Freitag, 7. Februar 2014

Forschungsprojekt "Religion und Dialog in modernen Gesellschaften" eröffnet


Die Symbole der Weltreligionen

Hamburg (Deutschland) - Im Rahmen einer feierlichen Auftaktveranstaltung hat der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt das Forschungsprojekt "Religion und Dialog in modernen Gesellschaften" an der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg eröffnet. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach, wie weit der Dialog zwischen verschiedenen Religionen reicht und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um zwischen den Religionen Brücken der Verständigung zu bauen.

Das Großprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit mehr als drei Millionen Euro gefördert. Partner sind Universitäten in den Metropolregionen Rhein-Ruhr, London, Oslo und Stockholm. Dort wie in Hamburg treffen Menschen unterschiedlicher Religionen im Alltag zusammen. Ihre Interaktions- und Dialogfähigkeit stehe im Mittelpunkt der Bemühungen der Akademie, so die Presseerklärung der Hamburger Universität.


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"Die Forschung ist in zwei Untersuchungsebenen gegliedert: Auf der theologischen Ebene werden Dialogpotenziale und -grenzen in den Theologien verschiedener Religionen (insbesondere Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus und Alevitentum) herausgearbeitet, um daraus eine dialogische Theologie zu entwickeln. Auf der empirischen Ebene wird mit Methoden empirischer Sozialforschung die Praxis von Religion und Dialog in der Lebenswelt von Menschen erforscht."


Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, sagte anlässlich der Eröffnung des Forschungsprojekts: "Wir Menschen sind - je schnelllebiger und differenzierter unsere Welt wird - umso mehr auf der Suche nach einem festen Halt. Sie fragen nach Maßstäben, sie brauchen Orientierung und Werte. Dabei suchen sie Antworten im Religiösen und im Glauben. Der interreligiöse Dialog schafft die Voraussetzungen, um sich auf Fragen dieser Art einzulassen und Gemeinschaft im Glauben und im Leben zu finden. Und gerade weil die religiöse Identität die individuellen Lebenswelten prägt, muss es unser Ziel sein, die religiösen Fundamente unserer kulturellen Prägungen und die anderer Menschen zu verstehen. Wir wollen, dass Religion einen Platz im wissenschaftlichen Diskurs findet und wir wollen, dass der interreligiöse Dialog reiche Früchte trägt. Deshalb fördern wir vier Zentren für Islamische Theologie, wir fördern das Zentrum für Jüdische Studien. Und wir fördern die Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg."


Zum Thema

Mit dem Projekt, so Lenzen, erhalte die Präsident Lenzen die Universität Hamburg eine Alleinstellung in der akademischen Landschaft Deutschlands und werde zum "akademischen Zentrum für Forschung und Lehre des interreligiösen Dialogs in Deutschland."

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Quelle: uni-hamburg.de
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