Donnerstag, 16. Januar 2014

Unidentifizierte Phänomene im Luftraum: Piloten-Meldestelle NARCAP-Deutschland nun mit eigener Internetseite


Die Internetseite von NARCAP-Deutschland. | Copyright: narcap.de

Krummhörn (Deutschland) - Schon seit Beginn der Luftfahrt schildern Piloten, Crewmitglieder und Bodenpersonal wie etwa Fluglotsen, sowie Beamten der Flugsicherheit, Polizei und Mitglieder des Militärs Sichtungen und Nahebegnungen mit unidentifizierten Flugobjekten. Nicht Zuletzt da schon der hierfür eigentlich gängige, zutreffende und absolut ausreichende Kurzbegriff "UFO" sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den Medien mittlerweile jedoch kaum mehr von der Vorstellung "fliegender Untertassen" und implizierter außerirdischer Raumschiffe zu trennen ist, scheuen sich gerade solche Zeugen oft davor, ihre Sichtungen und Erfahrungen weiterzugeben geschweige denn offiziell zu melden. Um dieser Problematik Abhilfe zu verschaffen, gründete sich im Jahr 2000 in den USA das "National Aviation Reporting Center for Anomalous Phenomena", kurz NARCAP, das als unabhängige, gemeinnützige Organisation mit den US-amerikanischen Luftfahrtbehörden und anderen staatlichen Institutionen zusammenarbeitet. Die 2011 gegründete deutsche Vertretung, NARCAP-Deutschland, hat nun ihre Internetseite gestartet.

Als nationales Luftfahrt-Meldezentrum für anomale luftraumbezogene Phänomene, wendet sich NARCAP-Deutschland besonders an Piloten, Fluglotsen aus der zivilen und militärischen Flugsicherung, zivile und militärische Radar-Fachleute (ATC-Personal) und sonstiges Luftfahrtpersonal, um jene Sichtungen zu untersuchen, "bei denen eine Relevanz für die Sicherheit der Luftfahrt im Allgemeinen oder für einzelne im Bereich der Luftfahrt Tätige im Besonderen nicht ausgeschlossen werden kann". Für entsprechende Zeugen stehen direkte und vertrauliche Meldemöglichkeiten zur Verfügung.


"Weltweit sind über 4.000 Fälle anomaler luftraumbezogener Phänomene (Unidentified Aerial Phenomena, UAP) dokumentiert", erläutert NARCAP-Deutschland einführend. Das erklärte Ziel sei es, "diejenigen Fälle aufzuklären, bei denen eine Relevanz für die Sicherheit der Luftfahrt im Allgemeinen oder für einzelne im Bereich der Luftfahrt Tätige im Besonderen nicht ausgeschlossen werden kann. Dazu werden vertrauliche Meldungen von Piloten und Luftfahrtpersonal entgegengenommen."


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Um der automatischen Assoziation, die der Begriff UFO meist mit sich bringt, vorzubeugen, verweisen die NARCAP-Forscher bei besagten Phänomenen auf
Unidentified Aerial Phenomena, kurz "UAP" und meinen damit "sowohl physische Objekte als auch sphärische Erscheinungen (z.B. leuchtende Objekte ohne klar erkennbare Form, Struktur oder Abgrenzung) bezeichnet, die innerhalb der Erdatmosphäre - und hier zumeist in dem von Luftfahrzeugen genutzten Teil des Luftraums - auftreten und die mit den heute zur Verfügung stehenden technischen Mitteln und wissenschaftlichen Erklärungsmöglichkeiten nicht identifiziert werden können."


Zugleich ist NARCAP-Deutschland darum bemüht klarzustellen, dass man "als nationales Luftfahrt-Meldezentrum sich nicht an der wissenschaftlichen Diskussion über UFOs beteilige. Allerdings ist NARCAP-Deutschland personell aus der Arbeitsgruppe "Pilotensichtungen" der "Gesellschaft zur Untersuchung von anomalen atmosphärischen und Radar-Phänomenen (MUFON-CES.org), die sich der wissenschaftlichen Untersuchung und Diskussion des UFO- bzw. UAP-Phänomens verschrieben hat: "Das Verhältnis zwischen NARCAP-Deutschland und MUFON-CES ist gekennzeichnet durch den Austausch von Informationen und die Zusammenarbeit in fachlichen Fragen."

Die Relevanz des Themas und der Notwendigkeit einer seriösen und fachlichen Untersuchung werde, so NARCAP-Deutschland abschließend, aktuell durch einen Fall aus Bremen verdeutlicht (…wir berichteten), wo die Polizei nach einer Störung des Luftverkehrs durch ein UAP wegen "gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr" ermittelt.

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