Dienstag, 21. Januar 2014

Wiedererweckte Kometen-Sonde Rosetta sendet erste Signale


Künstlerische Darstellung der Rosetta-Sonde (Illu.).
| Copyright: ESA

Darmstadt (Deutschland) - Weckruf war erfolgreich: Am gestrigen Montag um 19:18 Ortszeit erhielten die Forscher am Europäischen Raumflugkontrollzentrum ESOC in Darmstadt die ersten Signale der wenige Stunden zuvor aus ihrem Winterschlaf geweckten Raumsonde "Rosetta", die im kommenden November den Kometen Churyumov-Gerasimenko erreichen, diesen umkreisen und die Landeeinheit Philae darauf absetzten soll.

Nach dem morgendlichen Weckruf (...wir berichteten), heizte die Sonde zunächst automatisch ihr Navigationssystem wieder auf, richtete die Sonnenpaneele zur Sonne aus und drehte ihre Antenne in Richtung Erde. Rund 45 Minuten benötigte das Signal, um den Kontrollraum in Darmstadt zu erreichen. Nun ist die Sonde auch wieder für Kommandos von der Erde aus erreichbar.


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"Sobald Rosetta mit dem Lander Philae an Bord den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko erreicht, wird sie den Kometen bei seinem Weg in Richtung Sonne begleiten", erläutert die Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Zum ersten Mal wird eine Raumsonde aus nächster Nähe verfolgen, wie ein Komet durch das Erwärmen aktiv wird. Eine Premiere wird auch die Landung von Philae auf der Kometenoberfläche im November 2014 sein: Niemals zuvor landete ein Gerät auf einem Kometen und untersuchte den Himmelskörper direkt vor Ort."

In Kometen sehen einige Wissenschaftler auch einen möglichen Schlüssel für die Entstehung des irdischen Lebens. "Es könnte durchaus sein, dass von einem Kometen dort draußen auch die Bausteine, die letztlich zum Leben geführt haben, auf die frühe Erde gelangten", erläutert Dr. Stephan Ulamec vom DLR und Projektleiter für den Lander Philae. "Alles Wasser auf der Erde könnte von Kometen stammen."


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Quelle: DLR.de, ESA
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