt präge sich die "Information" des Stoffes dem Lösungsmittel immer stärker ein. Wasser hat aber kein Gedächtnis: Wassermoleküle verbinden und trennen sich in Millionstel von Sekundenbruchteilen – da ist ein "Erinnern" unmöglich! Überdies sind in jedem Lösungsmittel auch Verunreinigungen, und diese werden mitgeschüttelt. Wie entscheiden aber das Wasser und die Arznei, welche der vielen Informationen eingeprägt werden sollen? Darauf wissen die Homöopathen keine Antwort.
DZVhÄ
Das stimmt! Darauf wissen Homöopathen noch keine Antwort.

GWUP
Wie entstanden diese Ideen?
Vor 200 Jahren waren die Ursachen der meisten Krankheiten unbekannt, man wusste nichts von Bakterien, Viren oder genetischen Defekten. Mit Aderlass und hohen Dosen von Giften versuchte man Kranke zu heilen - damals war die Medizin oft blutig und schädlich.

Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755–1843), Begründer der Homöopathie, wollte sie sanfter machen und verdünnte die Gifte immer mehr. Aber er war – wie seine Zeitgenossen - geprägt von verstaubten Vorstellungen, Irrlehren und Magie glauben. So vermutete er, Krankheiten beruhten auf "UrÜbeln", die spezielle Charakterzüge und Beschwerden hervorbringen. All dies suchte er durch Befragen der Patienten zu erfassen und mittels Arznei die "verstimmte Lebenskraft" wieder zu "normalisieren".

DZVhÄ
Vorsichtig gesagt eine etwas verkürzte Darstellung! Hahnemann ging es ganz sich nicht um Charakterzüge, sondern einzig und allein um die Symptome, die von medizinisch wirksamen Substanzen produziert werden.

GWUP
Homöopathie zielt nicht auf Krankheitsursachen, sondern nur auf die Symptome
Hahnemann führte die Patientenbefragung ein, und seine hochverdünnten
Mittel waren völlig harmlos. Das war ein Fortschritt. Doch eine Diagnose im heutigen Sinn stellt man in der Homöopathie nicht. Stattdessen erfasst das ausführliche Gespräch die "Konstitution" des Patienten sowie Beschwerden und Symptome, die er nennt. Behandelt werden dementsprechend nur die Symptome, nicht aber die Ursachen einer Krankheit, zum Beispiel Bakterien.
DZVhÄ
Falsch. Homöopathische Ärzte erstellen eine konventionelle Diagnostik und bewerten diese. Dann erst erfolgt die Indikation zur Behandlungsmethode – konventionell oder homöopathisch.
Behandelt wird der kranke Patient. Die Symptome dienen der Auswahl des passenden homöopathischen Mittels.

GWUP
Homöopathie beruht auf drei Prinzipien

- Arzneimittel werden an Gesunden geprüft

In der wissenschaftlichen Medizin testet man in umfassenden Studien die Wirksamkeit von Medikamenten bei ganz bestimmten Krankheiten. Anders in der Homöopathie: Ein paar Freiwillige nehmen einige Tage lang ein Homöopathikum ein und notieren alles, was sie in dieser Zeit an sich selbst wahrnehmen. Daraus ergibt sich das typische "Arzneimittelbild" des Präparats. Diese Versuche - zum Teil vor über 100 Jahren durchgeführt und seitdem ungeprüft übernommen - werden meist mit "Hochpotenzen" gemacht, die kein einziges Molekül des Ausgangsstoffs enthalten. (...)
DZVhÄ
Rekordverdächtig: 5 falsche Behauptungen in einem Abschnitt!
1. Es sind mehr als ein "paar Freiwillige", da viele Prüfungen wiederholt werden.
2. Die Prüfungen dauern mit Nachbeobachtung und Auswertung deutlich länger.
3. Das Arzneimittelbild zu erstellen erfordert weit mehr als das Genannte.
4. Das Verfahren wird laufen fortentwickelt und den modernen Erfordernissen angepasst.
5. Nicht alle, aber viele Symptome bestätigen sich in Wiederholungsprüfungen und in der Praxis.

GWUP
Weil Menschen immer irgendetwas spüren, ist es nicht möglich, mit dieser Methode ein wiederholbares "typisches Arzneimittelbild" zu ermitteln.
DZVhÄ
Falsch: Es gibt mehrere doppelblinde Arzneiprüfungen, u.a. Möllinger et al. Mehr als nur Placeboeffeft? Ergebnisse einer randomisierten, dreiarmigen placebokontrollierten Doppelblindstudie zum Vergleich der Effekte von Verum und Placebo bei einer homöopathischen Arzneimittelprüfung. AHZ 2007; 252:72_76

GWUP
(...Fortsetzung von "Homöopathie beruht auf drei Prinzipien")

- Ähnliches heilt Ähnliches:

Der homöopathische Arzt erfragt die Zustände und Symptome seines Patienten und erstellt dessen "Symptombild". Dann wählt er jenes Mittel aus, dessen "Arzneimittelbild" am besten zu den Beschwerden passt, und das der "Konstitution" des Patienten entspricht. Das bedeutet: Was bei Gesunden bestimmte Symptome auslöst, wird Patienten verabreicht, die ähnliche Beschwerden schildern.

Ein Beispiel:

Weil Bienenstiche eine schmerzhafte Schwellung auslösen, soll "zerriebene Biene" schmerzhafte Schwellungen heilen. Da es jeglicher Erfahrung widerspricht, gilt das Ähnlichkeitsprinzip als Irrtum. (...)
DZVhÄ
Das Ähnlichkeistprinzip kann nicht nur in der Homöopathie erfahren werden, sondern z.B. auch in der Psychotherapie als sogenannte "paradoxe Intervention". Wikipedia: "Durch die paradoxe Intervention soll eine festgefahrene Sichtweise erschüttert werden, um so eine Problemlösung möglich zu machen." Wie wahr.

GWUP
(...Fortsetzung von "Homöopathie beruht auf drei Prinzipien")

- Potenzieren:

Stark verdünnte Mittel werden „Hochpotenzen“ genannt, denn Verdünnen und Verschütteln soll die Heilkraft jedes Stoffes verstärken. Kann das stimmen? Kaum. In klinischen Studien haben sich Hochpotenzen als nicht wirksam erwiesen. Das Wirkprinzip der Potenzierung widerspricht in eklatanter Weise den Grundlagen der Wissenschaft.

Homöopathie widerspricht den Naturgesetzen. Ihre Prinzipien sind auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse widerlegt.

DZVhÄ
Falsche Behauptungen werden nicht wahrer, in dem man sie gebetesmühlenartig wiederholt.

GWUP
Hat Homöopathie die Medizin erneuert?
Die Grundprinzipien der Homöopathie stammen aus einer vorwissenschaftlichen Zeit. Die medizinische Forschung hat längst auch die damaligen Vorstellungen vom Krankwerden zurechtgerückt. Doch die neuen, oft lebensrettenden Erkenntnisse haben sich in der Lehre der Homöopathen nicht niedergeschlagen. Im Gegenteil: Diese Lehre hat sich seit 200 Jahren nicht verändert - nur einige Varianten kamen hinzu. Die Homöopathie steckt in einer Sackgasse.

Doch sie darf immer noch eingesetzt werden - trotz der strengen Gesetze, nach denen Medikamente erst nach einem objektiven Wirksamkeitsnachweis zugelassen werden. Dies verdankt die Homöopathie der Ausnahmeregelung für "Besondere Therapierichtungen": Man muss ihre Wirksamkeit gar nicht objektiv nachweisen - die Homöopathen dürfen darüber in einem so genannten "Binnenkonsens" selbst entscheiden. So dürfen sie nach Gutdünken praktisch beliebige Mittel als Medikamente registrieren - und schon kann man sie verschreiben.

DZVhÄ
Die Homöopathie entwickelt sich und erfreut sich bei Ärzten und Patienten aufgrund ihrer Erfolge einer wachsenden Beliebtheit - von Sackgasse (s.u.) keine Spur.

GWUP
Ist Homöopathie harmlos?
Nicht immer. Hochpotenzen sind zwar so stark verdünnt, dass sie überhaupt keine Wirkung mehr haben können, doch Niedrigpotenzen können giftige Substanzen enthalten und zu chronischen Vergiftungen führen, wenn man sie über längere Zeit einnimmt. Bis zur Potenz D8 können sie Allergien auslösen.

Wenn bei Behandlungsbeginn die Beschwerden zunehmen, nennt die Homöopathie das "Erstverschlimmerung". Tatsächlich zeigt sich darin, dass die Behandlung nicht wirkt. Die Hauptgefahr der Homöopathie besteht aber darin, dass man wertvolle Zeit verstreichen lässt, die Krankheit sich ausbreiten kann und eine tatsächlich wirksame Therapie erst zu spät begonnen wird - vielleicht zu spät.

DZVhÄ
Leider wird unterschlagen, dass eine Erstverschlimmerung nur dann als solche definiert wird, wenn sie von einer anschließenden deutlichen Besserung oder Heilung gefolgt wird. Das gilt auch für chronische Krankheiten.

GWUP
Gefährlich ist es, wenn Homöopathen mit ihren Globuli schwere Krankheiten wie Lungenentzündung, Diabetes oder Krebs behandeln. Die "Homöopathen ohne Grenzen e. V." haben in Entwicklungsländern sogar homöopathische Mittel gegen AIDS verteilt. Ebenso unverantwortlich ist es, dass viele Homöopathen von wirksamer Arznei und von Impfungen abraten.
DZVhÄ
Falsch! Eine Gefahr geht von inkompetenten Therapeuten aus, nicht von der Homöopathie. Gefährlich ist, wenn die Behandlung wirkungslos bleibt und keine anderen Maßnahmen ergriffen werden.
Dieser Fehler ist nicht der Methode, sondern dem Therapeuten anzulasten. Dieses Problem gibt es aber bei allen medizinischen Behandlungen - auch konventionellen.

Auch hier ist die Kompetenz des Arztes der ausschlaggebende Faktor, unabhängig von der Homöopathie. Übrigens: Homöopathische Ärzte sind nicht grundsätzlich gegen Impfungen; sie wägen nur individuell ab, was sinnvoll ist.

GWUP
"Mir hat es aber geholfen!"
…hört man häufig. Wie kommt es zu dieser Überzeugung?
Nimmt man eine Arznei ein und die Beschwerden bessern sich nach einiger Zeit, so schreibt man das automatisch dieser Arznei zu. Tatsächlich kann der natürliche Krankheitsverlauf für die Besserung verantwortlich sein: Die meisten Erkrankungen gehen von selbst vorüber! Dass der Homöopath sich Zeit nimmt und zuhört, ist angenehm und kann allein schon Befindlichkeitsstörungen und leichte Leiden bessern.

Auch die Erwartung und Hoffnung auf Hilfe, sowie die Einnahme nach rituellen Regeln haben lindernde Wirkung - bekannt als Placebo-Effekt. Letztlich können Patienten aber nicht unterscheiden, was wirklich geholfen hat. (...)

DZVhÄ
Schön wäre es! Für chronische Erkrankungen trifft das nicht zu - und merkwürdigerweise sind diese gerade eine Domäne der Homöopathie. Die konventionelle Medizin kann hier in der Regel keine Heilung bieten.
Erwartung, Hoffnung, rituelle Regeln und Placebo-Effekt sind Bestandteil jeder ärztlichen Intervention - behauptet der Arbeitskreis "Placebo in der Medizin" der Bundesärztekammer.

GWUP
(...)
Vertauscht man – ohne Wissen des Kranken - ein Fläschchen gegen eine beliebige andere Hochpotenz, bleibt der Erfolg gleich. Lässt man einen Patienten ohne sein Wissen Hochpotenzen einnehmen, sind sie wirkungslos. Nicht das Homöopathikum wirkt, sondern der Glaube der Patienten!
DZVhÄ
Eine Behauptung, die nicht belegt wird!

GWUP
Wurde der Erfolg jemals überprüft?
Ob Homöopathika wirksam sind, kann man nicht an Einzel fällen testen, sondern nur durch kontrollierte, doppelt verblindete Studien: Eine Patientengruppe erhält das Mittel und eine Kontrollgruppe ein Scheinmittel, und weder sie noch die behandelnden Ärzte dürfen wissen, wer das echte und wer das Scheinmittel bekommt. Eine Arznei gilt mit Recht nur dann als wirksam, wenn ihre Heilwirkung über Placebo-Effekte hinausgeht.

Zur Heilwirkung von Homöopathika gibt es bisher um die 200 Studien. Die meisten sind jedoch mangelhaft und genügen nicht den üblichen wissenschaftlichen Standards. Methodisch hochwertige, sauber verblindete Studien aber zeigen - bei Tier und Mensch - lediglich Placebo-Effekte. (...)

DZVhÄ
Eine Behauptung, die ebenso wenig belegt wird. Zur Wirkung und Heilwirkung von Homöopathika gibt es einige tausend Studien - klinische Studien und Studien aus der Grundlagenforschung. Richtig ist: Es gibt etwa 200 Doppelblindstudien zur Homöopathie. Manche Studien haben keine hohe Beweiskraft – wegen methodischer Schwächen oder aufgrund grundsätzlicher Probleme bei der Fragestellung. Prozentual betrifft das in der konventionellen Medizin ebenso viele Studien wie in der Homöopathie.
Es gibt eine ganze Reihe von methodisch hochwertigen und sauber verblindeten Studien, die einen Effekt homöopathischer Mittel zeigen, der sich signifikant von einem Placebo-Effekt unterscheiden lässt.

GWUP
(...) Homöopathen verweisen natürlich auf Erfolge in ihrer Praxis. Doch die „eigene Erfahrung“ beruht oft auf der einseitigen Wahrnehmung vermeintlich erfolgreicher Behandlung. Dies führt leicht zu einer subjektiven Bestätigung von Zusammen hängen, die objektiv gar nicht vorhanden sind. (...)
DZVhÄ
Es gibt z.B. Studien mit beatmeten und sedierten Intensivpatienten, die eine Wirksamkeit der Homöopathie belegen.

GWUP
(...)Zur Behandlung von schweren Erkrankungen eignen sich Homöopathika nicht: Als man zur Zeit des Nationalsozialismus Homöopathie bei gravierenden Krankheiten einsetzte, kam es zu verheerenden Folgen. (...)
DZVhÄ
Schwere Erkrankungen wurden äußerst erfolgreich homöopathisch behandelt, schon lange vor dem Nationalsozialismus – und auch nach dem Ende dieses Regimes – und in vielen Ländern, die von diesem Regime nie betroffen waren. Der Nationalsozialismus missbrauchte die Medizin – und insbesondere die "Schulmedizin" - aber auch vieles andere mit verheerenden Folgen.

GWUP
(...) Damit ist die Homöopathie kein sinnvolles Heilverfahren. (...)
DZVhÄ
Unbelegte falsche Behauptung

GWUP
(...) Doch Homöopathen nehmen negative Forschungsergebnisse nicht zur Kenntnis, sondern deuten sie sogar zu Erfolgen um.

Sie verschließen sich neuen Erkenntnissen - ähnlich wie jene, die immer noch glauben, die Erde sei eine Scheibe. Homöopathie ist eine esoterische Ideologie.

DZVhÄ
Dieser Satz könnte sich auf die Skeptiker beziehen. Vgl. www.skeptizimus.de

GWUP
Werbung ist alles
Homöopathen und ihre Pharmafirmen betreiben genauso Marketing wie andere Unternehmen der Pharmaindustrie: Sie laden Ärzte, Apotheker und Hebammen zu Tagungen und Kursen ein, umwerben Politiker, subventionieren Universitätskurse und füttern die Medien mit vorgefertigten Lobeshymnen.
DZVhÄ
Was ist an seriösen Marketing-, Öffentlichkeits- und politischer Lobbyarbeit anstößig?

GWUP
Zum Weiterlesen:

Norbert Aust: In Sachen Homöopathie. Eine Beweisaufnahme.

Ebersdorf 2013.

Simon Singh, Edzard Ernst: Gesund ohne Pillen.

Hanser, München 2009.

Christian Weymayr, Nadine Heißmann: Die Homöopathie-Lüge.

Piper, München 2013.

Skeptiker. Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken.

Schwerpunktheft Homöopathie, Ausgabe 3/2005.

http://whatstheharm.net/homeopathy.html


DZVhÄ
Gudrun Bornhöft, Peter F. Matthiessen

(Hrsg.), Homöopathie in der

Krankenversorgung – Wirksamkeit,

Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit,

VAS Verlag, ISBN 978-3-

88864-419-1, 2006, 343 Seiten
www.cam-quest.org

www.dzvhae-homoeopathie-blog.de

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Quellen: gwup.org, dzvhae.de
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