Donnerstag, 2. Januar 2014

Wissenschaftler präsentieren Emotionskarte des menschlichen Körpers


Unterschiedliche Emotionen wurden von den Teilnehmern der Studie mit sich spontan verändernden körperlichen Reaktionen assoziiert. | Copyright: Aalto University

Aalto (Finnland) - Finnische Forscher haben körperliche Assoziationen als Reaktion auf veränderte emotionale Zustände zu einer Art topografischen Emotionskarte des menschlichen Körpers zusammengetragen und damit gezeigt, dass die Zuordnung bestimmter Emotionen sowohl bei Westeuropäern als auch bei den ostasiatischen Teilnehmern der Studie nahezu identisch ist. Für die Forscher zeigt das Ergebnis, dass Emotionen und das Verteilungsmuster der jeweiligen damit korrespondierenden körperlichen Empfindungen eine biologische Grundlage haben.

Für ihre Studie befragten die Forscher mehr als 700 Teilnehmer aus Finnland, Schweden und Taiwan, nachdem sie diese zunächst in bestimmte emotionale Zustände versetzt hatten und die Teilnehmer dann baten, diese farblich mit jener Körperregion zu assoziieren, deren Aktivität sie ansteigend oder abnehmend empfanden.



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"Emotionen regeln nicht nur unsere mentalen, sondern auch unsere körperlichen Zustände", kommentiert Professor Lauri Nummenmaa von der Aalto University aktuell im Fachjournal "Proceedings of The National Academy of Sciences" (PNAS; DOI: 10.1073/pnas.1321664111). "Auf diese Art werden wir darauf vorbereitet, schnell auf Gefahren aber auch auf sich bietende Möglichkeiten, wie sich soziale Interaktionen, reagieren zu können. Ein Bewusstsein für die Übereinstimmung körperlichen Veränderungen könnte demnach also auch zu einer unmittelbaren emotionalen Reaktion, wie etwa einem Glücksgefühl führen."


Das Ergebnis der Studie habe wichtige Auswirkungen auf unser Wissen über die Funktionen von Emotionen und deren physische Grundlage, so die Forscher. Auf der anderen Seite könne es dabei helfen, unterschiedliche emotionale Störungen besser zu verstehen und damit neue Diagnosewerkzeuge entwickeln zu können.

+ + + GreWi-Kommentar
Auch wenn dies ausdrücklich nicht das Ziel der finnischen Studie war, so wäre es aus grenzwissenschaftlicher Sicht nun interessant, die Ergebnisse mit den Grundlagen einiger alternativ-medizinischer Diagnose- und Therapieverfahren oder jenen Beschreibungen von Personen zu vergleichen, die überzeugt sind beispielsweise die sogenannte Aura von Menschen wahrnehmen und deren Veränderungen deuten zu können. In diesem Zusammenhang sollten die in der Grafik zur Studie abgebildeten Farben jedoch nicht mit der sog. Aura verwechselt werden. Die Farbgebung entspricht lediglich willkürlich den zugeschriebenen Werten.

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